Start Pflanzen Kennen Sie Kuchenbäume?

Kennen Sie Kuchenbäume?

5.444 views
0
Sag's weiter:

Vielleicht kennen Sie ja bereits den Kuchenbaum, vermutlich haben Sie aber noch nichts von ihm gehört. Er ist tatsächlich noch sehr unbekannt bei uns, aber wirklich ein kleines Highlight.

Kuchenbaum Duft Pflege
Die Blätter des Kuchenbaumes duften im Herbst nach Lebkuchen

Auch wenn Sie es nicht glauben mögen, aber dieses Gewächs heißt wirklich Kuchenbaum – nicht, weil man ihn essen kann, sondern weil er im Herbst, dann, wenn sich die Blätter verfärben, nach Lebkuchen duftet. Lecker, nicht wahr? Deswegen wird er auch Lebkuchenbaum genannt. Vielleicht ist Ihnen aber auch schon einmal der alternative Name Katsurabaum untergekommen. So oder so, er riecht herrlich und sieht auch sehr schön aus.

Der Baum ist zudem eine echte Rarität, denn von dieser sehr alten Gattung gibt es in der freien Natur nur noch zwei Arten. Es wurden aber viele neue Zierarten des Kuchenbaumes gezüchtet, die es nun als kleine Bäumchen in den Gärtnereien zu kaufen gibt. Es lohnt sich allemal, denn der Baum duftet im Herbst nicht nur herrlich, er wechselt auch ständig seine Farbe. Der Lebkuchenbaum sorgt also immer für Abwechslung. Im Frühjahr sind die Blätter hellrot, über den Sommer grün-blau und im Herbst dann gelb bis dunkelrot.

Kuchenbaum in den Garten pflanzen

Standort:

Kuchenbäume benötigen sehr viel Licht. Sie mögen es aber nicht warm. Suchen Sie also einen hellen Platz im Garten aus, an dem es nicht so heiß wird. Der Baum darf nicht zu viel Schatten abbekommen. Pflanzen Sie ihn also nicht direkt neben andere Bäume. Und auch nicht direkt neben Gebäude. Der Kuchenbaum kann in unseren Breitengraden schließlich bis zu 12 Meter hoch werden (sonst bis zu 45 Meter hoch). Deshalb ist es nicht so gut, wenn er direkt neben einem Haus steht. Allein schon nicht wegen den Wurzeln.

Boden:

Sandige Tonböden oder steinige Lehmböden sind perfekt für den Katsurabaum. Wenn Sie dem Lebkuchenbaum diesen Boden nicht anbieten können, dann mischen Sie der Erde am Standort einfach Sand oder Lehm unter. Zudem sollte der pH-Wert bei 5 bis 7 liegen. Ein leicht saurer bis neutraler Boden ist also ideal für den Lebkuchenbaum. Es kann also durchaus sinnvoll sein, vor dem Pflanzen mal den pH-Wert des Bodens zu testen. Wie Sie das machen, lesen Sie hier.

Pflanzen:

Im Handel bekommen Sie den Kuchenbaum als kleines Bäumchen in einer Größe von ca. 50 Zentimetern zu kaufen. Heben Sie nun das zweifache des Wurzelballens aus, lockern Sie die Erde im Pflanzloch und arbeiten Sie in den Boden Kompost ein. Anschließend den Kuchenbaum so einsetzen, dass der Ballen bündig mit dem Boden abschließt. Dann den Aushub wieder in das Pflanzloch füllen und nur leicht antreten. Abschließend ist es ratsam einen Gießring um den Baum anzulegen, da es das Gießen deutlich erleichtert.

Sie können den Kuchenbaum aber auch auf der Terrasse halten. Im Topf wird er natürlich nicht so groß. Dort ist er auch leicht im Zaum zu halten und wird schön buschig, wenn Sie ihn immer wieder schneiden. Damit ist auch klar, dass er winterhart ist und selbst im Topf draußen überwintern kann.

So pflegen Sie den Kuchenbaum richtig

Einmal gepflanzt müssen Sie keinen großen Aufwand mehr betreiben. Der Kuchenbaum ist wirklich pflegeleicht. Nicht einmal schneiden oder irgendwelche Vorkehrung im Winter müssen Sie treffen. Lediglich das Gießen und alljährliche Düngen ist wichtig.

Gießen:

Kuchenbäume brauchen viel Wasser. Bekommt er einmal zu wenig Wasser, zeigt er das auch gleich an. Er lässt dann seine Blätter hängen oder wirft sie im Extremfall sogar ab. Sobald Sie ihn wieder regelmäßig und reichlich gießen, treibt der Baum aber wieder voll aus.

Ist der Sommer sehr trocken und dementsprechend auch die Luftfeuchtigkeit gering, ist es zudem ratsam den Lebkuchenbaum in der Krone regelmäßig mit Wasser abzuspritzen. Machen Sie das aber nur, wenn es bewölkt ist oder in den frühen Morgen- bzw. den späten Abendstunden, denn ansonsten könnten die Blätter verbrennen.

Düngen:

Beim Düngen müssen Sie nicht viel beachten. Es reicht schon vollkommen aus, wenn Sie den Katsurabaum einmal im Jahr mit gut gereiftem Kompost versorgen.


Foto1: © Konrad Weiss - Fotolia.com

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here