Ein klarer Gartenteich wirkt immer sauberer und gepflegter als ein Teich mit trübem Wasser. Hier deshalb 8 Tipps für klares Wasser im Gartenteich.

Der Gartenteich ist für Liebhaber von Fischen, aber auch für jeden anderen Gartenbesitzer so etwas wie das Herz eines jeden schön angelegten Gartens. Kein Wunder, denn das Plätschern einer gut platzierten Teichpumpe ist ein Geräusch, das wunderbar dazu geeignet ist, zu entspannen und ein gutes Stück Urlaubsflair im heimischen Garten zu vermitteln. Eine Sitzecke oder ein paar Liegen in Teichnähe und der absoluten Entspannung bei gutem Wetter im Freien steht nichts mehr im Weg.

Richtige Gartenteichpflege

Die Arbeit mit einem Gartenteich ist mit der Anlegung der Teichanlage nicht abschließend erledigt. Ein Teich will auch gepflegt werden, damit er sauber und ordentlich aussieht. Denn wenn das Wasser trüb und grün daherkommt, wirkt es für Besucher und andere Beobachter schnell dreckig und ungepflegt. Dann wird aus dem Stück Idylle schnell ein modriger Schandfleck im Garten. Dabei kann die richtige Pflege ganz einfach sein. Es gilt nur ein paar wichtige Punkte zu beachten und so den Weg für einen pflegeleichten und durchgehend schönen Gartenteich zu ebnen.

Warum wird Wasser im Gartenteich eigentlich trüb?

Tipps für klares Wasser im Gartenteich
© aotearoa – Fotolia.com

Die Eintrübung des Wassers im Gartenteich kann verschiedene Ursachen haben. So reicht es beispielsweise schon, wenn Fische im Teich sind und diese sandige Bodenablagerungen aufwühlen, um für eine Weile ein trüberes Wasserbild zu haben. Was allerdings die deutlich häufigste Ursache für Wassertrübungen ist, sind Schwebealgen, die im Wasser für eine grünliche Färbung sorgen.

Um also für klares Teichwasser zu sorgen, ist es hauptsächlich wichtig, Algen zu entfernen oder dafür zu sorgen, dass diese möglichst gar nicht erst entstehen. Dazu haben wir hier einmal 8 Tipps für eine schnellstmögliche Beseitigung und eine gute Vorsorge vor Algen für Sie zusammengetragen.

So sorgen Sie für klares Wasser im Gartenteich

➡ Den richtigen Standort wählen

Ob Sie regelmäßig Probleme mit Algen haben werden und ob das Wasser in Ihrem Teich regelmäßig zu kippen droht, können Sie schon bei der Wahl des Standortes maßgeblich beeinflussen. Ihr Teich sollte nach Möglichkeit nicht den ganzen Tag der Sonne ausgesetzt sein. Wenn Sie Laubbäume als Schattenspender verwenden möchten, sollten Sie dies allerdings noch einmal überdenken – denn das Laub von diesen Bäumen kann wieder zu mehr Arbeit führen, wenn es in den Teich fällt.

Eine Hauswand eignet sich hingegen perfekt als Schattenspender – oder ein sehr hoher Baum, der etwas weiter entfernt steht und dessen herabfallendes Laub den Teich nicht erreicht. Auch sonst sollte der Gartenteich nicht von Büschen oder anderen Pflanzen, abgesehen von klassischem Rasen, umwachsen sein, da auch hierdurch zusätzliche Biomasse in den Teich eingebracht werden kann.

➡ Teichgröße und Teichtiefe beachten

Grundsätzlich gilt bei der Anlage eines Teichs zu beachten, dass eines der besten Mittel, Algenwachstum zu verhindern, darin besteht, die Wassertemperatur so niedrig wie möglich zu halten. Je größer der Teich ist, also je mehr Wasser im Teich enthalten ist, desto langsamer erwärmt sich das Wasser. Dazu gehört allerdings auch eine gewisse Tiefe.

Ein großer, aber sehr flacher Teich erwärmt sich schneller als ein kleinerer, dafür aber tiefer Teich. Eine Wassertiefe von 1,20 Meter sorgt auf jeden Fall dafür, dass sich das Wasser bei richtiger Lage des Teichs nur sehr langsam erwärmt. Dazu bringt ein größerer Teich den Vorteil, dass Sie hier mehr Möglichkeiten haben, Wasserpflanzen in Ihren Teich einzubringen.

➡ Algen regelmäßig entfernen

Was nach einer Selbstverständlichkeit klingt, vergessen viele gern einmal. Oder sie trauen sich einfach nicht, mit der Kescher die Algen aus dem Teich abzuschöpfen, wenn auch Fische im Teich gehalten werden. Dabei ist das die einfachste Art dafür zu sorgen, dass die Menge der im Wasser enthaltenen Schwebealgen nicht überhandnimmt. Wenn das Wasser beginnt sich grünlich zu verfärben, sollten Sie auf jeden Fall mehrmals mit einem feinen Kescher durchgehen und so viele Algen wie möglich aus dem Wasser entfernen.

➡ Nährstoffgehalt niedrig halten

Algen gedeihen dort, wo es viele Nährstoffe gibt. Wärme, Stickstoff und verschiedene im Wasser befindliche Nährstoffe können das Algenwachstum regelrecht anheizen. Dazu kommt, dass wenn bei großer Hitze Wasser verdunstet, die Nährstoffe leider nicht mit verschwinden – sie verteilen sich dann nur auf weniger Wasser, wodurch die Nährstoffkonzentration noch größer wird. Aus diesem Grund sollten Sie verdunstetes Wasser regelmäßig nachfüllen, um die Nährstoffkonzentration im Wasser so niedrig wie möglich zu halten.

✅ Nährstoffentzug durch Teichpflanzen

Darüber hinaus können Sie die Nährstoffkonzentration im Teichwasser reduzieren, indem Sie Teichpflanzen im Wasser anpflanzen. Je nach Beschaffenheit Ihres Teichs sollten Sie hier allerdings darauf achten, welche Pflanzen sich am besten eignen. Sie sollten sich vorher genau damit auseinandersetzen, welche Stehhöhe einzelne Pflanzen haben und welche Wasserhöhe notwendig ist.

Nahaufnahme einer weißen, aufgeblühten Seerose.
Seerose (Nymphaea) | © gabriffaldi / stock.adobe.com

Seerosen sind etwa ideal, um dem Teich eine Menge Nährstoffe zu entziehen, denn sie wachsen kräftig und bilden viele Blätter. Allerdings sollten sie in einer für sie geeigneten Wassertiefe gepflanzt werden: Stehen Seerosen zu flach, bilden sie zwar viele Blätter, treiben jedoch keine Blüten. Die zusätzlichen Blätter zersetzen sich und geben wiederum Nährstoffe ins Wasser ab, wodurch das Wachstum von Algen gefördert werden kann. Daher gilt: Wenn Sie eine Wasserpflanze nicht artgerecht halten, wird sie verkümmern und das Wasser eher mit Nährstoffen anreichern, als diese dem Wasser zu entziehen. Eine sorgfältige Planung und fachgerechte Bepflanzung sind daher entscheidend, um die Wasserqualität im Teich tatsächlich zu verbessern.

✅ Schlammentfernung nicht vergessen

Übrigens: Auch Ablagerungen von Schlick oder Schlamm am Boden enthalten Nährstoffe, die es regelmäßig zu entfernen gilt. Eine wunderbare Möglichkeit ist hier ein Schlammsauger, der gezielt Schlammanhäufungen auf Teichböden ansaugt.

Lesetipp: Gartenteich entschlammen – Anleitung und Tipps zur Schlammreduzierung.

➡ Wasser filtern und in Bewegung halten

Stehende Gewässer werden schnell trübe und kippen häufig innerhalb kurzer Zeit. Aus diesem Grund sollten Sie das Wasser in Ihrem Teich in Bewegung halten. Je nach Teichform kann es passieren, dass einzelne Bereiche Ihres Teichs von der Wasserzirkulation, die durch eine Pumpe ausgelöst wird, nicht erreicht werden. In diesem Fall sollten Sie überlegen, ob Sie nicht noch eine zweite Pumpe, einen kleinen Brunnen im Teich oder ein ähnliches Zierelement einsetzen möchten, um auch hier für die notwendige Zirkulation zu sorgen.

Wichtig ist natürlich auch, dass das Teichwasser regelmäßig gefiltert wird. Dazu benötigen Sie wiederum eine Pumpe, die das Wasser aus dem Teich in den Filter pumpt und anschließend wieder in den Teich entlässt. Bei der Auswahl des Filters sollten Sie sich im Fachgeschäft beraten lassen, welcher Filter notwendig ist, um Ihren Teich sauber zu halten. Denn die Anforderungen an einen Filter variieren, abhängig von Parametern wie Teichgröße, Wassermenge und Tiefe des Teichs. Dazu ist es sinnvoll, einen Filter zu wählen, der mit einem UVC-Vorklärer versehen ist. Dieser Vorklärer beschießt das Wasser, das durch den Filter läuft, mit UV-Strahlen, was die Algen im Wasser abtötet und beseitigt. So wird Ihr Filter noch effektiver gegen Schwebealgen im Wasser.

➡ Wasserqualität regelmäßig prüfen

Anhand der Wasserwerte kann man schon früh erkennen, ob der Nährstoffkreislauf in einem Teich optimal verläuft. Nur wer die Wasserwerte regelmäßig überprüft, ist in der Lage frühzeitig zu reagieren, bevor es zu spät ist und ein Fischsterben im Teich einsetzt oder Algen anfangen, das Wasser trüb zu färben. Die Wasserqualität können Sie wunderbar mit entsprechenden Testpaketen, die Sie überall im Teichfachhandel kaufen können, überprüfen. Der pH-Wert und die Karbonathärte im Wasser sollten auf jeden Fall regelmäßig überprüft werden. Wenn Fische im Wasser gehalten werden, macht es auch Sinn, regelmäßig das Wasser auf die Abbauprodukte Nitrit, Nitrat und Ammonium zu prüfen, da diese giftig für Fische sind und zu fischsterben führen können.

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  • Wassertest zur schnellen und einfachen Überprüfung der 6 wichtigsten Wasserwerte in einem Schritt
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Wenn die Werte nicht der Norm entsprechen, gibt es im Fachhandel entsprechende Mittel, um die Werte im Wasser wieder zu regulieren, ohne allerdings den vorhandenen Pflanzen oder gar den Fischen gefährlich zu werden. Beim ersten Einkauf entsprechender Pflegeprodukte macht es Sinn, sich vom Fachmann entsprechend beraten zu lassen.

➡ Teich vor negativen äußeren Einflüssen bewahren

Solche negativen äußeren Einflüsse sind beispielsweise herabfallendes Laub oder andere Biomasse, die von außen in den Teich eingebracht wird. Dieses erhöht wieder die Nährstoffwerte im Teich. Wenn das Laub zu faulen beginnt, wird das Wasser zudem sehr schnell zu kippen anfangen. Abgesehen davon ist faulende Biomasse im Gartenteich sehr schädlich für die meisten Zierfischsorten. Wenn Sie Laubbäume im Garten haben, sollten Sie im Herbst Ihren Gartenteich durch ein Laubfangnetz schützen. So ersparen Sie sich die Arbeit, täglich das Laub aus dem Teich zu entfernen.

➡ Brottrunk wirkt im Gartenteich wahre Wunder

In den meisten Fällen sammelt sich trotzdem mit der Zeit eine gewisse Menge Algen an. Wenn Sie die oben genannten Punkte beherzigen, wird sich die Menge an Schwebealgen aber in Grenzen halten. Und diese geringe Menge können Sie mit einem ganz einfachen Mittel im Zaum halten: nämlich mit Brottrunk. Nach der erfolgten Teichreinigung einfach etwas Brottrunk zum Wasser hinzugeben und schon werden Sie in den nächsten Wochen und Monaten mit den wenigen verbliebenen Schwebealgen keine Probleme mehr haben. Denn der Brottrunk, in ausreichender Menge im Wasser vorhanden, verbindet sich mit den Schwebealgen und sorgt dafür, dass diese auf den Boden absinken. So bleibt das Wasser trotz ein paar Algen klar.

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Vor der Behandlung mit Brottrunk

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24 Stunden nach dem Einbringen von Brottrunk

Anwendungsempfehlung für Brottrunk:

  • Zum Start: 300 ml Brottrunk pro m³ Teich, in einer Gießkanne mit Wasser gemischt und entlang des Teichrandes gegossen. Vorgang ggf. wiederholen. Zweimal wöchentlich anwenden.
  • Erhaltungsphase: 100 ml pro m³ Teich, ein- bis zweimal monatlich. Ebenfalls in einer Gießkanne mit Wasser mischen und am Rand verteilen.

Gartenteich einmal im Jahr reinigen

All die oben genannten Maßnahmen sind gute Möglichkeiten, Trübungen des Wassers zu vermeiden. Und doch sammeln sich immer auch Algen am Boden und an den Teichwänden sowie Schlick und andere Ablagerungen. Generell gilt ja auch, dass ab dem späten Herbst die Pumpen ausgeschaltet und die Fische in Ruhe gelassen werden. Insofern macht es Sinn, den Teich sowie die gesamte Filteranlage mit dem erwachenden Frühling einmal komplett zu reinigen und zu einem Rest alten Wassers auch wieder frisches Wasser einzulassen. Hier dazu ein Lesetipp: Teichpflege im Frühjahr: So machen Sie Ihren Teich fit.

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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