Das Zebrakraut ist eine beliebte und anspruchslose Ampelpflanze, die sich leicht pflanzen und pflegen lässt. Erfahren Sie hier mehr über dieses Gewächs.
Beim Zebrakraut (Tradescantia zebrina), früher Zebrina pendula genannt, handelt es sich um eine mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Commelinagewächse (Commelinaceae), die zur Gattung der Dreimasterblumen (Tradescantia) gehört. Aufgrund der natürlichen Wachstumsbedingungen ist die Kultivierung vom Zebra-Ampelkraut in unseren Breiten nur in Zimmerkultur möglich. Wenn die Triebe mit ihren silber-violetten Blattstreifen locker herabhängen, kommt die immergrüne Zimmerpflanze am besten zur Geltung.
Kurzer Steckbrief zum Zebrakraut
| Zebrakraut (Tradescantia zebrina) | |
|---|---|
| Wuchs: | hängend |
| Blütezeit: | Januar bis Dezember |
| Standort: | hell, jedoch absonnig |
| Boden: | lehmig bis tonig |
| Vermehrung: | Stecklinge |
| Besonderheit: | immergrüne Blattschmuck Zimmerpflanze |
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Aussehen
Die sattgrünen Blätter mit ihren breiten silbrig-weißen Längsstreifen geben dem Zebrakraut seinen Namen. Die Blattunterseiten weisen hingegen eine rötliche Färbung auf. Die hängenden Triebe gelten dabei als Aushängeschild der Pflanze. Mit etwas Glück werden Zimmergärtner auch die kleinen, weißlichen Blüten bestaunen können.
Herkunft
Die ursprüngliche Heimat des Zebrakrautes liegt in den tropischen Urwäldern Mittelamerikas. Vorwiegend in Guatemala und Mexiko liegen die natürlichen Lebensräume der Zebrapflanze. Aber auch in südlicheren Gefilden, wie den Karibischen Inseln und Panama, sind natürliche Vorkommen des Zebrakrautes zu finden. Der bevorzugte Lebensraum liegt in den Tropenwäldern der flach gelegenen Landesteile. Dort gedeiht das Zebrakraut bei feuchtwarmem Klima, bevorzugt im Halbschatten.
Die schönsten Zebrakraut-Sorten im Überblick
Wer sich aufmerksam im Gartenfachhandel umschaut, wird auf verschiedene Sorten des Zebrakrautes treffen und kann damit für Abwechslung am Blumenfenster sorgen oder mehrere Ampeln im Zimmer aufhängen, um die Vielfalt der Tropenpflanze im eigenen Zuhause auf sich wirken zu lassen.

Tradescantia zebrina ‘Quadricolor‘
Diese Sorte ist die auffälligste und bunteste Variante in dieser Auswahl. Ihre länglichen Blätter tragen Streifen in Grün, Creme, Weiß und Rosa. Dadurch wirkt die Pflanze heller und verspielter als die klassischen silbrig-violetten Formen. Die Triebe wachsen mit der Zeit überhängend, weshalb die verschiedenen Farben besonders in einer Ampel gut zur Geltung kommen.
Tradescantia Zebrina ‘Purpusii‘
Bei diesem Zebrakraut geht es optisch in die entgegengesetzte Richtung. Ihre Blätter sind grünlich-violett, die Unterseiten tiefviolett. Die für Tradescantia zebrina typischen silbrigen Streifen treten deutlich weniger in den Vordergrund als bei der Art selbst. Dadurch erscheint ‚Purpusii‘ insgesamt dunkler, satter und wesentlich ruhiger als die mehrfarbige ‚Quadricolor‘.
Tradescantia Zebrina ‘Discolor‘
Sie liegt farblich dazwischen, sieht aber keineswegs wie eine abgeschwächte ‚Quadricolor‘ aus. Die glatten, zugespitzten Blätter besitzen eine grüne Grundfarbe mit metallisch grauen Streifen. Dazu kommen je nach Licht violette bis dunkelrote Sprenkel. Die Blattunterseiten sind dunkel purpurrot. Dadurch entsteht eher ein metallischer, etwas rauchiger Farbeindruck als ein bunt panaschierter. Junge Pflanzen wachsen zunächst etwas aufrechter und beginnen später zu hängen.
Tradescantia Zebrina ‘Fluminensis‘
Diese Zebrina fällt aus dieser Gruppe schon auf den ersten Blick heraus. Die Art hat kleinere, fleischige, eher ovale Blätter und ist in ihrer ursprünglichen Form überwiegend grün. Die Unterseiten zeigen Purpurtöne. Statt der silbernen Längsstreifen einer T. zebrina wirkt sie deshalb wesentlich schlichter und frischer grün. Ihre fleischigen Triebe wachsen kriechend und überhängend. Bunt gestreifte Pflanzen, die als T. fluminensis angeboten werden, gehören dagegen zu panaschierten Sorten und sind nicht mit der grünen Art gleichzusetzen.
Tradescantia Zebrina ‘Pallida‘
Bei Tradescantia pallida ‚Purpurea‘ verändert sich sogar die ganze Silhouette. Ihre Blätter werden etwa 8 bis 15 cm lang und sind wesentlich schmaler als die der Zebrina-Sorten. Dazu kommen violette Stängel und kräftig purpurfarbene Blätter beziehungsweise Blattunterseiten. Sie wirkt daher weniger wie eine gestreifte Ampelpflanze. Eher wie eine langblättrige, nahezu durchgehend violette Tradescantia. Rosa, dreizählige Blüten setzen dazu einen hübschen Kontrast.
Zebrakraut kultivieren
Standort

Wie es bei vielen Tropenpflanzen der Fall ist, benötigt das Zebrakraut einen hellen Standplatz, der nicht in der vollen Sonne liegt. Am Blumenfenster können weitere Zimmerpflanzen für eine Abschattung sorgen. Auch ein lichter Fensterbehang kann intensive Sonneneinstrahlung abhalten. Morgen- und Abendsonne dürfen auf die Pflanze treffen, vor der grellen Mittagssonne sollte die Zebrapflanze dagegen geschützt werden.
💡 Tipp:
Buntlaubige Sorten mögen es generell heller. Sorten mit vorherrschendem Blattgrün können hingegen dunkler stehen. Ein zu dunkler Stand kann jedoch zum Verblassen der Blattzeichnung führen.
Klima
Bei Zimmertemperatur, zwischen 20 und 24 Grad, fühlt sich das Zebrakraut am wohlsten. Im Sommer bekommt die Pflanze auch einen Standplatz auf dem Balkon oder der Terrasse. Es sollten allerdings relativ konstante Temperaturen herrschen und die direkte Sonneneinstrahlung ist auch hier weitgehend zu vermeiden.
💡 Tipp:
Besonders gut kommt Tradescantia zebrina als Ampelpflanze zur Geltung. Können Sie die Zebrapflanze nicht frei hängend im Raum unterbringen, eignet sich auch ein erhöhter Standort auf einem Regal oder einem Hocker. In einem gut beheizten Wintergarten können die Pflanzen auch kriechend in Erdbeeten wachsen.
Substrat
Das Zebrakraut zeigt sich recht anspruchslos gegenüber dem benötigten Substrat. Die Pflanzen können einfach in handelsübliche Zimmer- oder Kübelpflanzenerde gesetzt werden. Aber auch die Hydrokultur kann eine Option darstellen. Denn sind Tonminerale im Substrat enthalten, erhöht sich die Wasserspeicherkapazität des Bodens und die Pflanzen können langfristiger mit Flüssigkeit versorgt werden. Der leicht saure pH-Wert des Bodens kommt der Zebrapflanze ebenfalls entgegen.
Zebrakraut pflegen
Gießen
Die Tropenpflanze benötigt ausreichend Feuchtigkeit. Der Wurzelballen sollte nicht austrocknen und sich ständig feucht anfühlen. Wird zu intensiv bewässert, kann dies allerdings zu Staunässe führen. Diese wird von den Pflanzen nicht vertragen und lässt die Wurzeln faulen. Ein kurzzeitiges Austrocknen des Bodens wird von den Pflanzen hingegen in der Regel toleriert. Bei anhaltender Trockenheit verfärben sich die Blattränder jedoch bräunlich und beginnen zu vertrocknen.
Deshalb ist es gut, wenn die Pflanze hin und wieder eine lauwarme Dusche aus dem Wassersprüher erhält. Gegossen wird möglichst mit weichem, kalkarmem Wasser, bevorzugt aus der Regentonne. So können Sie Regenwasser sinnvoll nutzen und Trinkwasser einsparen. In den Wintermonaten wird die Bewässerung eingeschränkt. Komplett austrocknen sollte der Boden jedoch nicht.
💡 Tipp:
Jungpflanzen besitzen einen erhöhten Wasserbedarf. Die Erde sollten Sie deshalb gleichmäßig feucht halten. Staunässe können Sie vermeiden, indem Sie überschüssiges Wasser einige Minuten nach der Bewässerung aus dem Unterteller oder Übertopf abgießen.
Düngen
Der Nährstoffbedarf der Zebrapflanze ist nicht als übermäßig hoch einzustufen. Eine Düngung während der Wachstumsperiode sollte lediglich in vierwöchigen Abständen erfolgen. Im Winterhalbjahr wird hingegen nicht gedüngt.
Im ersten Standjahr wird sogar kein Dünger notwendig. Ab dem zweiten Jahr und nach dem erfolgten Umtopfen kann handelsüblicher Grünpflanzendünger zum Einsatz kommen. Diesen können Sie als Flüssigdünger direkt dem Gießwasser zugeben. Düngestäbchen werden im Erdreich versenkt und versorgen die Pflanze nachhaltig mit Nährstoffen.
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Rückschnitt
Während der Vegetationsperiode kann das Zebrakraut üppige Triebe ausbilden. Dies kann einen Rückschnitt erforderlich machen. Das Zebrakraut muss aber nicht zwingend gekürzt werden. Besonders junge Pflanzen dürfen ihre Ranken ungehindert ausbilden. Rückschnitte werden in der Regel von den Pflanzen jedoch gut vertragen. Im Frühling bietet es sich zum Beispiel an, ältere Pflanzen großzügig zurückzuschneiden. Dadurch kann die Verzweigung und ein buschiger Wuchs gefördert werden.
Umtopfen
Wird es dem Zebrakraut zu eng im Pflanztopf, sollten Sie es umtopfen. Die Notwendigkeit erkennen Sie daran, dass die Wurzeln aus dem Topfboden schauen und sich im Topf nur noch wenig Substrat erkennen lässt. Gehen Sie dann wie folgt vor:
- Pflanzgefäß bereitstellen (ein bis zwei Zentimeter größer als der Vorgänger)
- Pflanze aus dem alten Topf befreien
- Substrat entfernen
- Wurzelballen auf mögliche Schäden hin kontrollieren
- neuen Pflanztopf zu einem Drittel mit Substrat füllen
- Pflanze mittig in das Pflanzgefäß einsetzen
- Substrat bis zum Topfrand auffüllen
- Erde gut andrücken
- Pflanze hinreichend bewässern
Überwinterung
Im Winter darf das Zebrakraut kühler stehen. Die Temperaturen sollten allerdings nicht unter die 10-Grad-Marke abfallen. Der helle Winterstandplatz ist idealerweise zwischen 13 und 15 Grad temperiert. Die Düngung wird eingestellt, Wassergaben, wie bereits erwähnt, deutlich reduziert.
Zebrakraut vermehren

Das Zebrakraut kann recht unkompliziert vermehrt werden. Dafür müssen Sie nur Stecklinge schneiden. Stecklinge von älteren und verkahlten Pflanzen sind jedoch nicht lohnenswert. Daher empfiehlt es sich immer, bereits bei Jungpflanzen an die Vermehrung zu denken. Gehen Sie bei der Vermehrung einfach folgendermaßen vor:
Schneiden Sie im Frühling einfach einige Triebe von der Mutterpflanze ab. Achten Sie darauf, dass sich an den Trieben bereits einige Blätter befinden. Entfernen Sie die Blätter an der Unterseite der Triebe und geben Sie die Stecklinge in ein Wasserglas. Dieses wird hell und warm aufgestellt. Bereits nach wenigen Tagen sollten dann am Triebende die ersten Wurzeln erscheinen. Nach etwa zwei Wochen können Sie die Stecklinge in die Erde pflanzen. Schon nach wenigen Monaten werden Sie dann eine üppig wachsende Pflanze vor sich sehen.
Schädlinge und Krankheiten am Zebrakraut bekämpfen
Das Zebrakraut zeigt sich kaum anfällig für Schädlinge oder Krankheiten. Gelegentlich wird jedoch der Befall mit Blattläusen beobachtet. Die Parasiten saugen den Pflanzensaft aus und stechen dazu die Blätter an. Dabei kommt es auch zur Ausscheidung von Honigtau, einer klebrigen Masse, die als Erkennungszeichen für einen Blattlausbefall dienen kann. Unternehmen Sie nichts gegen die Blattläuse, kann eine Ansiedlung von Rußtaupilzen die Folge sein. Ist es zudem warm und trocken, vermehren sich Blattläuse rasant.
Bekämpfen können Sie die Blattläuse, indem Sie die Pflanze mit einem kräftigen Wasserstrahl abspülen. Stark befallende Triebe können Sie auch einkürzen. Ist der Befall weit fortgeschritten, helfen Präparate auf der Basis von Neemöl. Verlieren die Pflanzen plötzlich ihre Blätter, deutet dies auf einen Gießfehler oder eine falsch dosierte Düngermenge hin.
- Zur Bekämpfung von saugenden, beißenden und blattminierenden Insekten sowie Trauermücken und Kartoffelkäfern
- Wirksam gegen Blattläuse, Schildläuse, Spinnmilben, Weiße Fliege, Zikaden, Frostspanner
- Wirkt auch gegen Buchsbaumzünsler, Kartoffelkäfer, Buchsbaumzünsler, Schwammspinner, Eichenprozessionsspinner, uvm
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