Die Blaue Heckenkirsche ist nicht nur pflegeleicht, die Beeren sind obendrein gesundheitsfördernd. Wie Sie reichlich davon ernten können, erkläre ich hier.

Blaue Heckenkirsche
Die Beeren sind nicht nur lecker, sondern auch gesundheitsfördernd – © Enso / stock.adobe.com

Die Blaue Heckenkirsche kann als vielseitige Heckenbepflanzung Verwendung finden. Der Flachwurzler ist aber auch in Einzelstellung durchaus ein Hingucker. Dabei wächst er aufrecht und dicht verzweigt auf bis zu zwei Meter heran! Die trichterförmigen, gelben Blütenstände sind wiederum eine beliebte Bienenweide. Das Besondere sind aber die blauen Beerenfrüchte, denn sie sind nicht nur essbar, sondern auch noch sehr gesund.

🌍 Herkunft

Die Blaue Heckenkirsche zählt zu den Geißblattgewächsen. Es handelt sich um eine in Europa heimische Pflanze, die auch unter der Bezeichnung Blaue Doppelbeere bekannt ist. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich zwischen Spanien und Bulgarien. Vorkommen lassen sich auch in Asien und Nordamerika finden. Im alpinen Raum ist die Pflanze sogar bis auf 2.000 Höhenmeter anzutreffen. Die Pflanzen können obendrein ein Alter von 30 Jahren erreichen.





⭐ Besonderheiten

Während die Früchte der Roten Heckenkirsche giftig sind, sind die der Blauen Heckenkirsche essbar und sogar richtig gesund. Denn sie sind reich an Antioxidantien und enthalten Magnesium, Kalium und Phosphor. Sie können obendrein das Immunsystem stärken, die Verdauung unterstützen und zur Herzgesundheit beitragen.

Während die Wildform extrem säuerliche und bitterliche Beeren ausbildet, ähnelt der Geschmack der Sorten „Kamtchatica“ und „Edulis“ den der heimischen Himbeere. Das Tolle: Im heimischen Garten lassen sich jährlich bis zu drei Kilogramm Beeren ernten.

📋 Kurzer Steckbrief zur Blauen Heckenkirsche

Blaue Heckenkirsche (Lonicera caerulea)
Wuchsbreite: 1 bis 1,5 m
Wuchshöhe: 1,5 bis 2 m
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: durchlässiger Boden, leicht sauer
Besonderheit: blaue, essbare Beeren; sind reich an Antioxidantien und enthalten Magnesium, Kalium und Phosphor
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⛅ Den passenden Standort finden

Die dicht wachsenden Sträucher werden bevorzugt in Naturgärten angepflanzt. Dort überzeugen sie in Solitärstellung wie auch in Blütenhecken. An einem sonnigen bis halbschattigen Standort fühlt sich die Blaue Heckenkirsche dabei am wohlsten. Hier wachsen die Pflanze dann pro Jahr bis zu 30 Zentimeter.

🌱 Das ideale Substrat auswählen

Der Anspruch an den Boden ist eher gering. Am besten kommen die Pflanzen mit einem eher sauren und nährstoffarmen Boden, der gleichmäßig feucht gehalten wird, zu Recht.

👨🏻‍🌾 So pflanzen Sie die Blaue Heckenkirsche richtig

Die beste Pflanzzeit für den leicht zu kultivierenden Strauch ist der Herbst. Ebenso kann die Blaue Heckenkirsche aber auch im Frühling in den Boden gesetzt werden. Gehen Sie dabei einfach wie folgt vor:

  1. Standort auswählen.
  2. Boden von Unkraut, Wurzeln und Steinen befreien.
  3. Pflanzloch in doppelter Größe des Wurzelballens ausheben.
  4. Substrat mit Kompost, Hornmehl oder Hornspänen anreichern.
  5. Pflanze mittig in das Pflanzloch setzen.
  6. Aushub auffüllen und leicht andrücken.
  7. Pflanze um den Wurzelbereich mulchen.
  8. Pflanze gut angießen.

Tipp:
Für die Heckenpflanzung können Sie pro laufenden Meter drei Pflanzen einplanen.

💧 Pflege der Blauen Heckenkirsche

Blaue Heckenkirsche Pflege
Die Blaue Heckenkirsche ist sehr pflegeleicht – © Yarr / stock.adobe.com

◾ Gießen:

Die Blaue Heckenkirsche ist eine beliebte Anfängerpflanze. Ist der Strauch gut angewurzelt, kann er sich über den Boden mit Feuchtigkeit versorgen. An heißen Tagen und wenn längere Trockenperioden herrschen, sollten Wassergaben nicht versäumt werden.

◾ Düngen:

Haben Sie bereits bei der Pflanzung mit Kompost oder Hornmehl gedüngt, sind die Pflanzen für das erste Standjahr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. In den Folgejahren ist eine Gabe Hornmehl im Frühling für das gesamte Gartenjahr ausreichend. Alternativ dazu können Sie auch Hornspäne als Dünger nutzen.

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◾ Schneiden:

Nach der Blüte ist ein Formschnitt ratsam. Die abgeblühten Triebe werden dabei bis auf einen Seitentrieb eingekürzt. In der Regel ist der Schnitt der Blauen Heckenkirsche aber nicht zwingend erforderlich.

◾ Überwintern:

Für die Pflanze müssen keine Winterschutzmaßnahmen getroffen werden. Da die Blaue Heckenkirsche bevorzugt im alpinen und subalpinen Bereich wächst, ist sie an unser Klima optimal angepasst und bis – 40 Grad winterhart.

◾ Krankheiten und Schädlinge bekämpfen:

Die robusten Pflanzen bleiben weitgehend von Krankheiten und einem Schädlingsbefall verschont. Im Sommer können allerdings Blattläuse auftreten. Diese bevorzugen die frischen Triebe und Blätter, verursachen aber keine nachhaltigen Schäden.

Tipp:
Pflanzen Sie die Blaue Heckenkirsche im Halbschatten an, zeigt sie sich weniger anfällig für einen Blattlausbefall.

🌿 So können Sie die Blaue Heckenkirsche vermehren

Am einfachsten können Sie für mehr Blaue Heckenkirschen sorgen, indem Sie Stecklinge schneiden und vermehren. Die halbverholzten Stecklinge werden dafür im Sommer geschnitten und anschließend in Pflanztöpfen bewurzelt. Im kommenden Frühling können die Pflanzen dann schon in den Boden.

Wenn Sie hingegen Samen aussäen möchten, können Sie das im Frühling machen. Die Samen kommen dann direkt im Freiland in die Erde.

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Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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