Die Rote Heckenkirsche dient Vögeln, Insekten und Schmetterlingen gleichermaßen als Grundlage. Was es zu Standort und Pflege zu wissen gibt, lesen Sie hier.

Rote Heckenkirsche mit roten Beeren.
Beeren der Roten Heckenkirsche dienen als Vogelnahrung. © Marc / stock.adobe.com

Im Garten ist die Rote Heckenkirsche, die im Botanischen als „Lonicera xylosteum“ bezeichnet wird, hübsch anzusehen. Besonders für Vögel sind ihre roten Beeren eine gute Nahrungsquelle. Für den Mensch dagegen sind sie giftig.

Die auch als Gewöhnliche Heckenkirsche bezeichnete Pflanze kommt ursprünglich aus den Laubwäldern Mitteleuropas, doch auch im heimischen Garten findet sie immer öfter einen Platz. Der Blütenstrauch stammt aus der Familie der Geißblattgewächse und trägt vorwiegend im Spätsommer seine leuchtend roten Beeren.

Der Flachwurzler ist im Garten leicht zu pflegen und hält mehrere Jahre. Dank seiner auffällig roten Beeren, die den Garten zudem optisch aufwerten, wird er oft als Vogelschutzgehölz angepflanzt. Aber auch seine gelblich-weißen Blüten, die zwischen Mai und Juni blühen, stellen eine gute Nahrungsquelle für Insekten und Schmetterlinge dar.

Kurzer Steckbrief zur Roten Heckenkirsche

Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum)
Wuchsform: aufrechter Strauch, der buschig wächst
Wuchshöhe: 200 – 300 cm
Wuchsbreite: 200 – 300 cm
Wuchsgeschwindigkeit: 20 – 30 cm im Jahr
Wurzelsystem: Flachwurzler
Standort: Sonne bis Schatten
Boden: anspruchslos
Besonderheiten: Beeren für den Menschen giftig, hitzetolerant, verträgt trockene Standorte, winterhart
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Standort und Boden

Um eine Rote Heckenkirsche im Garten anzupflanzen, benötigt sie den richtigen Standort. Dieser befindet sich idealerweise in der Sonne oder im Halbschatten. Was den Boden angeht, sollte dieser nährstoffreich beschaffen sein, genügend Humus bieten und einen Anteil an Sand oder Ton aufweisen. Ferner ist es immer von Vorteil, wenn die Pflanze etwas Kalk erhält, denn dann gedeiht sie noch besser.

Sollte der Boden nicht entsprechend beschaffen sein, gibt es die Möglichkeit, ihn mit Kompost oder Hornspänen anzureichern. Gleichzeitig kann eine Mulchschicht aus Humus untergearbeitet werden. So kann die Pflanze Wärme und auch Wasser besser speichern.

Aber auch wenn Sie nicht über den idealen Boden verfügen, lohnt es sich, die Gemeine Heckenkirsche anzupflanzen, da der Strauch auch mit schlechteren Böden gut zurechtkommt.

Aussaat und Pflege

Ausgesät wird die Rote Heckenkirsche am besten im Frühjahr, denn dann kann sie bis zum Winter sehr gut Wurzeln schlagen. Dabei bleibt die Pflanze generell sehr pflegeleicht. Etwas Hornmehl genügt zur Düngung, ist es etwas länger trocken, muss sie zusätzlich gegossen werden.

Bezüglich des Schnitts wird empfohlen, sie nach der Blüte zurück zu schneiden und sie an dichten Stellen etwas auszulichten. So lässt sich eine schöne Wuchsform erreichen, die auch optisch einiges hermacht. Möchte man den Wuchs der Pflanze bezüglich der Breite beeinflussen, kürzt man einfach die Triebe ein, während sich die Rote Heckenkirsche noch im Wachstum befindet.

Verwendung

Da die Wurzeln der Roten Heckenkirsche sehr dicht wachsen, wird sie häufig als Bodenbefestigung eingesetzt. Doch auch in immer mehr Gärten ist sie durch ihre anziehenden Früchte für jene interessant, die Vögel, Schmetterlinge oder Insekten beobachten wollen.

Blüte der Roten Heckenkirsche.
Die Blüten sind bei Schmetterlingen und Insekten sehr beliebt. © Maryna / stock.adobe.com

Zudem ist sie häufig innerhalb von Begrünungsanlagen zu finden.

Ist die Rote Heckenkirsche anfällig für Krankheiten?

Generell ist die Rote Heckenkirsche nicht besonders anfällig für Krankheiten oder Schädlinge. Es kann jedoch vorkommen, dass sich Blattläuse auf ihr ausbreiten. Um dies zu vermeiden, wird sie am besten regelmäßig mit einer Jauche behandelt.

Giftigkeit der Beeren

Für Vögel ist der Verzehr der Beeren kein Problem, unterdessen wirken sie auf den Menschen giftig. Werden von den Beeren welche gegessen, kann es zu den folgenden Symptomen kommen:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Reizung des Verdauungssystems

Verursacht werden diese Erscheinungen durch die enthaltenen Saponine. Sie gelten als schwach giftig. Zu Vergiftungserscheinungen kommt es erst, wenn etwa 20 Beeren verzehrt wurden. Trotzdem ist der allgemeine Verzehr der Beeren nicht empfehlenswert.

Gartentipp des Tages!

Als zweifache Mutter lebe ich mit meiner Familie, Hund und Pferden auf dem Land. Nachhaltigkeit und ein angenehmes Miteinander sind mir besonders wichtig und werden in unserem Haushalt täglich vorgelebt. Genau wie meine Leidenschaft fürs Gärtnern und Schreiben.

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