Gartenpflege Boden & Kompost

Gartenboden optimal vorbereiten – Tipps für den Saisonstart

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Um den Garten für die neue Saison vorzubereiten, lockern Sie die Erde mit einem Grubber oder einer Grabegabel und düngen Sie ihn. Umgraben ist tabu.

Aussaat im gut vorbereiteter Gartenerde.
Bevor die Aussaat im Garten erfolgt, lockern und düngen Sie den Boden.

Nach der Winterpause geht es im März wieder rege in den Gärten zu. Eine neue Gartensaison ist angebrochen. Nun werden die Böden umfassend für die Aussaat vorbereitet. Umfassend heißt das konkret: die Erde wird gelockert und organischer Dünger wird darauf ausgebracht. So wird der Gartenboden zum einen gut belüftet und zum anderen werden die Bodenlebewesen mit Kompost oder natürlichem Dung aktiviert. Bis zur Aussaat setzen die Mikroorganismen dann aus dem natürlichen Dünger lebenswichtige Nährstoffe für die Pflanzen frei.

Warum nicht schon im Herbst den Boden vorbereiten?

Noch immer wird bei einigen Gartenfreunden die Auffassung geteilt, schon im Spätherbst den Boden für die Gartensaison im kommenden Jahr vorzubereiten. Hierbei wird nicht selten der Spaten tief angesetzt und die unteren Schichten des Mutterboden zuoberst gekehrt. Dadurch wird jedoch das Leben der Bodenlebewesen erheblich gestört.
Abweichend davon kann jedoch toniger Boden durchaus schon zum Saisonende umgegraben werden. Arbeiten Sie zur Lockerung Kompost oder abgelagerten Tierdung in die schwere Erde mit ein.

Gründüngung nach der Ernte zur Verbesserung des Boden

Gründüngung mit Lupine.
Gründünger, wie die Lupine, bietet Nährstoffe für Gewächse im naturnahen Garten.

Im Vorjahr der darauf folgenden Gartensaison können Sie Ihrer kompakten Erdscholle im Beet mit einer Gründüngung etwas gutes tun. Dafür eignet sich am besten die Zeit unmittelbar nach der Ernte im Sommer.

Feldsalat, Perser- oder Alexandrinerklee aber auch Lupine verbessern den Boden und schützen ihn vor Verschlemmung. Mit Knöllchenbakterien in ihren Wurzeln reichern beispielsweise Klee, Bohnen und Lupinen den Boden zusätzlich mit Stickstoff aus der Luft an. Vor dem Gemüseanbau im Frühjahr lockern Sie die Gartenerde mit einer Grabegabel oder einem Grubber nur noch auf.

Boden vorbereiten im Frühjahr ist unumgänglich

Nichts ist für den Ertrag von Gemüse aus dem Nutzgarten so wichtig wie eine optimale Bodenvorbereitung in Frühjahr. Der Boden wird lediglich mit einer Grabegabel oder einem Grubber gelockert. So wird der Lebensraum der Mikroorganismen und Kleinlebewesen in Boden geschont.

Was bewirken die Organismen im Boden?

  • Die Mikroorganismen setzen aus dem Humus und organischen Dünger die Nähstoffe für die Pflanzen frei. Hierbei handelt es sich vor allem um lebenswichtige Mineralien, wie Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen und andere mehr.
  • Regenwürmer durchmischen und belüften zusätzlich den Boden. Mit ihren vertikale Gängen erleichtern sie das Eindringen von Wasser in tiefere Bodenschichten, außerdem können Pflanzenwurzeln schneller in die Tiefe wachsen.

Den Garten am besten naturnah düngen

Gartenkralle im Einsatz
Schonend kann der Boden auch mit einer solchen Gartenkralle gelockert und gelüftet werden.
➫ Die gelösten Nährstoffe im anorganischen Dünger oder auch Kunstdünger genannt, werden von den Pflanzen in großen Mengen aufgenommen. Dadurch wird das Wachstum der Pflanzen sehr stark forciert. Sie werden schnell krankheits- und schädlingsanfallig. Und nicht nur das: Das Bodenleben wird geschwächt und überschüssige Nähstoffe werden ins Grundwasser gespült und belasten erheblich die Natur.

➫ Kompost oder organische Dünger (Pelletierter Dung) werden von den Bodenorganismen langsam abgebaut. Dadurch stehen die Nährstoffe nicht schlagartig zur Verfügung und die Pflanzen werden natürlich sanft versorgt.

Fazit: Heftiges Umgraben vor der Gartensaison schädigt das Bodenleben. Lockern Sie deshalb die Erde schonend auf und düngen Sie ihre Anbauflächen sanft mit einem organischen Dünger


Foto1: © amenic181 - Fotolia.com, Foto2: © ale_koziura - Fotolia.com, Foto3: © Phoenixpix - Fotolia.com

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