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Chia selbst anbauen – So gelingt die Anzucht der Wunderpflanze

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Für die alten Maya waren sie ein Grundnahrungsmittel, für uns sind sie ein Wundermittel: Chia-Samen. Aber wieso, weshalb, warum? Und kann man Chia selbst anbauen?

Chia-Samen sind extrem gesund
Chia-Samen sind extrem gesund

Immer wieder tauchen Nahrungsmittel in der Presse auf, die sich positiv auf unsere Gesundheit und unser Aussehen auswirken sollen. Vor einiger Zeit waren das zum Beispiel die Goji-Beeren oder die Acai-Beeren, die von vielen mittlerweile sogar im eigenen Garten angebaut werden. Aktuell sind aber die Chia-Samen in aller Munde, die jede Menge für unseren Körper bewirken sollen.

US-Promis wie Miranda Kerr, Gwyneth Paltrow oder auch Oprah Winfrey schwören mittlerweile auf dieses Nahrungsmittel. Es gehört sogar fest zu ihrem täglichen Speiseplan. Nicht zuletzt, weil die Chia-Samen sehr vielseitig einsetzbar sind, sondern weil sie vor allem auch beim Abnehmen helfen sollen.

Und das Tolle ist, dass man damit unzählige vegane Rezepte zubereiten kann, was den vielen gesundheitsbewussten Frauen sicher entgegenkommen dürfte. Außerdem haben die Samen einen neutralen Geschmack. So lassen sie sich für viele Speisen verwenden, ohne dass sie deren Aroma verändern. Doch was hat es wirklich mit diesem Wunder-Samen aus Mexiko auf sich?

Inhaltsstoffe der Chia-Samen

Bei Chia-Samen handelt es sich nicht um ein neu entdecktes Nahrungsmittel, denn in Mexiko weiß man schon seit einigen hundert Jahren über die positive Wirkung dieser Samen bescheid. Diese sollen sich auf vielfache Weise positiv auf unseren Organismus auswirken. Sie unterstützen ihn nicht nur beim Abnehmen, sondern stärken auch das Immunsystem, verbessern das Hautbild und zögern sogar den Alterungsprozess hinaus. Es muss sich also um ein wahres Wundermittel aus der Natur handeln.

Um diese außergewöhnlich vielen positiven Eigenschaften nachvollziehen zu können, sollten Sie einfach mal einen Blick auf die Inhaltsstoffe der Samen werfen: In erster Linie haben sie einen sehr hohen Gehalt an Protein, also Eiweiß, mit denen andere Getreidesorten oder Samen nicht mithalten können. Darüber hinaus ist auch ein hoher Anteil an Kalzium darin enthalten, sogar mehr als in Milch. Dazu kommen dann noch wertvolle Omega-Fettsäuren, Bor, Vitamin A, Vitamin E, Vitamin D, Vitamin K, Antioxidantien und Eisen.

Warum sind Chia-Samen so gesund?

Nachdem wir einen Blick auf die Inhaltsstoffe geworfen haben, sollte eigentlich klar sein, warum die Chia-Samen so gesund sind. Dennoch möchten wir auf die Wichtigkeit einiger spezieller Inhaltsstoffe noch einmal genauer eingehen.

➤ Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren:

Unser Körper benötigt essentielle Fettsäuren, doch Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren kann der Organismus nicht selbst herstellen. Fisch wäre das Nahrungsmittel Nummer 1, wenn es um deren Zufuhr geht, doch nicht jeder mag ihn. Chia-Samen sind da eine perfekte Alternative. Sie haben sogar noch einen viel höheren Gehalt an Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren als Fisch. Da kann selbst der Lachs nicht mithalten.

Und genau diese Stoffe braucht unser Körper. Zum einen, um für einen ausgeglichenen Blutdruck zu sorgen, und zum anderen zum Schutz vor Herzerkrankungen. Chia-Samen helfen darüber hinaus auch geschädigtes Gewebe zu reparieren, der Zuckerkrankheit vorzubeugen und schädliche Bakterien aus dem Magen-Darm-Trakt zu befördern.

➤ Antioxidantien:

Wenn es um Mittel gegen die Alterung geht, dann werden die meisten hellhörig. Für den Anti-Aging-Effekt des Chia-Samens sind die darin enthaltenen Antioxidantien verantwortlich. Diese schützen unsere Zellen vor äußeren Einflüssen (wie z.B. der UV-Strahlung), welche die Hautalterung beschleunigen. Die antioxidantischen Eigenschaften des Chia-Samens sind sogar besser als die der Goji-Beere oder der Heidelbeere.

Chia-Samen helfen beim Abnehmen

Chia-SamenAufmerksamkeit erregt, haben die Chia-Samen aber nicht nur wegen ihren gesunden Inhaltsstoffen, sondern vor allem wegen ihrer unterstützenden Wirkung bei der Gewichtsreduktion. Das liegt daran, dass dieses Lebensmittel besonders lange sättigt, so dass man die Zufuhr an Nahrungsmitteln problemlos reduzieren kann, ohne dabei ständig ein Hungergefühl zu haben.

Dazu müssen die Samen vor der Verwendung einfach in Wasser aufgeweicht werden, damit das so genannte Chia-Gel entsteht (siehe Bild). Aufgrund der Konsistenz füllen die gelierten Samen dann den Magen sehr lange. Darüber hinaus wird die Umwandlung von Kohlenhydrate in Zucker gebremst. So bleibt die Energie im Körper länger erhalten, was in erster Linie Sportlern zugute kommt.

Chia selbst anbauen

Na, sind Sie neugierig geworden? Dann kaufen Sie sich die Samen doch einfach mal im Reformhaus. Oder aber Sie bauen Chia selber an. Hier eine Anleitung dazu:

➥ Schritt 1:

Die Chia-Samen sollten Sie im Frühjahr im Haus vorziehen (Lesetipp: Samen aussäen – 4 einfache Möglichkeiten vorgestellt). Optimal ist dabei eine Einzelkornaussaat. Die Samen sollten Sie nur mit ein wenig Erde bedecken und anschließend immer schön feucht halten. Staunässe sollten Sie aber unbedingt vermeiden!

➥ Schritt 2:

Haben die Pflänzchen ungefähr eine Größe von 5 Zentimeter erreicht, können Sie diese in den Garten pflanzen. Der Standort sollte hier sonnig bis halbschattig sein.

Tipp:
Die Chia-Pflänzchen können Sie auch in Kübel umsetzen. Allerdings sollten Sie dann darauf achten, dass im Kübel niemals Staunässe entsteht.

➥ Schritt 3:

Nun heißt es abwarten. Im September werden die Chia-Pflanzen dann herrlich blühen. Im Herbst (September bis November) können Sie dann die Samen ernten.


Foto1: © Marek - Fotolia.com, Foto2: © hjschneider - Fotolia.com

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