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Cosmea pflanzen, pflegen und vermehren

Das Schmuckkörbchen gehört zu den schönsten Sommerblumen. Denn sie erfreuen uns mit ihren vielen bunten Blüten. Zudem locken sie nützliche Insekten an.

Cosmea
© LianeM / stock.adobe.com

Mit ihren farbenfrohen, filigranen Blüten ist die Cosmea (Cosmos bipinnatus) ein wahrer Hingucker im Beet. Das Schmuckkörbchen ist pflegeleicht und kann auch im Kübel auf Balkon und Terrasse überzeugen. In vielen farbenprächtigen Sorten erhältlich lassen sich die Sommerblumen hübsch arrangieren und eignen sich auch als Schnittblume.

Herkunft der Cosmea

Die Cosmea stammt ursprünglich aus Brasilien und Mexiko. Die deutsche Bezeichnung „Schmuckkörbchen“ deutet auf die schlichte Schönheit der einfachen Schalenblüten hin. Cosmeen zählen zu den Korbblütengewächsen und bilden dort die etwa 30 Arten umfassende Gattung Cosmos.

Passender Standort für die Cosmea

Damit sich der Hobbygärtner an der üppigen Blüte des Schmuckkörbchens erfreuen kann, muss ein vollsonniger Standplatz gefunden werden. Bereits an einem halbschattigen Standort wird sich die Blühfreudigkeit merklich verringern. Um die filigranen Blüten möglichst lange zu erhalten, ist ein windgeschützter Stand von Vorteil.

Willkommene Beetnachbarn des Schmuckkörbchens sind Astern, Schleierkraut oder Rittersporn.

Ideales Substrat für die Cosmea

Ein lockerer und durchlässiger Boden bietet der Cosmea die idealen Wachstumsbedingungen. Die genügsame Pflanze entwickelt sich in einem weniger nahrhaften Boden am besten.

Sie können einen verdichteten Boden auflockern, indem Sie Sand oder Kies untermischen. Staunässe ist für die Pflanze gefährlich. Wird das Schmuckkörbchen im Kübel kultiviert, eignet sich Rhododendronerde, die mit etwas Sand vermischt wird.

Cosmea pflanzen

Das Schmuckkörbchen kann direkt ausgesät, im Zimmer vorkultiviert oder als handelsübliche Topfware erworben und anschließend gepflanzt werden.

Cosmea im Zimmer vorziehen

Im März kann damit begonnen werden, die Pflanzen im warmen Zimmer vorzuziehen.

Dabei ist wie folgt vorzugehen:

1. Pflanztöpfe mit Anzuchterde füllen
2. Samen auf dem Substrat verteilen
3. Samen leicht mit Substrat bedecken
4. Pflanztöpfe hell und warm aufstellen
5. Samen gleichmäßig feucht halte
6. Keimung abwarten

Damit sich kräftige Jungpflanzen entwickeln, sind die Pflanztöpfe nicht zu warm aufzustellen. Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad sind ideal. Dann wird die Keimung nach etwa zwei Wochen einsetzen.

Tipp: Durch die Abdeckung mit Folie oder Glas lässt sich die Keimung beschleunigen.

Die Pflanztöpfe sind gleichmäßig feucht zu halten. Dies gelingt am besten durch Besprühen. So werden die Samen nicht aus der Erde gespült.

Cosmea direkt im Beet aussäen

Cosmea aussäen
Aus vertrockneten Blüten der Cosmea können Samen gewonnen werden – © pho2515 / stock.adobe.com

Neben der Vorzucht im Zimmer ist auch die Direktaussaat im Freiland möglich. Es sollte jedoch nicht vor Mitte Mai gesät werden, damit die Sämlinge nicht von Spätfrösten überrascht und vernichtet werden.

So gehen Sie dabei vor:

1. Standort auswählen
2. Boden vorbereiten
3. Boden aufwerten
4. Samen auf dem Substrat verteilen
5. Samen mit Substrat bedecken
6. Samen leicht angießen
7. Austrieb abwarten
8. Jungpflanzen vereinzeln

Bevor mit der Aussaat begonnen wird, ist das Beet gut durch zu harken. Wurzeln, Steine und Unkraut sind aus dem Boden zu entfernen. Eine Zugabe von Kompost und Hornspänen wertet das Substrat auf. Die Pflanzen können sich nach Bedarf mit Nährstoffen versorgen und benötigen keinen weiteren Dünger.

Nachdem die Samen breitwürfig auf dem Beet verteilt wurden, ist der Boden mit Substrat zu bedecken. Dies lässt sich am besten mit einem Rechen bewerkstelligen. Die Erdschicht sollte etwa einen halben Zentimeter betragen. Sind die Jungpflanzen auf fünf bis zehn Zentimeter herangewachsen, werden die kräftigsten Pflanzen im Beet belassen und auf Abstände von 30 Zentimeter vereinzelt.

Cosmea im Freiland pflanzen

Topfpflanzen können ab Mitte Mai ins Freiland gesetzt werden. Dabei hat sich die Gruppenpflanzung bewährt. Die Bodenvorbereitung entspricht dem bei der Aussaat beschriebenen Vorgehen.

Anschließend sind folgende Arbeitsschritte notwendig:

1. kleine Pflanzlöcher graben
2. Abstand von 30 cm einhalten
3. Jungpflanzen aus den Pflanztöpfen nehmen
4. Wurzeln gleichmäßig einkürzen
5. Pflanzen so tief in den Boden setzen, wie sie im Pflanztopf standen
6. Substrat auffüllen
7. Pflanzen gut angießen

Tipp: Abhängig von der Sorte kann eine Pflanzstütze notwendig werden.

Cosmea im Kübel pflanzen

Aufgrund der dauerhaften Blüte ist die Kübelpflanzung eine beliebte Form der Kultivierung.

Dabei gilt es, folgendes zu beachten:

1. Pflanzgefäß in ausreichender Größe auswählen.
2. Gefäßboden mit einer Drainage bedecken.
3. Substrat mit Sand vermengen und auflockern.
4. Bei höheren Sorten Pflanzstütze anbringen.

Als Drainage eignen sich Tonscherben, Kies oder Lavagranulat. Bei der Kultivierung im Kübel ist der höhere Wasser- und Nährstoffbedarf zu beachten.

Beliebte Sorten im Überblick

Wird auf verschiedene Sorten zurückgegriffen, lassen sich diese entsprechend ihrer Größe und Blütenfarbe ansprechend im Beet oder Kübel anordnen.

Folgende Tabelle gibt einen kleinen Einblick in die Sortenvielfalt:

SorteBlütenfarbeWuchshöhe in cm
Sonata Whiteweiß50 bis 60
Pink Popsocksrosa50 bis 60
Roggli Rotrot80 bis 100
Sea Shells Redrosa und rot60 bis 70
Double Click Rose Bonbonrosa60 bis 90
Picoteeweiß und Magenta80 bis 100
Sunset Yellowgelb70 bis 80

Cosmea pflegen

Cosmea richtig gießen

Sind die Pflanzen gut angewachsen, kann ihnen auch kurzzeitige Trockenheit nichts anhaben. Um die Blütenfülle zu gewährleisten, ist regelmäßig zu bewässern. Dies gilt besonders für Pflanzen im Kübel. Deren Flüssigkeitsbedarf ist höher, sodass Sie täglich gießen müssen.

Bei Freilandpflanzen darf die Erdoberfläche zwischen den einzelnen Wassergaben gut antrocknen.

Tipp: Das Schmuckkörbchen verträgt keine übermäßig feuchten Blätter. Daher wird die Pflanze von unten gegossen.

Cosmea richtig düngen

Aufgrund des geringen Nährstoffbedarfs benötigt die Cosmea im Freiland keine zusätzliche Düngung. Wurde bei der Pflanzung reifer Kompost eingearbeitet, ist die Pflanze ausreichend mit Nährstoffen versorgt.

Dem höheren Nährstoffbedarf von Kübelpflanzen kommt der Hobbygärtner mit einer gelegentlichen Portion Flüssigdünger im Gießwasser entgegen.

Cosmea schneiden

Cosmea schneiden
© maximapryatin / stock.adobe.com

Um die Blütenbildung anzuregen, sind verwelkte Blütenköpfe regelmäßig zu entfernen. Ein gelegentlicher Rückschnitt begünstigt einen buschigeren Wuchs. Soll die Cosmea als Schnittblume dienen, ist der Schnitt am Morgen ratsam. Bevorzugt wird an trockenen Tagen geschnitten.

Sind die Blüten nass, halten sie weniger lange in der Vase. Die Stielenden werden mit dem Messer schräg angeschnitten. Blätter und Knospen, die ins Wasser reichen werden entfernt, damit sich kein Schimmel bilden kann. Das Blumenwasser sollte alle zwei bis drei Tage erneuert werden.

Tipp: Eine Prise Zucker im Blumenwasser hält das Schmuckkörbchen länger frisch.

Cosmea vermehren

Wer seine Schmuckkörbchen vermehren möchte, kann die Blüten an der Pflanze belassen und die kleinen Samenkapseln absammeln. Die Aussaat kann dann wie bereits beschrieben ablaufen.

Werden die Samenkapseln nicht entfernt, sorgt die Cosmea selbstständig für ihre Vermehrung und sät sich selber aus. Da die Samen vom Wind und von Insekten davongetragen werden, überrascht die Blüte vermutlich im nächsten Jahr an eher ungewöhnlichen und vielleicht auch unerwünschten Standorten. Daher sollte vorzugsweise die gezielte Vermehrung durch Aussaat erfolgen.

Krankheiten und Schädlinge an der Cosmea erkennen

Der größte Feind der Pflanze sind die Schnecken. Besonders Jungpflanzen stehen auf dem Speiseplan von Nacktschnecken. Dabei wird selten etwas vom Schmuckkörbchen übrig gelassen.

Daher ist es ratsam, einem Schneckenbefall bereits bei der Pflanzung vorzubeugen.

Diese Maßnahmen können ergriffen werden:

  • Pflanzen über Nacht mit einem großen Joghurtbecher oder einer Saathaube abdecken
  • Schneckenzäune aufstellen
  • Bierfallen um die Pflanzen platzieren
  • Kaffeesatz um die Pflanzen ausstreuen
  • Wanderschranken aus Reisig, Hobelspänen oder Kies errichten

Am Morgen können die nachtaktiven Schnecken von den Pflanzen gesammelt werden. Gegossen wird ebenfalls in den frühen Morgenstunden.

Bei heißer und trockener Witterung können die Pflanzen von Mehltau befallen werden. Ebenso kommt es häufiger zu einem Befall mit Blattläusen. Entwickeln die Pflanzen viel Laub, lassen aber die Blüten vermissen, liegen Pflegefehler vor. Entweder ist der Boden überdüngt oder der Standplatz zu schattig.

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