Gartengestaltung Pool

Effektive Reinigung des eigenen Gartenpools – so klappt’s!

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Trübes Wasser, Insekten und Laub an der Oberfläche – in so einen Pool möchte niemand steigen. Für einen sauberen Pool bleibt stete Reinigung nicht aus.

Swimming Pool reinigen
© Dmitry Yakunin – Fotolia.com
Wasser ist Leben. Das gilt natürlich auch für das Wasser im eigenen Pool. Allerdings sollte sich im Poolwasser nicht zu viel Leben befinden, denn Keime, Viren und Bakterien sind ebenso Lebewesen. Daneben finden sich in einem Schwimmbecken in recht kurzer Zeit weitere Einträge aus der Umgebung, wie etwa Staub, Blätter, Pollen oder Insekten. Ohne eine effektive Reinigung wird aus dem Pool mit glasklarem Wasser in recht kurzer Zeit ein vor Leben überquellendes Biotop mit eher grünlicher Färbung.

Was kann dagegen unternommen werden?

Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Möglichkeiten, das Poolwasser klar und das Becken selbst sauber zu halten. Es gibt jedoch nicht das „Wundermittel“, das einfach in das Becken gekippt wird und alles ist gut. Es gibt ebenso wenig einzelne Geräte, die es ganz allein schaffen, den Pool zu reinigen. Auch der Poolroboter steht für sich allein auf verlorenem Posten. Vielmehr ist Poolreinigung die Kombination verschiedener Methoden, wobei es natürlich auf das Volumen ankommt, das es zu bewältigen gilt. Kleine Planschbecken lassen sich am besten säubern, indem zwischen einem Wasserwechsel der Kinderpool mit Wasser und etwas Reinigungsmittel abgewischt wird. Etwa ab 3000 Litern Fassungsvermögen ist der Einsatz von Filterpumpen interessant.

Pumpen zur Umwälzung und Filterung des Wassers

Da einem Swimmingpool der Zu- und Ablauf natürlicher Gewässer fehlt, die zur Reinigung beitragen, wird dies mit einer Filterpumpe nachgeahmt. Dafür gibt es Pumpen-Filter-Kombinationen, die zum Beispiel mit einem Filtervlies in Form einer Kartusche arbeiten. Bis zu einem gewissen Volumen reichen diese Anlagen durchaus aus, bei größeren Wassermengen ist es jedoch erforderlich, Pumpen mit höherer Leistung und einem effektiveren Filter zu verwenden. Dafür gibt es zum Beispiel Sandfilteranlagen in verschiedenen Leistungsklassen.

In Sandfilteranlagen wird das zu reinigende Poolwasser durch eine Schicht Quarzsand gepresst, wobei selbst kleinste Partikel hängen bleiben. Das nun wieder glasklare Wasser gelangt zurück in den Pool. Als Faustregel gilt es, das Volumen an Poolwasser während des Badebetriebs täglich zweimal komplett umzuwälzen. Dementsprechend muss die Pumpe der Sandfilteranlage die entsprechende Leistung bringen können.

Mechanische Reinigung des Pools

Pool Roboter
© Igor – Fotolia.com
Ein Pool besitzt eine große Oberfläche, auf der die Verschmutzungen aus der Luft zunächst landen und je nach Gewicht, zumindest die erste Zeit, schwimmen. Diese schwimmenden Festkörper lassen sich gut mit einem Skimmer abschöpfen. Der Skimmer schwimmt im Becken und besitzt einen dicht an der Wasseroberfläche befindlichen Einlass. Am unteren Ende ist er mit der Umwälzpumpe verbunden oder besitzt eine eigene Pumpe. Zusammen mit dem Oberflächenwasser fließen die Festkörper zum Skimmer und werden in ihm herausgefiltert.

Trotz eines Skimmers wird auch der Einsatz eines Keschers unerlässlich sein, um etwa herabgefallene Blätter aus dem Wasser zu holen oder einfach das Spielzeug, das die Kinder im Pool vergessen haben. Anhaftungen an den Poolwänden und am Boden lassen sich mit einer entsprechenden Bürste oder mittels des bereits erwähnten Poolroboters entfernen.

Chemische / elektrotechnische Reinigung des Gartenpools

Es gibt verschiedene Methoden, die Keimbelastung des Wassers zu reduzieren. So etwa die UV-Filterung oder die Nutzung von Wasserstoffperoxid, beziehungsweise von Aktivkohlefiltern. Die Problematik hierbei ist, dass diese Mittel nur begrenzt wirken und recht teuer sind. Das nach wie vor beste Mittel zur chemischen Reinigung des Poolwassers mit der größten Breitbandwirkung ist Chlor. Auch wenn viel über die Gefahren dieses Stoffes geredet wird, sollte bedacht werden, dass stark verdünntes Chlor seit mehreren Jahrzehnten weltweit in Millionen öffentlicher und privater Pools eingesetzt wird. Bei richtiger Anwendung, das zeigt die Vergangenheit, ist Chlor zur Desinfizierung des Poolwassers das beste und effektivste Mittel.

Vorsorge zur Poolreinigung

Der beste Schmutz ist der, der nicht beseitigt werden muss. Der Mensch selbst kann dabei einiges dafür tun, das Poolwasser sauber zu halten. So etwa die Nutzung einer Poolabdeckung während der Nacht und der badefreien Tage. Aber auch das Duschen vor dem Schwimmen hilft viel, um die Wasserqualität zu erhalten. Hierbei geht es nicht um die eventuell vernachlässigte Hygiene des Einzelnen. Es geht vielmehr um Harnstoffe, die auch der reinlichste Mensch auf seiner Haut bildet. Diese Harnstoffe reagieren im Wasser und gehen neue chemische Verbindungen ein. Darum ist es besser vor der Erfrischung im Pool zu duschen. Auch übermäßige Anteile an Sonnencremes gelangen so erst gar nicht unnötig ins Wasser. Auch sollte man einige Aspekte beachten, wenn man den Pool winterfest machen möchte.

Gleichzeitig sollten die Füße, mittels eines extra am Beckenrand stehenden Fußbades, vor dem Einstieg in den Pool gesäubert werden. Die Sohlen nackter Füße haben einen erheblichen Anteil an dem, was an Verschmutzungen in den Swimmingpool gelangen kann, zum Beispiel Gras oder Sand. Werden diese Vorsorgemaßnahmen beachtet und wird der Pool zudem noch regelmäßig gereinigt und desinfiziert, sollte einem ausgedehnten Badevergnügen nichts mehr im Wege stehen.


Foto1: © Dmitry Yakunin - Fotolia.com, Foto2: © Igor - Fotolia.com

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