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Federbuschstrauch pflegen – vom Gießen bis zum Überwintern

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Der Federbuschstrauch, ein Zaubernussgewächs, braucht schon eine gewisse Aufmerksamkeit, wenn er prächtig wachsen soll. Worauf zu achten ist, erklären wir hier.

Federbuschstrauch pflegen
© Fotolyse – Fotolia.com
Der Federbuschstrauch (Fothergilla), der zu den Zaubernussgewächsen gehört, ist bei Gärtnern und Naturliebhabern nicht ohne Grund sehr beliebt. Der aus Nordamerika stammende Strauch trägt flaschenbürstenartige Blüten im Sommer und Herbst, die sich zum Jahresende hin in Orange-, Rot-, und Rosa-Tönen einfärben und damit für ein wahres Farbspektakel im Garten sorgen. Auch der zarte, aber sich im ganzen Garten verteilende Duft spricht viele Menschen an. Kein Wunder also, dass immer mehr Hobby-Gärtner und Liebhaber der Pflanze sich darüber informieren wollen, wie das Gewächs richtig gepflegt wird – denn ohne die artgerechte Pflege erblüht selbst der größte Federbuschstrauch nicht ansehnlich, und erhält schon bald eine ungesunde Optik. Doch wie genau geht man bei der Pflege der Pflanze vor?

Was für die richtige Pflege wichtig ist

Wer die beiden Arten des Federbuschstrauches kennt – den großen Federbuschstrauch und den erlenblättrigen Federbuschstrauch – weiß, dass diese nur sehr langsam wachsen. Dafür können sie je nach Art etwa ein bis zwei Meter breit werden und etwa einen, beziehungsweise zwei Meter hoch wachsen. Der Strauch trägt nach seiner Blütezeit – die übrigens zeitgleich mit dem Laubaustrieb meist im Mai beginnt – Fruchtkapseln, deren Form an Federn erinnert.

Das Gewächs kann gut mit Rhododendren kombiniert werden, sofern man den Platzbedarf des Gewächses stets beachtet. Blühen beide Straucharten, erstrahlt der Garten in einem einzigartigen Farbenspiel – daher setzen viele Gärtner auch beide Büsche gleichzeitig und nebeneinander ein.

Federbuschstrauch gießen – Wie viel?

Ein Federbuschstrauch verträgt es absolut nicht, wenn er Trockenperioden und übermäßiger Hitze, sowie zu viel Sonne ausgesetzt ist. Hier könnte er nicht nur einen Sonnenbrand bekommen, sondern auch vertrocknen, sofern die Wurzeln durch die Trockenzeit angegriffen wurden. Aus diesem Grund sollte der Federbuschstrauch stets gut gewässert werden – dabei ist Wasser zu wählen, das möglichst wenig Kalk enthält. Am besten ist, wenn der Boden um den Federbuschstrauch feucht gehalten werden kann. Es lohnt sich also, regelmäßig Torf in die Erde um den Federbuschstrauch herum mit einzubringen. Torf speichert Feuchtigkeit besonders gut und lange. Steht eine längere Hitzewelle oder Trockenperiode an, sollte man mit häufigem und vor allem regelmäßigem Gießen einer Austrocknung vorbeugen. Wer möchte, kann auch Erde mit Moor-Gehalt in die Erde um den Strauch herum mit einbringen, um die Feuchtigkeit noch weiter zu verbessern. Ein lockerer, durchlässiger Boden verhilft dem Busch zusätzlich zur erleichterten Wasser- und Nährstoffaufnahme.

Wertvolle Nährstoffe für den Federbuschstrauch

Nicht nur viel Feuchtigkeit benötigt der Federbuschstrauch, sondern auch wertvolle Nährstoffe – diese verhelfen dem Strauch zu einem gesunden und eifrigen Wachstum. Besonders für das Erblühen und Tragen der Fruchtkapseln, sowie die Duftbildung ist es wichtig, dem Federbuschstrauch eine Menge Nährstoffe zuzuführen. Führt man regelmäßig torfhaltige Erde zu, enthält diese an sich schon viele wichtige Nährstoffe. Es schadet jedoch nicht, direkt nach dem Pflanzen einen speziellen Dünger einzusetzen, der auch für Rhododendren gedacht ist. Nach dem ersten Überwintern empfiehlt es sich dann, ein zweites Mal zu düngen, sobald der Winter dem Frühling weicht. Wer dem Strauch extra viel Pflege zukommen lassen möchte, wiederholt dies im späten Sommer – ansonsten reicht das Düngen einmal im Jahr vollkommen aus. Auch Kompost darf ruhig mit in die Erde des Federbuschstrauches integriert werden, wenn man dessen Blütenbildung und Wachstum optimal unterstützen möchte.

Was ist beim Schneiden zu beachten?

Weil der Federbuschstrauch eher langsam wächst, erholt er sich von einem radikalen Schnitt nicht allzu gut – geht man zu intensiv vor, kann es sogar passieren, dass dies dem Federbuschstrauch langfristig schadet. Daher gilt bei dieser Pflanzenart: Weniger ist in Sachen Beschneiden mehr. Vor allem bei Jungpflanzen ist dieser Gedanke vollkommen umzusetzen – denn die jungen Federbuschsträuche sollten in ihren ersten zwei Lebensjahren absolut nicht geschnitten werden. Ist der Federbuschstrauch in einem Jahr besonders üppig gewachsen und hat er viele Triebe ausgebildet, kann er bei Belieben leicht ausgelichtet werden. Dies ist am besten nach der Blütezeit, am besten zu Herbstbeginn durchzuführen.

Ebenso ist es wichtig, abgestorbene Äste des Federbuschstrauchs so bald wie möglich zu entfernen – dies gilt ebenfalls für schief wachsende Äste, die der gewollten Optik nicht ganz entsprechen.

Federbusch überwintern

Obwohl der Federbuschstrauch Witterungen nicht immer trotzen kann, überwintert er selbst bei Minustemperaturen recht gut. Frost und Kälte können einem nicht allzu jungen Strauch dieser Art nichts anhaben. Trotzdem kann es helfen, ein paar Vorbereitungen bei anstehenden Wintermonaten zu treffen, damit vor allem junge Bäume im Frühling weiter wachsen können. Ein Weißanstrich mit Kalk ist bei Jungbäumen beispielsweise gut geeignet, um Risse am Stamm zu verhindern. Auch ist es sinnvoll, Reisig, Laub, Tannenzweige oder Mulch auf den Wurzelbereich des Strauches auszubreiten. Dadurch sind sie besser vor Frost unter der Erde geschützt und man verhindert, dass der Strauch abstirbt.

Wer seinen Federbuschstrauch in einem Kübel auf der Terrasse oder dem Balkon hält, sollte sogar etwas mehr Vorkehrungen zum Überwintern der Pflanze treffen – denn die Kälte kann die Wurzeln im Kübel besser erreichen, als unter der Erde im Garten. Eine Schicht aus Filz um den Kübel herum, etwas Mulch auf der Erde und Tannenzweige um den gesamten Wurzelballen im Kübel herum sollte helfen, den draußen überwinternden Federbuschstrauch im Kübel zu schützen.

Federbuschsstrauch Pflegetipps in der Übersicht

  • Erde sollte regelmäßig aufgelockert und mit Torf angereichert werden
  • Regelmäßiges Düngen mit Rhododendron-Dünger von Vorteil
  • häufiges Gießen erwünscht
  • zum Überwintern der Jungpflanzen nur Weißanstrich und Reisig notwendig
  • ältere Federbuschsträuche mit Mulch abdecken, um sie überwintern zu lassen
  • Beschneiden nur zum Auslichten vornehmen
  • radikaler Rückschnitt schädigt Pflanze
  • Jungpflanzen sollten wegen dem sehr langsamen Wachstum erst nach zwei Jahren beschnitten werden, und das möglichst wenig
    Schnitte nach der Blütezeit möglichst bis zum Herbst vornehmen
  • ausgetrocknete oder abgestorbene Äste möglichst bald entfernen, um Schädlinge von der Pflanze fernzuhalten
  • vor Witterungen schützen

Foto1: © Fotolyse - Fotolia.com

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