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Feuersalbei Pflege: Tipps zum Düngen, Überwintern & Vermehren

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Wer nach einem echten Hingucker für Balkon oder Terrasse sucht, ist mit dem Feuersalbei bestens beraten. Denn seine feuerroten Blüten sind wahrlich ein Blickfang.

Feuersalbei
© sakchaiphoto / stock.adobe.com

Auf der Suche nach einer farbenfrohen und pflegeleichten Zierpflanze bringt sich der Feuersalbei ins Spiel. Der blühfreudige Exot bietet sich nicht nur für das Beet, sondern auch für Blumenkästen und -kübel an. Dort überzeugt er vor allem mit seinen leuchtend roten Blütenständen. Mittlerweile sind aber auch schon rosa- oder lila-blühende Züchtungen erhältlich. Wie es Ihnen prinzipiell auch ohne grünen Daumen gelingt, den Feuersalbei erfolgreich zu kultivieren, möchten wir Ihnen hier einmal ganz genau erklären.

Besonderheiten des Feuersalbeis

Der Feuersalbei ist in den Regenwäldern Brasiliens zuhause und wächst dort bis zu 40 Zentimeter hoch. Aus einigen Quellen wird von einer psychedelischen Wirkung der Pflanzen berichtet. Belege oder Erklärungen für den nach dem Konsum des Feuersalbei eintretenden entspannenden Effekt fehlen aber bislang. Die Volksmedizin beruft sich jedoch auf die angstlösende Wirkung des Feuersalbeis und bringt das Gewächs auch aufgrund seiner antimikrobiellen Eigenschaften ins Gespräch.

Den passenden Standort finden

Der Feuersalbei liebt einen Standort, der seiner tropischen Heimat weitgehend entspricht. Die Pflanzen bevorzugen also einen hellen und sonnigen Stand, gedeihen aber auch im Halbschatten. Allerdings wird der Feuersalbei nur mit seiner Blütenpracht zu überzeugen wissen, wenn er ausreichend Licht abbekommt.

Das ideale Substrat auswählen

Die Ansprüche bezüglich des Substrats sind gering. Der Feuersalbei gedeiht demnach in allen Gartenböden. Lediglich zu schwere und undurchlässige Böden sollten Sie am besten mit etwas Sand oder Kies auflockern. Ein humushaltiger und gut durchlässiger Boden ist hingegen generell optimal für den Feuersalbei. Die Pflanzen lassen sich aber auch auf feuchten und kalkhaltigen Böden kultivieren.

Tipp:
Gegen Staunässe hilft eine Drainage aus Tonscherben oder Lavagranulat.

Feuersalbei pflanzen – Schritt für Schritt erklärt

  1. Standort auswählen.
  2. Boden vorbereiten.
  3. Pflanzloch ausheben.
  4. Drainage anlegen.
  5. Pflanze einsetzen.
  6. Aushub auffüllen.
  7. Erde gut andrücken.
  8. Pflanze wässern.

Bei der Kultivierung im Kübel müssen Sie auf ausreichend Abzugslöcher im Gefäßboden achten, damit das Gießwasser gut abfließen kann und sich nicht staut. Eine Drainage aus Tonscherben oder Kies verbessert zum Beispiel die Fließeigenschaften des Wassers.

So pflegen Sie den Feuersalbei richtig

Feuersalbei pflegen
© olganik / stock.adobe.com

Gießen:

Der Bedarf an Feuchtigkeit ist nicht übermäßig hoch. Die Erde müssen Sie zwar immer leicht feucht halten, sie darf aber oberflächlich antrocknen. Staunässe verträgt der Feuersalbei hingegen überhaupt nicht. Kurzzeitige Trockenheit kann das Wachstum dagegen sogar begünstigen.

Düngen:

Enthält das Substrat bei der Pflanzung ausreichend Nährstoffe, ist eine zusätzliche Düngung nicht zwingend notwendig. Während der Wachstumsphase verträgt der Feuersalbei jedoch moderate Düngergaben.

Tipp:
Verwenden Sie deutlich weniger Dünger, als es die Hinweise der Hersteller vorgeben.

Wenn Sie den Boden vor der Pflanzung mit Kompost oder Hornspäne anreichern, ist die Pflanze mit Langzeitdünger versorgt und eine zusätzliche Nährstoffversorgung eigentlich überflüssig.

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Schneiden:

Wer einen buschigen Wuchs seines Feuersalbeis erreichen möchte, kann während der Wachstumsperiode die Triebspitzen kürzen. Dann bilden sich vermehrt Seitentriebe und die Wuchsform kann entsprechend beeinflusst werden.

Um lange Freude an der Blüte zu haben, sollten Sie immer die verblühte Erstblüte zurückschneiden. Die Pflanze wird daraufhin mit der Bildung einer Nachblüte beginnen und Sie haben länger Freude an den leuchtenden Blütenrispen.

Tipp:
Nach der Zweitblüte können Sie die Samen gewinnen. Diese anschließend trocken und kühl überwintern und im darauffolgenden Frühling aussäen.

Überwintern:

Der Feuersalbei ist mehrjährig, gilt in unseren Breiten aber als einjährige Pflanze. Da der Feuersalbei nicht winterhart ist, wird er im Herbst also vermehrt aus den Beeten oder Pflanzkübeln entfernt und entsorgt. Die Überwinterung ist jedoch durchaus möglich. Die Pflanzen benötigen dazu ein helles Winterquartier. Zudem sollte die Temperatur bei fünf bis zehn Grad liegen. Im Winter wird dann nur noch sporadisch gegossen. Die Erde darf also oberflächlich austrocknen.

In milden Lagen können Sie auch versuchen den Feuersalbei im Freiland zu überwintern. Einen Schutz aus Laub oder Reisig sollten Sie im Herbst dann aber vorsorglich anbringen.

Feuersalbei vermehren – Schritt für Schritt Anleitung

Feuersalbei vermehren
© khlongwangchao / stock.adobe.com

Schritt 1:

Ab Februar können Sie mit der Anzucht der Pflanzen beginnen. Die Vermehrung der einjährigen Pflanze ist dabei prinzipiell durch Aussaat möglich. Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen ist ein Einweichen der Samen vor der Aussaat in Wasser nicht notwendig. Ein leichtes Anfeuchten ist vollkommen ausreichend.

Schritt 2:

Für die Anzucht können Sie Kakteenerde verwenden, denn ähnlich wie bei Kakteen ist der Wasserbedarf des Feuersalbeis eher niedrig. Die Samen einfach in das Pflanzgefäß legen und wenige Millimeter mit Erde bedecken. Diese anschließend leicht befeuchten. Die Erde dürfen Sie keinesfalls zu nass halten. Deshalb bietet sich das Bewässern aus einem Pflanzensprüher an. Eine ausreichende Luftfeuchtigkeit begünstigt zudem die Keimung. Sie können entsprechend nachhelfen und eine Plastiktüte über die Aussaat stülpen. Die Abdeckungen müssen Sie dann aber unbedingt täglich kurz lüften, denn ansonsten könnte sich Schimmel bilden.

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Schritt 3:

Die Pflanztöpfe sollten nun hell, aber nicht vollsonnig stehen. Die ideale Temperatur liegt bei 20 Grad. Wann die Keimung einsetzt, ist dabei generell temperaturabhängig. Es können ein bis zwei Wochen vergehen.

Schritt 4:

Sind die Pflanzen dann ausreichend herangewachsen, müssen Sie sie pikieren. Ein paar Wochen sollten allerdings seit der Keimung vergangen sein. Gehen Sie dabei am besten wie folgt vor:

➔ Pflanzen aus dem Pflanzgefäß entfernen.
➔ Auf einer Unterlage abstellen.
➔ Erde mit einem Holzstab lockern.
➔ Pflanzen vorsichtig auseinander ziehen.
➔ Separates Pflanzgefäß mit Erde füllen.
➔ Erde andrücken.
➔ Mit dem Finger ein Pflanzloch formen.
➔ Pflanze vorsichtig einsetzen.
➔ Erde leicht andrücken.
➔ Erde mit Wasser besprühen.
➔ Pflanzgefäß hell und warm aufstellen.

Schritt 5:

Nach circa zwei Monaten haben sich die Pflanzen so weit entwickelt, dass sie einen Platz im Freiland erhalten können. Den Feuersalbei sollten Sie allerdings erst Mitte Mai nach draußen pflanzen, wenn die Eisheiligen vorbei und keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Etwa zehn Wochen nach der Aussaat bilden sich dann die ersten Knospen am Feuersalbei.

Krankheiten und Schädlinge am Feuersalbei erkennen

Der Feuersalbei wird bevorzugt von Blattläuse, der Weißen Fliege und Spinnmilben befallen. Gegen Blattläuse und Spinnmilben helfen vor allem Brennnesseljauche, Knoblauchsud, Seifenlauge und eine Mischung aus Zigarettenasche und Wasser. Gegen Weiße Fliegen helfen hingegen Schlupfwespen und gelbe Fangtafeln.

Foto1: © sakchaiphoto / stock.adobe.com, Foto2: © olganik / stock.adobe.com, Foto3: © khlongwangchao / stock.adobe.com

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