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Geranien überwintern – 4 Möglichkeiten vorgestellt

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Wer seine Geranien überwintern möchte, sollte eine dieser 4 Möglichkeiten nutzen. Es ist ziemlich einfach, Geranien unbeschadet über den Winter zu bekommen.

Geranien überwintern
© onepony / stock.adobe.com
Eine Terrasse oder ein Balkon ohne Geranien (Pelargonium) ist wie ein Zoo ohne Tiere. Geranien, auch als Pelargonien bekannt, zählen hierzulande zu den beliebtesten Balkon- und Terrassenpflanzen. Nicht nur, weil sie schön anzuschauen sind, sondern weil es sich dabei um mehrjährige Pflanzen handelt, die sich prima über den Winter bringen und somit im nächsten Jahr wieder ins Freien pflanzen lassen. Und das wiederum spart natürlich die Kosten für eine Neuanschaffung. Alternativ dazu, können Sie sich aber auch von vornherein winterharte Geranien zulegen.

Um Geranien zu überwintern, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wobei jeder Hobbygärtner da so seine eigenen Vorlieben hat. Es kommt aber auch immer darauf an, wie viel Platz Sie zur Verfügung haben. Funktionieren sollten die nachfolgend vorgestellten Methoden allemal.

Geranien austopfen und Triebe kürzen

Die ersten Fröste sollten den Geranien eigentlich noch nichts anhaben. Es ist also keine Eile geboten, wenn der Winter naht. Wenn Sie dann meinen, dass der richtige Zeitpunkt für das Überwintern Ihrer Geranien gekommen ist, dann lösen Sie diese mit einer kleinen Schaufel aus dem Blumenkasten und entfernen Sie dann noch die lockere Erde vom Wurzelballen. Dabei bitte ganz behutsam vorgehen, denn es sollen so viele Feinwurzeln wie möglich erhalten bleiben.

Triebe kürzen vor dem Überwintern

Nach dem Austopfen müssen Sie dann mit einer Gartenschere alle Triebe kürzen, und zwar auf eine Länge von rund 10 cm. Es ist ausreichend, wenn an jedem seitlichen Trieb zwei oder drei dicke Knoten vorhanden sind. Daraus treibt die Geranie dann im kommenden Jahr wieder erneut aus. Bei dieser Gelegenheit am besten auch gleich die meisten Blätter entfernen, damit sie im Winterquartier nicht so anfällig für Schädlinge und Krankheiten sind.

Kleiner Tipp:
Es ist auch möglich, die kompletten Blumenkästen ins Winterquartier zu bringen. Das ist empfehlenswert, wenn Sie ausreichend Platz dafür haben und sich nicht noch andere Pflanzen in den Blumenkästen befinden, die ohnehin entsorgt werden müssen. Besonders gut ist diese Überwinterungsmethode auch für Geranienbäume.

Möglichkeiten zur Überwinterung von Geranien

❖ Möglichkeit 1 – Geranien in Blumentöpfe überwintern

Die meisten Hobbygärtner setzen die ausgetopften Geranien über den Winter in Blumentöpfe.

  • Dazu jeweils drei oder vier Pflanzen locker bündeln. Die Wurzeln der Geranien dann schön locker mit Blumenerde bedecken, die Sie zuvor mit etwas Sand angereichert haben.
  • Im Winterquartier sollte es dann möglichst hell und zwischen fünf und zehn Grad kalt sein. Ist es im Winterquartier dunkler, so muss die Temperatur auch entsprechend niedriger sein.
  • Bewahren Sie die Geranien zu dunkel und zu warm auf, so kommt es zum vorzeitigen Austreiben mit winzigen Blättern und schwachen, langen Trieben.
  • Die Erde während der Winterruhe übrigens auch immer nur leicht feucht halten.

Wenn Sie das alles beachten, können Sie die Geranien im kommenden Frühling wieder in frische Erde in Balkonkästen pflanzen.

❖ Möglichkeit 2 – wurzelnackte Geranien ohne Topf überwintern

Sie müssen ausgetopfte Geranien nicht unbedingt in Erde über den Winter bringen. Nach dem Herausnehmen aus dem Balkonkasten können Sie sie auch wurzelnackt im kühlen und dunklen Keller aufbewahren. Dazu müssen die Pflanzen auf jeden Fall komplett trocken sein, damit es nicht zu Fäulnis kommt.

  • Die Pflanzen einfach in mehrere Lagen Zeitungspapier einwickeln und die Bündel dann bei einer Temperatur zwischen zwei und zehn Grad im Keller aufbewahren.
  • Ist es im Keller wärmer, können Sie die Geranien auch in einem Schuppen oder in der Garage lagern.

❖ Möglichkeit 3 – Überwinterung im Erdloch

Eine weitere Möglichkeit zur Überwinterung der Geranien ist das Eingraben in Erde. Dabei ist es jedoch wichtig, dass Sie in einer Region mit eher milden Wintern leben, in der die Temperaturen nicht unter minus zwei Grad sinken.

  • Heben Sie im Garten eine Schneise mit einer Tiefe von etwa 80 cm aus.
  • Diese dann mit Reisig, Stroh oder Ästen befüllen und darauf dann die entlaubten und von Erde befreiten Geranien setzen.
  • Nachdem Sie sie mit einer Matte aus Stroh oder Kokos abgedeckt haben, geben Sie die ausgehobene Erde wieder darüber.

❖ Möglichkeit 4 – Überwinterung in der Plastiktüte

Was sich im ersten Moment kurios anhört, ist eine Methode, die von vielen Pflanzenliebhabern angewandt wird.

  • Die ausgetopften und gestutzten Geranien werden dazu in eine Plastiktüte gehüllt, damit keine Feuchtigkeit verloren geht.
  • Lediglich an die Wurzeln darf ein wenig Luft gelangen. Die Pflanzen dürfen jedoch niemals austrocknen.
  • An einem dunklen, kühlen und vor Frost geschützten Platz können Sie die Geranien dann kopfüber aufhängen.

So ersparen Sie sich die Pflege im Winterquartier ganz. Es darf aber auf keinen Fall zu warm sein, sonst treiben die Geranien nicht nur aus, sondern würden aufgrund von Wassermangel auch eingehen.


Foto1: © onepony / stock.adobe.com

3 KOMMENTARE

  1. Kann ich die Geranien im Blumentopf ohne sie um zu pflanzen in den Keller stellen. Was ist dann mit den Blättern? Muss ich die entfernen ?

    • Hallo grundsätzlich geht das, aber die Temperatuten sollten niedrig sein,ein wenig Lichteunfall und stark zurückschneiden.
      In den letzten Jahren, habe ich wegen der Schlepperei, die Wurzeln in Zeitungspapier umwickelt und Feucht gehalten, von 7 Stück haben 5 überlebt, haben später geblüht aber waren sehr schön kräftig.
      Viel Erfolg!
      M.f.G.
      Manfred Wick

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