Die Glattblatt-Aster bevorzugt einen frischen, durchlässigen Boden und berreichert von September bis Oktober den Herbstgarten.

Glattblatt-Aster
Die Glattblatt-Aster ist auch als Neubelgische Aster bekannt | © carex100 / stock.adobe.com
Die Glattblatt Aster, auch als Neubelgische-Aster und botanisch als Aster novi-belgii oder Symphotrichium novi-belgii bezeichnet, ist eine schöne Rabattenstaude, die mit leuchtenden Blüten das herbstliche Beet ziert. Aus gärtnerischer Sicht zählt sie zu den wertvollsten Astern, da die Herbstblüher auch im späteren Jahr zauberhafte Farbspiele in den herbstlichen Garten bringen.

Herkunft der Glattblatt-Aster

Der Ursprung der Glattblatt Aster ist Nordamerika. Von dort aus verbreitete sich die Pflanze von Neufundland bis Quebec und bis hin zum südlich gelegenen Georgia. Dort wächst sie an feuchten Plätzen, in der Nähe von Flussufern, in küstennahen Sümpfen und an Bahndämmen. Als Gartenpflanze kam die Glattblatt Aster im 18. Jahrhundert nach Deutschland. Abgeleitet von ihrem botanischen Namen wird die Glattblatt Aster auch häufig als Neubelgische Aster bezeichnet. Ein wenig kurios ist, wie diese Aster zu ihrem Namen gekommen ist, da es weder eine Region, noch einen Ort mit dem Namen Neubelgien gibt. Der deutsche Botaniker Paul Herrmann wollte der Glattblatt Aster 1687 den Namen „New Holland“ geben. „New Holland“ ist die frühere Bezeichnung für den Bereich der Ostküste zwischen Philadelphia und der Grenze zu Kanada. Die Übersetzung in die lateinische Sprache brachte den ungewöhnlichen Namen „novi-belgii“ hervor. Die Bezeichnung Aster novi-belgii hat bis heute in der Botanik Bestand.

Da die nordamerikanische Asternart Besonderheiten in der Genetik vorweist, wird über die Zuordnung der Gattung bis heute diskutiert. Ebenfalls kommt es immer wieder zu Änderungen. Aus diesem Grund wird die Glattblatt Aster in der Botanik heute der Gattung Symphotrichium zugeordnet. Diese Bezeichnung ist aber weder im Handel, noch bei Hobbygärtnern im Gebrauch. Verwendet wird der Name Aster novi-belgii.

Glattblatt-Aster – Wuchs und Optik

Glattblatt Aster Blüten
Die Blütezeit liegt zwischen September und Oktober | © Nicolette Wollentin / stock.adobe.com
Die Glattblatt Aster erreicht eine Höhe von bis zu 150 Zentimeter, wobei sich die Stängel in einem aufrechten, stielrunden Wuchs anordnen. Sie wächst buschartig, es werden kurze Ausläufer gebildet. Von der Genetik her ist die Glattblatt Aster mit der Aster dumosus fast identisch. Darum fällt die richtige Zuordnung nicht ganz leicht. Mittlerweile wurde sich darauf geeinigt, alle Asternsorten, mit einer Wuchshöhe von unter 50 Zentimeter, der Aster dumosus zuzuordnen. Die höheren Asternarten werden als Aster novi-belgii bezeichnet. Da es aber vielfältige Einkreuzungen gibt, gehen die Grenzen fließend ineinander über.

Blätter und Blattform der Glattblatt Aster

Die Blätter der Aster novi-belgii haben eine mittelgrüne Färbung und sie verfügen über eine Länge zwischen 5 und 15 Zentimeter. Ihre Form ist lanzenartig oder lanzenartig-lineal gestaltet, wobei sie die eigene Länge bei der Breite vier bis zehn Mal übersteigen. Manche Blätter sind sogar mit einem gezähnten Rand versehen. Bei den meisten Sorten fehlt dieser aber und so zeigt sich das Blattwerk mit einem geschlossenen, glatten Rand. Die Blätter haben keinen Stiel. An der Stelle, an der sie aus dem Stängel austreten, umfassen sie diesen halb.

Blütezeit und Blüten

Die Blütezeit der Aster novi-beglii ist zwischen September und Oktober. Die Blüten sind in großen doldenartigen Rispen angeordnet und sie bestehen aus Zungenblüten, die eine Größe zwischen 2 und 4 Zentimeter haben können. In der Regel leuchten die Glattblatt Astern in einem satten, zauberhaften violett. Gelegentlich können auch bläuliche, weiße oder rosafarbene Blüten vorhanden sein. Da die Staude während der Blütezeit überaus üppig mit Blüten besetzt ist, zaubert die Glattblatt Aster in den herbstlichen Garten ein besonderes Farbspiel.

Glattblatt-Aster – Standort und bevorzugter Boden

Glattblatt Aster Standort
Die Glattblatt-Aster bevorzugt einen frischen Boden | © indigolotos / stock.adobe.com
Die Glattblatt Aster liebt sonnige Standorte, die am besten kühl und luftig sind. Das sind für die Staude die optimalen Bedingungen, um perfekt zu gedeihen. In Bezug auf die Nährstoffversorgung ist die Aster novi-belgii nur wenig anspruchsvoll. Ihr bevorzugter Boden sollte lehmig- humos und frisch, mit einer gewissen Feuchte sein und viele Nährstoffe enthalten. Das sorgt nämlich dafür, dass sie sich in ihrem jährlichen Aufbau und später in einer üppigen Blütenpracht voll entfalten kann. Der Boden darf im Sommer nicht zu trocken werden. Darunter leidet die Entwicklung der Blüten und es kann zu einem Mehltaubefall kommen.

Glattblatt Astern pflanzen

Da Glattblatt Astern hoch in den Himmel wachsen und eine Höhe von bis zu 150 Zentimeter erreichen können, ist der beste Platz der mittlere und hintere Bereich in einem Beet. Davor lassen sich sehr gut niedrige Stauden pflanzen, um die noch freie Fläche zu füllen. Es sollte aber darauf geachtet werden, die einzelnen Stauden nicht zu dicht beieinander zu pflanzen, um dem Befall durch Mehltau vorzubeugen.

Aster novi-belgii pflegen und vermehren

Für die Glattblatt Aster ist es wichtig, dass sie bei Trockenheit regelmäßig gewässert werden. Ebenso essenziell ist die alljährliche Düngung im Frühjahr, wofür bestenfalls ein Staudendünger mit langanhaltender Wirkung gewählt wird. Wenn die Blüte im Spätherbst vorbei ist, sollte der Rückschnitt erfolgen. Zurückgeschnitten werden kann auch im Frühling, bevor sich die ersten Austriebe zeigen. Erfolgt der Rückschnitt im Herbst, wünscht sich die Glattblatt Aster, dass sie mit nährstoffangereichertem Kompost abgedeckt wird. Das ist für die Pflanze die perfekte Basis, um auf die nächste Saison optimal vorbereitet zu sein und gleichzeitig wird sie dadurch bestens vor der bevorstehenden Winterkälte geschützt.

Bei hohen Stauden empfiehlt es sich, vor der Blüte die Triebspitzen ein wenig zu kürzen. Dadurch verschiebt sich allerdings die Blütezeit um etwa 20 Tage nach hinten. Wurde eine höher wachsende Sorte Astern novi-belgii gewählt, ist es sinnvoll, die Staude abzustützen.

Glattblatt Aster teilen und vermehren

Bei Glattblatt Astern ist es wichtig, dass sie regelmäßig aus dem Boden herausgeholt, geteilt und wieder neu eingepflanzt werden. Damit bleibt die Blühfreude der Pflanze über Jahre hinweg erhalten und gleichzeitig wird ihre Vitalität gefördert. Auspflanzen und Teilen ist besonders bei überalterten Stauden sinnvoll. Es werden im Frühjahr nur die kleinen Pflanzenteile an einer anderen Stelle im Boden eingesetzt, die mit 3 bis 5 Grundtrieben versehen sind. Im selben Jahr kann sich dann im Herbst an einer kraftvollen und gesunden Aster novi-belgii erfreut werden, die eine unbeschreibliche Blütenpracht im Garten bereitstellt.

Krankheiten und Schädlinge

Die herbstliche Gartenschönheit ist besonders anfällig für Mehltau. Um einen Befall einzuschränken oder zu vermeiden, sollte der Boden eine gleichmäßige Feuchte haben und eine ausreichende Nährstoffversorgung sichergestellt werden. Wird ein Mehltaubefall sichtbar, kann dieser in der Anfangszeit mit biologischen Mitteln zum Spritzen bekämpft werden. Die Anfälligkeit ist stark abhängig von der gewählten Sorte. Darum sollte beim Kauf einer Aster novi-belgii auf die Empfehlungen geachtet und bestenfalls das Fachpersonal befragt werden.

Die richtigen Pflanzpartner für die Aster novi-belgii

Die Glattblatt Aster ist nicht nur im Garten eine besondere Schönheit, sondern lässt sich auch sehr schön als Schnittblume in einer Vase ober einem Blumen-Bukett mit Herbstblumen verwenden.

Neben anderen Arten von Astern, wie zum Beispiel die Kissen-Astern, die sich in direkter Nähe zur Glattblatt Aster pflanzen lassen, gibt es zahlreiche andere Stauden und Gewächse, die sehr elegant mit der Aster novi-belgii im Blumenbeet harmonieren. Hübsch anzusehen sind Kombinationen mit Margeriten oder Katzenminze. Eine überaus reizvolle Kombination ergeben unterschiedliche Ziergräser wie Lampenputzergras und Rutenhirse, die mit ihren Halmen die steife Art der Glattblatt Aster umspielen und somit die Gestaltung des Beetes ein wenig auflockern.

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Dagmar von Gartentipps.com

Seit über 14 Jahren ist Dagmar Dittfeld als Online-Redakteurin für Gartentipps.com aktiv. Auf dem Land aufgewachsen, weiß sie die Vorzüge eines Selbstversorger-Gartens auch heute noch zu schätzen. Ihre ganz besondere Leidenschaft gilt der Gestaltung von Garten, Balkon und Terrasse. Mit ihren Ideen zum Dekorieren, Do-It-Yourself und Upcycling hat Dagmar schon viele Leser zum Nachmachen inspiriert.

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