Gartentipps Grabgestaltung

Grabgestaltung mit Gräsern: Das müssen Sie bei der Pflanzenwahl beachten

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Gräber müssen nicht immer nur mit Stiefmütterchen bepflanzt werden. Sie können es z.B. auch mit Gräsern verschönern. Hierbei kommt es nur auf die richtigen Sorten an.

Sie können auch Gräser und Bodendecker kombinieren
Sie können auch Gräser und Bodendecker kombinieren
Es müssen nicht immer die typischen Grabpflanzen sein. Die Grabstätte wird auch mit einer ausgewogenen Gräserbepflanzung zu einem Ort der Ruhe und Besinnung. Gut geeignet sind vor allem Arten, die sich in der Höhe und Struktur unterscheiden. So entsteht ein angenehmes, friedliches Bild. Sie können sogar mit unterschiedlichen Farben arbeiten. Ein weiterer Pluspunkt: die meisten Ziergräser brauchen nur wenig Pflege.

Stilvolle Grabbepflanzung mit Gräsern

Bei der Grabgestaltung mit Gräsern haben Sie grundsätzlich mehrere Möglichkeiten. Sie können z.B. einzelne Grasstauden pflanzen und mit Bodendeckern, Kies oder Blühpflanzen kombinieren.

Die zweite Variante ist eine komplette Bepflanzung der Grabfläche mit Gräsern. In diesem Fall ist es wichtig, dass die Gräser verschieden hoch sind.

Ziergräser gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben. Die filigranen Grashalme und die diversen Blüten sorgen für eine lebendige und doch besinnlich-ruhige Grabgestaltung. Viele Gräser blühen sogar vom Sommer bis in den Herbst hinein. Aber auch im Winter ergibt sich ein schönes Bild. Nämlich dann, wenn Raureif auf den Grashalmen liegt. Wichtig bei der Auswahl der Gräser ist nur, dass Sie keine stark wuchernden Sorten auswählen. Die Gräser sollen sich nicht über das Grab hinaus ausdehnen. Außerdem eigenen sich winterharte Sorten für die Grabbepflanzung generell am besten.

Die schönsten Gräser für die Grabgestaltung

Pampasgras:

Das hohe Pampasgras ist eine dominante Sorte, die am besten auf einem Doppelgrab zur Geltung kommt. Die Staude kann bis zu einem Meter hoch werden und besticht mit silbrig-weißen oder rosafarbenen Blütenwedeln.

Schwingel-Arten:

Ebenfalls ein schöner Blickfang, aber niedriger im Wuchs: die Schwingel-Arten Bärenfellschwingel, Atlasschwingel und Blauschwingel. Sie wachsen in einer kugeligen Form und bieten mehrere Grau-Grün-Blautöne.

Lampenputzergras:

Das Lampenputzergras ist eine weitere attraktive Grasart. Sie bildet von August bis Oktober imposante Blüten. Diese ährenförmigen, hellen Blütenstände sind es auch, die dem Gras den Namen geben.

Rötliche Gräser:

Rötliche Gräser bilden bei der Bepflanzung mit Gräsern eine willkommene Abwechslung. Hier kommen Mahagonigras, rotes Liebesgras und rot-grünes Chinaschilf eindrucksvoll zur Geltung. Das Chinaschilf ist in vielen weiteren Varianten erhältlich. Achten Sie aber immer auf kleinbleibende Sorten, damit das Schilf die Gesamtgestaltung nicht stört.

Unser Tipp:

Nach dem Einsetzen der Grasstauden bleibt im ersten Jahr immer Erde zwischen den Pflanzen sichtbar. Füllen Sie die Zwischenräume einfach mit Rindenmulch auf. So ergibt sich von Anfang an ein gepflegtes Bild.

So pflegen Sie die Gräser richtig

Gräser bevorzugen einen lockeren, humosen bis sandigen Boden, in dem sie gut anwachsen können. Ist das erst einmal vollbracht, hält sich die weitere Pflege in Grenzen. Sie müssen nach dem Winter lediglich die abgestorbenen Pflanzenteile entfernen und die Grasstauden zurückschneiden. Im Frühjahr und Sommer ist dann noch gelegentliches Düngen sinnvoll. Regelmäßig gießen müssen Sie hingegen nur, wenn der Sommer sehr heiß und trocken ist.

Zusammenfassung:

  • beim Kauf auf winterharte Sorten achten
  • niedrige und hohe Grasstauden im Wechsel pflanzen
  • auf einen lockeren, humosen bis sandigen Boden achten
  • im Frühjahr zurückschneiden und düngen
  • Gießen meist nur im Hochsommer notwendig

Foto1: © emer - Fotolia.com

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