Schaffen Sie sich eine bunte Oase mit einer Hibiskus-Hecke. Wir zeigen Ihnen, welche Arten für Ihren Garten geeignet sind und was in der Pflege zu beachten ist.

Hibiskus-Hecke mit pinken Blüten
Hibiskus-Hecke: farbenfroher Sichtschutz für den Garten. © ClaraNila / stock.adobe.com

Hibiskus ist bei vielen Gartenliebhabern für seine farbenprächtigen Blüten bekannt. Doch nur wenige wissen, dass sich einige Hibiskus-Sorten auch gut als Heckenpflanze eignen. So bietet eine Hibiskus-Hecke einen farbenfrohen Sichtschutz und stellt eine interessante Alternative zu herkömmlichen Heckenpflanzen dar.

Einzig sein langsames Wachstum steht der Verwendung als Heckenpflanze entgegen, doch wer die Geduld aufbringt, wird reichlich belohnt. Denn am Ende erreichen die Hecken eine Höhe von bis zu zwei Metern. Dazu sind sie sehr buschig und ihre Blüten sind ansprechend für Insekten und Schmetterlinge. Die hauptsächlich im Sommer blühenden Hecken benötigen jedoch eine gewisse Pflege.

Winterharter Hibiskus

Für eine Hibiskus-Hecke wird auf winterharte Hibiskus-Arten zurückgegriffen. Die bekanntesten sind:

  • Garten-Hibiskus (Hibiscus syriacus)
  • Mandel-Hibiskus (Hibiscus mutabilis)
  • Garten- oder Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis).

Seine grünen Blätter trägt der Hibiskus nur im Sommer. Dazu kommen je nach Sorte ab Mai die hübschen Blüten, die den ganzen Sommer über blühen und nach dem Abfallen bis in den Herbst hinein ständig nachkommen.

Kurzer Steckbrief zur Hibiskus-Hecke

Garten-Hibiskus (Hibuscus syriacus)
Wuchsgeschwindigkeit: 5 – 30 cm im Jahr
Wuchshöhe: 1000 – 1800 cm
Wuchsbreite: 200 – 400 cm
Wurzelsystem: Tiefwurzler
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: nährstoffreich, Kalk meidend
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Garten- oder Mandel-Hibiskus?

Hibiskus-Hecken gibt es in unterschiedlichen Arten. Wie bereits erwähnt, eignen sich für den heimischen Garten besonders die Arten, die frosthart sind und somit den Winter gut überstehen. Die hierfür geeigneten Sorten finden sich hauptsächlich unter den Garten-Hibiskus und Mandel-Hibiskus.

Garten-Hibiskus

Beim Garten-Hibiskus kommen vor allem die folgenden Sorten in Frage:

  • Russian Violett: Sie wächst sehr stark und besitzt Blüten, die rosa bis rotviolett erscheinen. Die Blütezeit fällt auf den Juli und geht bis Anfang Oktober.
  • Blue Bird: Schon früh im Jahr weist diese Sorte die ersten Blüten auf. Ihr starker Wuchs wird vor allem durch ihre problemlose Überwinterung untermauert.
  • Duc de Brabant: Bei dieser Sorte handelt es sich um einen buschig wachsenden Strauch, der eine Höhe von bis zu drei Metern erreichen kann. Die Blüten sind trichterförmig und erscheinen in einer dunkelroten Farbe, können aber auch bläulich-rot sein. Seine Blütezeit geht von Juli bis Oktober.

Mandel-Hibiskus

Möchte man sich eher für einen Mandel-Hibiskus entscheiden, hält man nach den folgenden Sorten Ausschau:

  • Double: Eine starkwüchsige und buschige Sorte, die vor allem mit einer hohen Farbenvielfalt überzeugen kann. Die Blüten sind generell weiß, wechseln während der Blütezeit jedoch zur Farbe Rosa und sind am Ende Rot.
  • Shanghai Pink: Diese robuste Sorte bereichert den Garten mit einer hohen Farbenvielfalt. Die Blüten sind Rosa bis Dunkelrosa. Die Hecke hält sich auch in kälteren Gefilden sehr gut und erträgt Temperaturen von bis zu minus 15 Grad Celsius.

Ganz gleich, für welche Art man sich entscheidet, ist es grundsätzlich empfehlenswert, mehrere Farben für die Heckengestaltung zu nutzen. Überdies sorgt man so für eine hohe Vielfalt.

Standort und Boden

Der Hibiskus bevorzugt einen Boden, der vor allem viele Nährstoffe bietet und durchlässig ist. Staunässe mag die Pflanze nicht besonders. Ist der vorhandene Boden zu arm an Nährstoffen, mischt man ihm am besten etwas Kompost oder eine Pflanzerde bei, die mit viel Humus angereichert wurde.

Jeder sonnige Standort ist geeignet. Gleichwohl sollte die Pflanze aber auch ein wenig Schatten erhalten. Wichtiger noch ist es, dass sie vor Wind geschützt wird. Andernfalls reagiert sie ein wenig empfindlich.

Pflegemaßnahmen

Idealerweise wird die Hecke im Frühjahr gepflanzt, am besten nach dem letzten Frost. Wichtig ist, dass zwischen den einzelnen Pflanzen ein Abstand von mindestens 60 Zentimetern eingehalten wird, denn die Hecke braucht viel Platz und wird dann besonders dicht.

Gerade nach dem Einpflanzen ist es wichtig, dass die Pflanze immer genügend Wasser erhält. So sollte innerhalb der nächsten zwei Wochen immer reichlich gewässert werden.

Nach der Anwuchsphase können die Pflanzen auch schonmal mit weniger Wasser auskommen. Spätestens dann jedoch, wenn die ersten Blätter herunterhängen, sollte gegossen werden. Denn bei zu langer Trockenheit wirft der Hibiskus schnell seine Blätter ab.

Gedüngt wird ausschließlich im Frühjahr, um den Boden mit den richtigen Nährstoffen zu versorgen. Hierfür kann ein gewöhnlicher Blumendünger herangezogen werden, welcher mit einer Langzeitwirkung ausgestattet ist.

Da die Hecke sehr stark wächst, sollte sie regelmäßig geschnitten werden. Dies fördert auch die Bildung neuer Blüten in der nächsten Saison. Im Frühjahr wird sie daher um ein Drittel zurückgeschnitten. Während des Schnitts achtet man außerdem auf abgestorbene oder zu trockene Äste, die ebenfalls entfernt werden.

Weißblühender Garten-Hibiskus
Hibiskus gibt es in vielen Farben, hier eine weißblühende Sorte. © M. Schuppich / stock.adobe.com

Überwinterung der Hibiskus-Hecke

Hat man sich für eine frostharte Sorte entschieden und diese im Frühjahr eingesetzt, hatte sie genügend Zeit, um sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Dennoch empfiehlt sich besonders im ersten Jahr ein Winterschutz.

Hierzu werden mehrere Schichten Laub oder Reisig um die Wurzeln gelegt. Mit steigendem Alter ist diese Maßnahme nicht mehr zwingend notwendig, weil die Pflanze die kalten Temperaturen immer besser ertragen kann.

Krankheiten und Schädlinge

Hin und wieder kann es vorkommen, dass sich Schädlinge in die Hecke setzen. Mit dazu gehören:

  • Blattläuse
  • Spinnmilben
  • Weiße Fliegen

Die einzig effektive Handlung beim Erkennen solcher Schädlinge ist das Abschneiden der befallenen Äste. Andernfalls kann sich die Plage auf der gesamten Hecke ausbreiten. Alternativ sind auch entsprechende Pestizide im Fachhandel erhältlich.

Neben den Schädlingen ist es auch möglich, dass die Hecke von Krankheiten befallen wird. Besonders häufig treten die folgenden Krankheiten auf:

  • Blattfleckenpilz
  • Gelbfleckenkrankheit
  • Blattverdickung
  • Chlorose

Verfärben sich die Blätter des Hibiskus gelblich, sollte immer an eine der aufgezählten Krankheiten gedacht werden. Oftmals führt erst ein falscher Standort oder zu wenig Lichteinfall dazu, dass die Pflanzen krankheitsanfällig werden. In diesem Fall sollte man darüber nachdenken, ob eine Umsetzung an einen anderen Standort infrage kommt.

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Als zweifache Mutter lebe ich mit meiner Familie, Hund und Pferden auf dem Land. Nachhaltigkeit und ein angenehmes Miteinander sind mir besonders wichtig und werden in unserem Haushalt täglich vorgelebt. Genau wie meine Leidenschaft fürs Gärtnern und Schreiben.

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