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Himbeerkäfer bekämpfen – 3 effektive Tipps vorgestellt

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Sie sind klein, braun und können großen Schaden anrichten: Himbeerkäfer. Mit unseren drei Tipps können Sie diesen Käfer aber ganz einfach bekämpfen.

Himbeerkäfer immer sofort bekämpfen
Himbeerkäfer immer sofort bekämpfen

Die meisten Hobbygärtner, die Himbeeren in ihrem Garten haben, werden mindestens einmal Bekanntschaft mit dem Himbeerkäfer machen. Dieser gehört zur Familie der Blütenfresser und zählt zu den wichtigsten Schädlingen der Himbeer-Pflanzen. Er vergreift sich jedoch nicht nur an Himbeeren, sondern durchaus auch an Brombeeren, Kirschen, Pflaumen, Birnen und Äpfeln.

Der behaarte, gräuliche Schädling erreicht nur eine Größe von gerade einmal fünf Millimeter und gelangt durch Unkraut, vor allem Löwenzahn, an die Obstpflanzen. Die Entwicklung der Larven erfolgt dann direkt in den Früchten. Sie werden dann sozusagen madig. Schade, denn was gibt es Leckeres als Himbeeren aus dem eigenen Garten? Also lassen Sie sich die Beeren nicht madig machen und bekämpfen Sie diesen Schädling.

Die Entwicklung des Himbeerkäfers

Der Käfer überwintert in Erdhöhlen und kommt dann im Mai wieder an die Erdoberfläche. Ist die Witterung mild genug, landen die flugfähigen Käfer anschließend auf den Blüten der Obstpflanzen. Sie knabbern diese dann an und ernähren sich davon. Nachdem die Weibchen befruchtet wurden, legen sie in jede Blüte ein einziges Ei. Und solch ein Himbeerkäfer-Weibchen kann locker mal ein paar hundert Eier produzieren, so dass in der Regel immer viele Blüten betroffen sind.

Nach rund 10 Tagen, wenn dann auch langsam die Beeren rot werden, schlüpfen die Larven aus den abgelegten Eiern. Sie ernähren sich jetzt innerhalb der Frucht von deren Teilchen. Nach spätestens acht Wochen ist die Larve ausgewachsen, lässt sich auf die Erde fallen und vergräbt sich. In einer Höhle in rund 30 Zentimetern Tiefe findet anschließend die Verpuppung der Larve statt, was bis in den Herbst hinein andauert. Dann schlüpft der Käfer und erscheint im kommenden Frühling über der Erde.

Sie sehen also, das dies ein Kreislauf ist, der stetig für Nachwuchs sorgt, wenn Sie den Himbeerkäfer nicht bekämpfen. Nachfolgend nun einmal genau beschrieben, wie die Phasen der Schädigung durch den Himbeerkäfer aussehen.

Phasen der Schädigung durch den Himbeerkäfer

Zunächst machen sich die erwachsenen Käfer an den Knospen und Blüten der Himbeere zu schaffen. Das führt schon dazu, dass die Beeren später recht klein bleiben oder auch deformiert sind. Die Schädlinge beißen ganze Stiele ab und fressen komplette Blüten auf, sodass nur noch die Kelchblätter stehen bleiben. Danach folgt die zweite Phase, wenn die aus den Eiern geschlüpften Larven die Früchte von innen anfressen. In der Folge verfärben sich die Früchte teilweise braun. Nur die unbeschädigten Teilfrüchte reifen weiter und nehmen die rote Farbe an.

Die Fraßschäden der Käfer sind schon während der Blütezeit recht eindeutig zu erkennen. Doch spätestens wenn Sie die verformten und wenig appetitlich anzusehenden Himbeeren sehen, ist klar, dass hier der Himbeerkäfer am Werk war. Deshalb sollten Sie Ihre Himbeeren regelmäßig auf einen Befall kontrollieren und auch sofort etwas unternehmen, wenn Sie den Himbeerkäfer entdeckt haben.

Tipps zur Bekämpfung des Himbeerkäfers

Sobald Sie den Befall bemerkt haben, sollten Sie auch etwas dagegen unternehmen, sonst werden Sie einen größeren Ernteausfall hinnehmen müssen. Und das können Sie so machen:

➤ Tipp 1 – Folie spannen:

Vorbeugen ist immer noch am besten, weshalb Sie über dem Boden am besten eine schwarze Folie (oder Gartenvlies) spannen sollten. Wenn die Larven jetzt herunterfallen, haben sie keine Möglichkeit, sich im Boden zu verbuddeln und zu verpuppen. So wird also eine neue Generation zuverlässig verhindert. Die Käfer, die sich hingegen bereits im Boden entwickeln, haben dann keine Möglichkeit, im Frühjahr das Tageslicht zu erblicken.

➤ Tipp 2 – Käfer abschütteln:

Sollten Sie Käfer an Ihren Himbeer-Pflanzen entdecken, können Sie auch versuchen, diese abzuschütteln. Manchmal gelingt das auch mit den Larven in den Früchten.

➤ Tipp 3 – Pflanzengift spritzen:

Wenn Sie Pflanzengift einsetzen, dann müssen Sie bedenken, dass dieses Menschen und Tieren schadet und die Früchte somit nicht mehr genießbar sind. Ist solch ein Einsatz unumgänglich, sollten Sie einmal vor der Blütezeit und noch einmal danach etwas Pflanzengift spritzen.

Wichtig dabei: Bringen Sie solche Mittel auf keinen Fall aus, wenn gerade Bienen an bzw. auf den Pflanzen unterwegs sind.


Foto1: © beerfan - Fotolia.com

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