Entdecken Sie die Vorteile von Holzasche als Dünger, wie man sie richtig verwendet und wann es besser ist, sie lieber nicht im Garten zu verwenden.

Um im Garten die Pflanzen zu düngen, ist nicht immer ein chemisches Mittel notwendig. In vielen Fällen lassen sich einfache Hausabfälle zu einem ökologischen Düngemittel verarbeiten, darunter auch bestimmte Sorten von Asche. Allerdings gibt es hierbei einiges zu beachten, da bereits das Ausgangsmaterial darüber bestimmt, ob die Asche geeignet ist oder nicht.

Warum sich Holzasche als Düngemittel eignet

Gerade bei Besitzern eines Kachelofens oder jenen, die im Sommer noch mit dem Holzgrill grillen, sammelt sich eine ganze Menge Asche an. Viele entsorgen diese, nachdem sie erkaltet ist, dabei eignet sie sich unter gewissen Umständen noch als Dünger im Garten. Warum? Weil sie eine ganze Menge Nährstoffe enthält. Hier einmal ein Überblick zu den Eigenschaften von Holzasche und warum sie so gut geeignet erscheint:

  • Sie enthält Nährstoffe wie Eisen, Kalium, Kalk und Magnesium.
  • Dazu kommt das wichtige Phosphat, welches zahlreiche Pflanzen benötigen.
  • Sie sorgt dafür, dass übersäuerte Böden wieder einen neutralen pH-Wert erlangen.

Brennholz besteht in der Regel aus einem hohen Anteil an Kohlen- und Wasserstoff. Bei der Verbrennung werden diese Stoffe in Wasserdampf und Kohlendioxid umgewandelt. Dazu kommen viele andere Stoffe, die dem Holz entweichen und somit keine Gefahr mehr darstellen, wenn das Material hinterher als Düngemittel eingesetzt wird. Allerdings ist Holzasche nur unter gewissen Bedingungen ein wirklich sinnvolles Düngemittel.

Auf das Ausgangsmaterial kommt es an

Holzasche als Dünger verwenden
Nicht jede Holzasche eignet sich als Dünger – © FotoHelin / stock.adobe.com

Ob sich Asche als Düngemittel eignet oder nicht, lässt sich ganz einfach anhand des Ausgangsmaterials bestimmen. Denn sie alle beinhalten unterschiedliche Substanzen, die unter Umständen schädlich für den Boden sein können und diesen sogar eher schädigen, als nützlich zu sein. Hier folgt daher eine Übersicht:

👍🏻 geeignet◾ unbehandeltes Holz
◾ Pflanzenteile
◾ Papier
◾ Stroh
👎🏻 nicht geeignet◾ Briketts aller Art (z. B. Holz- oder Grillbriketts)
◾ behandeltes Recyclingholz
◾ mit Farbe bedrucktes Papier/Hochglanzpapier
◾ Kohle
◾ lackiertes/vorbehandeltes Holz
◾ Holzpellets
◾ Spanplatten
◾ Tabak
◾ Pappe/Kartons
◾ Vertäfelungen

Wann eine Düngung mit Holzasche sinnvoll ist und wann nicht

In einigen Fällen ist es nicht empfehlenswert, Holzasche als Düngemittel zu nutzen. Selbstverständlich kommt es hierbei in erster Linie auf die vorhandene Bodenqualität an und darauf, was auf ihm angepflanzt werden soll. Einige Pflanzen mögen einen neutralen pH-Wert, andere hingegen nicht. Oftmals besitzt der Boden bereits eine so gute Qualität, dass das Düngen mit Holzasche ihn dauerhaft schädigen würde. So ist es zum Beispiel nicht sinnvoll, den Boden mit Holzasche anzureichern, wenn die folgenden Pflanzen auf ihm heranwachsen sollen:

  • Preiselbeeren
  • Heidelbeeren
  • Pfingstrosen
  • Kamelien
  • Rhododendron
  • Pfingstrosen

All diese Pflanzen bevorzugen einen eher sauren Boden und erleiden eher einen Schaden, wenn der Boden mit Holzasche vorbehandelt wurde. Denn dann wird er für sie zu alkalisch und die Pflanzen gehen ein.

Daneben sind verschiedene Gemüsearten allerdings durchaus dankbar für einen etwas neutraleren Boden. Dazu kommen Zierpflanzen und Obstbäume, wie:

  • Nelken
  • Fuchsien
  • Chrysanthemen
  • Geranien
  • Apfelbaum
  • Kirschbaum
  • Pflaumenbaum
  • Sellerie
  • Möhren
  • Zwiebeln
  • Tomaten
  • Himbeeren

Verschiedene Arten der Düngung mit Holzasche

Holzasche als Dünger Verwendung
Holzasche kann auf unterschiedliche Arten als Dünger Verwendung finden – © yunava1 / stock.adobe.com

Holzasche kann auf unterschiedliche Arten als Dünger verwendet werden. Die jeweiligen Möglichkeiten erläutere ich nachfolgend im Detail:

◾ Gießwasser mit Holzasche anreichern:

Eine ganz einfache Art der Düngung mit Holzasche besteht darin, sie in das Gießwasser zu geben. Wichtig ist, dass beim Gießen die Blätter der Pflanze nichts abbekommen, sondern das Wasser lediglich auf den Boden trifft.

◾ Holzasche in den Kompost mischen:

Der Kompost besitzt allein bereits ein breit gefächertes Angebot an unterschiedlichsten Nährstoffen, die dem Boden zugutekommen. Geben Sie eine dünne Schicht Asche auf den Kompost und eine weitere Schicht organisches Material, gibt die Asche im Kompostierprozess alle wichtigen Nährstoffe ab und wertet somit später den Boden auf. Wichtig hierbei ist, dass nur eine geringe Menge Asche in den Kompost gelangt.

◾ Holzasche mit der Erde mischen:

Wenn Sie Ihre Pflanzen in einen Kübel geben, können Sie bei der Vorbereitung etwas Asche unter die Erde mischen, sofern diese zum Beispiel zu lehmhaltig ist. Daneben haben Sie bei dieser Möglichkeit auch die Option, eine Überdüngung zu vermeiden. Hierzu geben Sie einfach etwas Steinmehl oder Sand hinzu. Sie nehmen die überschüssigen Nährstoffe auf, wodurch Sie eine ausgeglichene Vorbereitung für die späteren Pflanzen schaffen.

◾ Holzasche verstreuen:

Eine letzte Möglichkeit besteht darin, die Asche einfach zu verstreuen. Diese Vorgehensweise eignet sich besonders, wenn die zu behandelnde Fläche relativ groß ist. Wichtig ist, dass die Asche nicht vom Wind verweht wird, weswegen Sie die Fläche nach dem Ausstreuen großzügig mit einer Harke behandeln sollten.

Bei dieser, wie auch bei allen vorgenannten Möglichkeiten ist es essenziell, die richtige Dosierung zu treffen. Bei einer großen Fläche werden für gewöhnlich etwa 200 bis 400 Gramm Asche pro Quadratmeter in die Erde gebracht, sofern diese einen pH-Wert von 4,0 besitzt. Ist der pH-Wert geringer, genügen bereits 20 bis 100 Gramm Asche pro Quadratmeter. Vor der Düngung ist es somit wichtig, dass Sie zunächst den pH-Wert im Boden messen. Die Düngung ist außerdem grundsätzlich nur einmal jährlich empfehlenswert.

💡 Mein Tipp: Schadstoffgehalt testen lassen

Leider befinden sich innerhalb der Holzasche nicht nur gute Substanzen, sondern auch jene, die den Boden dauerhaft schädigen können, selbst wenn diese die richtigen Voraussetzungen zu seiner Neutralisierung besitzt. Ist das Brennholz zum Beispiel an einer Autobahn herangewachsen oder innerhalb eines Industriegebiets, hat es während des Wuchses einige Stoffe abbekommen, die dem Boden später in Form von Asche schaden und ihn unter Umständen sogar vergiften. Gemeint sind hiermit vor allem Schwermetalle oder gar radioaktive Substanzen, welche schließlich auch ins Grundwasser gelangen.

Wenn Sie also den Naturdünger selber machen und Ihren Garten mit Asche düngen wollen, sollten Sie diese entsprechend vorher auf ihren Schadstoffgehalt testen lassen. Je nach Labor fallen hierfür Kosten in Höhe von circa 100 bis 200 Euro an. Dies klingt zunächst zwar etwas teuer, doch der Test lohnt sich. Die meisten Labore testen die Asche auf zwölf unterschiedliche Schwermetalle und andere Schadstoffe. Auf diesem Weg sind Sie auf der sicheren Seite und können im Anschluss den Boden bei Bedarf ohne Weiteres mit der Holzasche behandeln, ohne sich dabei Sorgen machen zu müssen.

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Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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