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Husarenknöpfchen: Tipps für die Kultivierung der Minisonnenblume

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Das Husarenknöpfchen zählt zu den beliebtesten Sommerblumen im Garten. Wer Pflegefehler vermeidet, wird viel Freude mit der Sonnenblume im Mini-Format haben.

Husarenknöpfchen
© RukiMedia / stock.adobe.com

Der Husarenknopf oder das Husarenknöpfchen (Sanvitalia procumbens) zählt zu den Korbblütlern. Die Pflanzen lassen im Beet ausgedehnte Blütenteppiche entstehen und beeindrucken mit farbenfrohen gelben Blütenköpfen.

Die Minisonnenblumen bedürfen nur wenig Pflegeaufwand und zählen zu den beliebtesten Sommerblumen in Beeten, Kästen und Kübeln. Im Folgenden stellen wir die Pflanzen näher vor und geben Tipps und Ratschläge für die erfolgreiche Pflege und Pflanzung.

Besonderheiten des Husarenknöpfchens

Ihren Namen erhielt die Pflanze, weil die kleinen gelben Blütenköpfe Ähnlichkeit mit den Knöpfen der Husarenuniform aufweisen. Der Artenname “procumbens” wiederum weist auf den “niederliegenden” Wuchs der dekorativen Sommerpflanze hin. Der botanische Name “Sanvitalia” erinnert an einen gleichnamigen italienischen Botaniker, welcher im 18. Jahrhundert lebte.

In Europa ist die Pflanze seit dem ausgehenden 17. Jahrhundert bekannt. Damals brachten Forschungsreisende das Husarenknöpfchen aus seiner abgestammten Heimat Guatemala und Mexiko in unseren Raum.

Im Volksmund werden die Pflanzen gern als Zwerg-Sonnenblumen bezeichnet. In ihrer natürlichen Umgebung kommen Husarenknöpfe bis in eine Höhenlage von 1.300 Metern vor und gelten als Unkraut, da sie sich stark ausbreiten, sehr zum Leidwesen der Bauern.

Passenden Standort finden

Um die ganze Blütenpracht des Husarenknopfes zu erleben, ist ein sonniger und warmer Standort zu wählen. Die Pflanzen gedeihen zwar auch im Halbschatten, werden aber deutlich weniger Blüten ausbilden und vermutlich auch allgemein im Wachstum zurückbleiben.

Der Husarenknopf kann im Beet, wie auch in Blumenkästen kultiviert werden oder lässt sich als Ampelpflanze halten. Die Pflanzen erweisen sich als unempfindlich gegenüber Wind und Regen.

Tipp: In Blumenampeln wirkt der Husarenknopf aufgrund seines leicht überhängenden Wuchses besonders attraktiv.

Das ideale Substrat auswählen

Ein lockerer und gut durchlässiger Boden bildet die ideale Wachstumsgrundlage. Schwere Lehmböden sind für die Kultivierung des Husarenknopfes weniger geeignet.

Tipp: Schwere Böden können durch die Zugabe von Sand oder Kies durchlässiger gestaltet werden.

Der größte Feind des Husarenknopfes ist Staunässe. Dieser lässt sich entgegenwirken, wenn eine Drainage in den Gefäßboden gelegt wird. Bei der Pflanzung in Kübel und Kästen ist auf ausreichend Löcher im Pflanzgefäß zu achten, damit überschüssiges Gießwasser gut abfließen kann.

Husarenknöpfchen pflanzen – Schritt für Schritt

1. Standort auswählen
2. Boden vorbereiten
3. Pflanzloch ausheben
4. Pflanzabstand beachten
5. Pflanze einsetzen
6. Substrat auffüllen
7. Boden andrücken
8. Pflanze angießen

Die einjährigen Pflanzen dürfen Mitte Mai ins Freie. Die Gefahr von Nachtfrösten sollte gebannt sein. Daher bietet es ich an, mit der Pflanzung bis nach den Eisheiligen zu warten.

Ein Pflanzabstand von 10 bis 15 Zentimetern ist einzuhalten. Die Jungpflanzen werden ausgetopft und in das vorbereitete Pflanzloch gesetzt. Das Substrat kann vorab mit Kies, Sand, Kompost oder Hornspänen versehen werden, um den Boden lockerer zu gestalten und den Nährstoffgehalt zu verbessern.

Die Gruppenpflanzung des Husarenknopfes bietet sich an. In Steingärten und naturnah gestalteten Beeten kommen die gelben Blütenteppiche besonders gut zur Geltung.

Der Husarenknopf kann auch als Unterpflanzung für Sträucher und Hochstämmchen dienen. Beliebte Beetnachbarn sind Studentenblumen, Verbenen, Glockenblumen oder Margeriten.

Pflanzung im Blumenkasten

Sollen die Husarenknöpfchen im Blumenkasten vorteilhaft in Erscheinung treten, bietet sich die Pflanzung an der Vorderseite oder an den Gefäßrändern an. Einige Arten hängen leicht über und bieten sich für die Ampelpflanzung an.

Bei der Pflanzung in Kasten und Kübel sollten einige Dinge beachtet werden.

TätigkeitErläuterung
Pflanzgefäß wählenDas Pflanzgefäß muss ausreichend Raum bieten und den Wurzelballen gut aufnehmen können. Genügend Abflusslöcher im Boden beugen Staunässe vor.
Substrat einfüllenIm Kasten oder Kübel ist der Raum begrenzt. Damit die Pflanzen sich mit Nährstoffen versorgen können, ist der Boden entsprechend aufzuwerten.
Gießen und DüngenKübelpflanzen müssen regelmäßig gegossen werden. Das Substrat trocknet viel schneller aus als im Freiland. Eine regelmäßige Düngung sorgt für Blütenfülle.

Husarenknöpfchen richtig gießen

Beim Gießen des Husarenknopfes ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Die Pflanze wird erst bewässert, wenn die Erde leicht angetrocknet ist. Allerdings darf das Substrat nicht komplett austrocknen.

Staunässe muss in jedem Fall vermieden werden. Steht die Pflanze zu nass, kommt es zum Faulen der Wurzeln und der Husarenknopf stirbt ab.

Tipp: Bei der Kultivierung im Steingarten ist die Pflanzung dicht neben Steinen von Vorteil. Die Steine verhindern die Verdunstung des Wassers und halten den Boden gleichmäßig feucht.

Husarenknöpfchen richtig düngen

Der Husarenknopf kann während der Blütezeit mit einem herkömmlichen Flüssigdünger versorgt werden. Im Abstand von zwei Wochen wird eine Verschlusskappe des Düngers dem Gießwasser zugegeben.

Wird eine nahrhafte Gartenerde verwendet, welche mit Kompost versetzt wurde, muss in den ersten Wochen nach der Pflanzung nicht gedüngt werden.

Muss der Husarenknopf geschnitten werden?

Schnittmaßnahmen sind nicht erforderlich, unter bestimmten Voraussetzungen aber durchaus förderlich für Wachstum und Blüte. Wächst die Pflanze spärlich und bildet kaum Blüten aus, ist der Rückschnitt ratsam.

Schneiden Sie das Husarenknöpfchen bis zu zwei Drittel zurück. Dies fördert den Neuaustrieb und die Blütenbildung. Zu lange Triebe können jederzeit gekürzt werden. Verblühtes abzuschneiden, fördert die Nachblüte.

Beliebte Sorten des Husarenknopfes

Die Sortenvielfalt erlaubt die artgerechte Pflanzung. Wer beispielsweise eine besonders flach wachsende und früh blühende Sorte bevorzugt, ist mit dem “Goldteppich” gut beraten.

Ein besonders farbenfrohes Erscheinungsbild bietet “Gold Braid”. Einen hübschen Kontrast stellen die organgeblühenden Sorten “Mandarin” und “Irish Eyes” dar. Eine Rarität unter den Husarenknöpfchen ist “Plens” mit ihren halbgefüllten Blütenköpfen.

Ausgewählte Sorten im Überblick

SorteBlüte
Goldteppichkompakten gelben Blüten
Gold Braidgelbe Blüten mit braunschwarzer Mitte
Emilydunkelgelbe Blüten
Million Sunsmittelgelbe Blüten
Sunbiniiwarmgelbe Blüten
Mandarin Orangeorange Blüten
Irish Eyesdunkelgelbe bis orange Blüten
Sanvitos Sweet Pennydunkelgelbe Blüten
Solaris, Sunvy Trailingmittelgelbe Blüten
Cuzo Idealmittelgelbe Blüten

Husarenknöpfchen vermehren

Der Husarenknopf ist im Frühling als fertig herangezogene Pflanze in jedem Gartencenter erhältlich. Alternativ ist die Anzucht aus Samen möglich. Die Samen können Sie aus den verblühten Pflanzen des Vorjahres gewinnen und über den Winter kühl und trocken lagern. Samen sind auch abgepackt im Handel erhältlich.

Tipp: In einem Gramm Samen sind bis zu 1.500 Samenkörner enthalten.

Aussaat Schritt für Schritt

1. Samen in Pflanztöpfe geben
2. Samen nur leicht mit Erde bedecken
3. Pflanztöpfe hell und warm aufstellen
4. Samen gleichmäßig feucht halten
5. Keimung abwarten
6. Jungpflanzen pikieren
7. Jungpflanzen ab Mitte Mai auspflanzen

Die Anzucht der Pflanzen kann Mitte März beginnen. Sie geben zwei bis drei Samen in einen kleinen Anzuchttopf, mischen diese mit Sand, damit sie sich besser verteilen und bedecken das Saatgut nur leicht mit Erde.

Die notwendige Keimtemperatur liegt bei 18 Grad, sodass Sie die Pflanztöpfe bei normaler Zimmertemperatur aufstellen können. Nach etwa zwei Wochen kann ein etwas kühlerer Standort gewählt werden. Ein heller Stand ist in jedem Fall notwendig, damit sich die Keimlinge gut entwickeln.

Sind die jungen Pflanzen ausreichend herangewachsen, werden sie pikiert. Nach den Eisheiligen können die Husarenknöpfchen ausgepflanzt werden.

Krankheiten und Schädlinge am Husarenknöpfchen erkennen

Das Husarenknöpfchen ist eine ausgesprochen widerstandsfähige Pflanze. Krankheiten und Schädlingsbefall kommen kaum vor. Selbst Schnecken verschmähen den üppigen Sommerblüher.

Pflegefehler können jedoch einigen Schaden anrichten. So führt Staunässe zu Wurzelfäule und die Pflanzen sind dann meist nicht mehr zu retten. Ein zu nasser Stand kann auch ursächlich für den Befall von Botrytis sein. Dieser Pilz ist die Ursache für die Bildung von Grauschimmel.

Grauschimmel lässt sich an einem grauen, staubig erscheinenden Belag erkennen. Die Blätter, Stängel und Blüten werden weich und die Pflanze fault.

Tipp: Gießen sie die Pflanzen lediglich von unten, damit kein Wasser an Blüten und Blätter gelangen kann.

Alle befallenen Pflanzenteile sind umgehend zu entfernen. Grauschimmel kann durch die Gabe von Ackerschachtelhalmbrühe vorgebeugt werden.

Husarenknöpfchen überwintern

Da es sich um einjährige Pflanzen handelt, wird die Überwinterung nicht möglich sein. Die Mutterpflanze stirbt im Herbst ab. Da sich die Pflanzen selbst aussäen, können Samen im Beet überwintern und im Frühjahr austreiben. Dies setzt jedoch milde Winter voraus.

Foto1: © RukiMedia / stock.adobe.com

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