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Kalmus pflanzen, pflegen und schneiden

Sie besitzen einen Gartenteich und sind noch auf der Suche nach passenden Pflanzen? Dann kann ich Ihnen den angenehm würzig duftenden Kalmus empfehlen.

Kalmus
Der Kalmus verströmt einen angenehmen Duft – © Volodymyr / stock.adobe.com

Der Kalmus ist eine schön anzusehende Pflanze, die vor allem das Wasser liebt und daher idealerweise am Gartenteich platziert wird. Neben ihrem schnellen Wuchs ist sie vor allem durch ihre Heilkräfte bekannt, zudem ist sie besonders leicht zu pflegen.

Im Lateinischen wird die Pflanze als „Acorus calamus“ bezeichnet. Sie gehört zur Familie der Kalmusgewächse und erreicht eine Höhe zwischen 80 und 100 Zentimetern. Im Garten verströmt sie einen angenehm würzigen Duft, der von den ätherischen Ölen ausgeht, die sowohl in Blättern, als auch den Blüten des Kalmus enthalten sind.

Herkunft

Seine ursprüngliche Heimat befindet sich in Ostasien, doch der Kalmus wächst inzwischen fast überall, wo er die richtigen Bedingungen findet. Besonders verbreitet ist er heutzutage innerhalb von Europa und Nordamerika. Allerdings sind seine Bestände durch die Umstrukturierung von Landschaften nahezu bedroht. In heimischen Gärten wird er dennoch immer wieder gerne angepflanzt, vor allem, wenn ein Gartenteich vorhanden ist.

Kurzer Steckbrief zum Kalmus

Kalmus (Acorus calamus)
andere Namen: Europäischer Kalmus
Familie: Kalmusgewächse (Acoraceae)
Wuchshöhe ca. 80 bis 100 cm
Wuchsform: aufrecht wachsende Pflanze, die zwischen 60 und 80 Zentimeter breit wird
Standort: warmer und sonniger Platz, Halbschatten
Boden: nährstoff- und humusreich, lehmhaltig und tonig mit dauerfeuchter Beschaffenheit
Besonderheiten: breitet sich extrem schnell aus, besitzt heilsame Kräfte
Überwinterung: bedingt winterhart, ist etwas frostempfindlich
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Standort und Boden

Der Kalmus bevorzugt es, an einem warmen und sonnigen Ort zu stehen. Doch auch im Halbschatten gedeiht er gut. Noch wichtiger ist allerdings die Beschaffenheit des Bodens. Das Gewächs gehört zu den Sumpfpflanzen, weswegen immer ein gewisser Wasserspiegel im Boden vorhanden sein sollte.

Idealerweise wird er am Rande eines Teichs gepflanzt, wo er in einer Wassertiefe von bis zu 20 Zentimetern gut gedeiht. Der Boden sollte nährstoffreich sein. Zudem liebt der Kalmus lehmhaltige Erde. Dazu sollte sie selbstverständlich ständig nass oder wenigstens feucht sein.

Als Pflanzennachbarn kommen sehr gut verschiedene andere Sumpfpflanzen in Frage. Mit dazu gehören Sumpfschwertlilie, Sumpfdotterblume oder Igelkolben.

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Pflegemaßnahmen

Wurzel Kalmus
Um den Wuchs zu begrenzen sind Pflanztöpfe empfehlenswert – © vaitekune / stock.adobe.com

❍ Wuchs begrenzen:

Schon beim Setzen sollte der Kalmus in seinem Wuchs begrenzt werden. Andernfalls überwuchert er innerhalb kürzester Zeit seine gesamte Umgebung. Innerhalb eines Teichs ist dies sehr gut mit der Hilfe von Pflanzkörben zu erreichen, die den Wuchs begrenzen.

❍ düngen und gießen:

Dazu kommt außerdem, dass er nicht gedüngt werden sollte. Denn dies regt seinen Wuchs noch mehr an. Da er am Teichrand eine sehr feuchte Umgebung bekommt, muss er nicht gegossen werden. Stattdessen ist es wichtiger, auf einen nicht zu stark absinkenden Wasserspiegel zu achten. Dies ist häufig im Hochsommer der Fall. Ansonsten ist keine besondere Pflege des Kalmus notwendig.

❍ schneiden:

Vor der kalten Jahreszeit wird der Kalmus am besten nicht geschnitten, da ihn die Blätter vor der Kälte schützen. Seinen jährlichen Schnitt erhält er dagegen im Frühjahr, bevor er wieder austreibt, sobald die Temperaturen dies zulassen.

Ist der Kalmus anfällig für Krankheiten oder Schädlinge?

Generell gilt der Kalmus als sehr robuste Pflanze, die sich gut gegen Krankheiten oder Schädlinge zur Wehr setzen kann. Daher wird sie nur äußerst selten von ihnen befallen. Meist trifft es ältere Pflanzen, bei denen die Pflanzbedingungen nicht optimal sind.

Heilende Kräfte des Kalmus

Neben seiner Verwendung als TeichpflanzeTeichpflanze kommt der Kalmus auch als Heilpflanze zum Einsatz. Er gehört zu den ältesten Heilpflanzen überhaupt und verbreitete sich, wie viele andere Heilkräuter über Klostergärten. Seine heilsamen Eigenschaften erhält der Kalmus durch den hohen Gehalt an ätherischen Ölen. Sie wirken

  • durchblutungsfördernd
  • schmerzlindernd
  • krampflösend

Zudem wird er gerne bei der Behandlung von Verdauungsbeschwerden und bei Appetitlosigkeit verwendet. Bei seinem Einsatz ist allerdings Vorsicht geboten. Seit einigen Jahren stehen die ätherischen Öle auch im Verdacht, krebserregend zu sein. Daher erhielt der Kalmus vor einiger Zeit eine Einstufung als Giftpflanze. Eine innerliche Anwendung ohne ärztliche Überwachung sollte daher nicht mehr stattfinden.

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