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Kartoffelrose: So pflanzen und pflegen Sie den Strauch

Die Kartoffelrose ist sehr robust und genügsam. Dennoch gibt es einige Dinge, die Sie beim Pflanzen und bei der Pflege beachten sollten.

Kartoffelrose
Kartoffelrosen sind vielseitig einsetzbar – © Wilm Ihlenfeld / stock.adobe.com
Wer kennt Sie nicht, die schmackhaften Hagebutten, welche im Herbst die Sträucher der Kartoffelrose (Rosa rugosa) zieren. Die robusten Pflanzen stammen aus Asien. Ein vermehrtes Antreffen der salztoleranten Gewächse in Küstenregionen hat ihnen den Beinamen Sylter Rose eingebracht. Die wuchsfreudigen Pflanzen werden vermehrt in den Dünen angepflanzt und vermehren sich selbst schnell weiter. Die Kartoffelrose kann auch im heimischen Garten zum Blickfang werden und noch dazu einen praktischen Sichtschutz darstellen.

Die Herkunft der Kartoffelrose

Die natürliche Heimat der Kartoffelrose liegt in Ostasien. Dort kommt die Pflanze zwischen Nordchina, Kamtschatka und Hokkaido vor. Die Kamtschatka Rose bevölkert ausgedehnte Dünengebiete und bildet mit Kiefern großflächige Dünenwälder.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird die Kartoffelrose in Deutschland kultiviert. Oftmals diente die Apfel-Rose als Zierpflanze in Parks und Siedlungen. Aufgrund der enormen Widerstandsfähigkeit und Frosthärte wird sie aber auch gern zur Begrünung von Straßen und Autobahnen einsetzt.

Während in Deutschland der Zierwert im Vordergrund steht, werden Kartoffelrosen im Osten Europas vermehrt zur Fruchtgewinnung genutzt.

Kartoffelrose (Rosa rugosa)
Wuchsgeschwindigkeit: 10 – 30 cm im Jahr
Wuchshöhe: 120 – 150 cm
Wuchsbreite: 80 – 100 cm
Wurzelsystem: Tiefwurzler
Standort: Sonne bis Halbschatten
Boden: anspruchslos, sandig bis humos, sauer bis schwach alkalisch
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Kartoffelrose pflanzen

Den idealen Standort finden

Die Kartoffelrose bevorzugt einen hellen und warmen Standort. Besonders üppig gedeihen die Pflanzen in der vollen Sonne. Halbschatten wird ebenso toleriert. An einem schattigen Standort werden die robusten Gewächse zwar vermutlich nicht eingehen, aber in Wachstum und Blüte nicht zu überzeugen wissen.

Der Kleingärtner wird vielfältige Verwendungsmöglichkeiten für die ansprechende und pflegeleichte Apfel-Rose finden:

Sichtschutz
Heckenpflanzung
Alleinstellung
Vorgarten und Einfahrten
Beetpflanze
Naturgarten
Kübelpflanze

Tipp: Kartoffelrosen passen gut in einen naturnahen Garten. Vögel und Insekten nutzen das reichhaltige Nahrungsangebot. Die Hagebutten sind eine bevorzugte Nahrungsquelle für Vögel im Herbst und Winter.

Das passende Substrat auswählen

Kartoffelrose: Standort
Die Kartoffelrose liebt die Sonne und stellt keine großen Ansprüche an den Boden – © Joshua Conover / stock.adobe.com
Hier bleibt der Hobbygärtner flexibel. Die Pflanzen stellen keine großen Ansprüche an den Boden. Das ideale Substrat ist leicht und durchlässig. Weniger geeignet sind schwere und dichte Böden. Diese lassen sich mit Torf oder Kompost durchlässiger gestalten.

Pflanzanleitung – Schritt für Schritt

Bevorzugt werden Kartoffelrosen als Sichtschutz oder Hecke gepflanzt. Der dichte Wuchs und eine Wuchshöhe von bis zu 1,5 Metern sichern Ihnen ein Stück Privatsphäre im eigenen Garten. Bei der Heckenpflanzung ist auf den passenden Pflanzabstand zu achten.

Tipp: Die Heckenpflanzung erfolgt bevorzugt zweireihig. Die Pflanzen werden dabei auf Lücke gesetzt. Dann wirkt die Hecke später fülliger.

Wer die Kartoffelrose in einen kleinen Garten oder im Beet anpflanzen möchte, sollte beachten, dass sich die Pflanzen gern selbst vermehren und entsprechend ausbreiten, wenn ihnen kein Einhalt geboten wird.

Bei der Pflanzung ist wie folgt vorzugehen:

1. Standort wählen
2. Boden vorbereiten
3. Pflanzloch ausheben
4. Wurzelsperre einbauen
5. Drainage einbringen
6. Pflanze einsetzen
7. Substrat auffüllen
8. Erde um die Pflanze leicht aufhäufeln
9. Pflanze angießen

Tipp: Eine Wurzelsperre verhindert die Ausbreitung der Kartoffelrose und ist hilfreich bei der Beetpflanzung, damit Pflanznachbarn nicht verdrängt werden.

Was ist bei der Heckenpflanzung der Kartoffelrose zu beachten?

Die Abmessungen der gewünschten Hecke sollten vorab feststehen, damit ausreichend Pflanzen angeschafft werden können. Auf der festgelegten Fläche ist die komplette Erde zu entfernen. Damit die Heckenform beibehalten wird und keine unkontrollierte Vermehrung erfolgt, ist eine Wurzelsperre anzulegen.

Gepflanzt wird, wie bereits erwähnt, in Doppelreihe auf Lücke. Ein Pflanzabstand von etwa 50 Zentimetern ist einzuhalten. Nachdem die Pflanzen in den Boden gesetzt wurden, ist die Erde aufzufüllen und um die Pflanzen herum leicht anzuhäufeln. Nach der Pflanzung wird die Hecke leicht bewässert. Staunässe ist in jedem Fall zu vermeiden.

Was ist bei der Kübelpflanzung der Kartoffelrose zu beachten?

Kartoffelrose pflanzen
Kartoffelrosen im Kübel sind anfälliger für Staunässe – © agneskantaruk / stock.adobe.com
Kartoffelrosen, im Kübel gepflanzt, bieten ansprechende Bilder auf Balkon und Terrasse. Kübelpflanzen sind besonders empfindlich gegenüber Staunässe. Daher ist das Einbringen einer Drainage aus Kies oder Tonscherben in den Gefäßboden vor der Pflanzung ratsam.

Tipp: Achten Sie darauf, dass sich im Pflanzgefäß ausreichend Abzugslöcher für das Gießwasser befinden.

Die Kartoffelrosen können in herkömmliche Kübelpflanzenerde gesetzt werden. Auch hier wird die Erde um die Pflanze leicht angehäufelt.

Die Kartoffelrose gießen und düngen

Die Kartoffelrose benötigt regelmäßig Flüssigkeit. Beim Gießen sollte nicht übertrieben werden. Gießen Sie lieber mäßig und dafür häufiger. So kann es nicht zu Staunässe kommen.

Achtung: Für alle Rosenarten gilt, dass sie mit längeren Trockenperioden besser zurechtkommen als mit durchdringender Nässe, welche die Wurzeln schnell faulen lässt.

Die regelmäßige Düngung der Kartoffelrose ist kein Muss, denn die robusten und pflegeleichten Pflanzen kommen auch mit weniger Nährstoffen zurecht. Für ein üppiges Wachstum sorgt Kompost. Diesen können Sie unmittelbar bei der Pflanzung unter das Substrat mischen.

Steht dieser zur Verfügung, kann auch zu Pferdemist gegriffen werden. Eine Alternative aus dem Handel ist Flüssigdünger für Rosen. Dieser kann im Abstand von 14 Tagen während der Wachstumsperiode gegeben werden.

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Die wichtigsten Pflanz- und Pflegetipps für die Kartoffelrose im Überblick

TätigkeitWorauf kommt es an?
Standort wählenhell
warm
sonnig bis halbschattig
Bodenvorbereitenleicht
durchlässig
Kartoffelrose pflanzenRhizomschutz einbringen
Drainage gegen Staunässe anlegen
Erde nach der Pflanzung aufhäufeln
leicht angießen
Pflanzabstand 50 Zentimeter
Kartoffelrose gießenregelmäßig bewässern
Staunässe vermeiden
längere Trockenphasen werden vertragen
Kartoffelrose düngenmineralischer Dünger
Kompost
Pferdemist
flüssiger Rosendünger

Kartoffelrose schneiden

Im Naturgarten beeindruckt die Kartoffelrose mit ihrem ursprünglichen Wildwuchs und muss nicht geschnitten werden. Um Heckenrosen in Form zu bringen, bietet sich ein jährlicher Rückschnitt an. Werden die Sträucher regelmäßig ausgelichtet, wachsen sie dicht und üppig.

Beim Rückschnitt ist auf folgende Dinge zu achten:

  • Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist das Frühjahr.
  • Hecken sind auszulichten.
  • An starken Trieben werden bis zu fünf Knospen belassen.
  • An schwachen Trieben wird bis auf drei Knospen zurückgeschnitten.

Um die Heckenpflanzen auszulichten, wird direkt über dem Boden geschnitten. Entfernt werden dabei etwa drei alte Triebe pro Pflanze. Dadurch treibt die Kartoffelrose schneller wieder neu aus und wächst dichter.

Kartoffelrose vermehren

Die Vermehrung nimmt die Pflanze gern selbstständig vor. Dies geschieht durch unterirdische Ausläufer, die an der Oberfläche neu austreiben. Wer es versäumt hat, eine Rhizomsperre anzulegen, darf sich nicht über üppig sprießende Jungpflanzen wundern. Dabei nimmt die Kartoffelrose wenig Rücksicht auf Pflanznachbarn und hat kleinere Gärten schnell überwuchert.

Tipp: Sie können auch nachträglich eine Wurzelsperre einbauen.

Wer die Kartoffelrose gezielt vermehren möchte, kann deren Wurzelausläufer ausgraben und die Ableger an der gewünschten Stelle in die Erde setzen. Auch kleine Tochterpflanzen können vorsichtig ausgegraben werden. Die Wurzeln sind jedoch noch mit der Mutterpflanze verbunden und müssen vorsichtig abgetrennt werden.

Krankheiten und Schädlinge an der Kartoffelrose erkennen

Ihre Robustheit und Widerstandsfähigkeit verdankt die Kartoffelrose nicht zuletzt ihrem ledrigen Blattwerk. Schädlingsbefall kann bei der Sylter Rose kaum festgestellt werden. Auch die an Rosenstöcken häufig zu beobachtenden Pilzkrankheiten treten an der Kartoffelrose nur sehr selten auf.

Kartoffelrose überwintern

Die Pflanze ist winterhart. Der Hobbygärtner muss im Freiland keinerlei Maßnahmen vor dem ersten Frost ergreifen.

Kübelpflanzen müssen vor dem Durchfrieren geschützt werden. Damit der Pflanztopf nicht durchfriert, sollten Sie diesen auf Holz oder Styropor platzieren. Hilfreich ist auch, die Erde mit einer Mulchschicht zu bedecken.

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