Das Köcherblümchen, auch Zigarettenblume genannt, ist ein wunderschöner Dauerblüher. Die Staude bevorzugt einen hellen, sonnigen Standort.

Mit dem Köcherblümchen (Cuphea ignea) holen Sie sich einen pflegeleichten Dauerblüher in den Garten. Die exotische Gartenpflanze bereichert mit ihren aparten Blüten Rabatten, Steingärten oder Blumenkästen. Die roten Blüten ähneln in ihrer Form Zigaretten und begeistern zwischen Frühsommer und Herbst. Dabei ist das Köcherblümchen pflegeleicht und vielseitig einsetzbar.

Köcherblümchen(Cuphea ignea)
Wuchsbuschig, kompakt, leicht überhängend
Höheetwa 30 bis 60 cm
Blüteröhrenförmig, rot mit dunkler Spitze
BlütezeitMai bis Oktober
Standortsonnig bis halbschattig, warm und geschützt
Bodendurchlässig, nährstoffreich, gleichmäßig feucht
Pflegeregelmäßig gießen, Staunässe vermeiden, düngen
Vermehrungüber Kopfstecklinge
Winterhärtenicht winterhart
Besonderheit„Zigarrenblume“ durch auffällige Blütenform

Herkunft und Besonderheiten

Das Köcherblümchen entstammt der Familie der Weiderichgewächse und ist damit, mit der ebenfalls äußerst blühfreudigen, Japanischen Scheinmyrthe verwandt. Die „Zigarettenblume“ stammt aus Mexiko und wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa eingeführt.

Die roten Röhrenblüten erinnern bei genauerem Hinsehen mit ihrer schwarzen Zeichnung und der weißen Kelchöffnung an eine glimmende Zigarette.

Köcherblümchen pflanzen

Das Köcherblümchen kann in Rabatten ebenso gepflanzt werden, wie der Dauerblüher in Balkonkästen überzeugt oder in Ampeln seine Blütenfülle ausdrucksvoll zur Schau stellt. Die Triebe können bis zu 40 Zentimeter lang werden. Auch die Gruppenpflanzung in der Rabatte ist möglich.

Standort

Für das Köcherblümchen sollte ein heller, halbschattiger bis sonniger Standort gefunden werden. Vor hochsommerlicher Hitze sind die Pflanzen allerdings zu schützen.

Boden

Das Substrat sollte durchlässig und nährstoffreich beschaffen sein. Staunässe wird vom Köcherblümchen ebenso wenig vertragen wie Bodentrockenheit. Herkömmliche Blumenerde eignet sich für die Pflanzung in Kästen. Im Freiland sollte ein schwerer Lehmboden mit Sand aufgelockert werden. Ist das Substrat dagegen zu sandig, wird hochwertige Blumenerde untergemischt.

Köcherblümchen pflanzen
Nahaufnahme einer Blüte | © hawanafsu / stock.adobe.com

Pflanzanleitung

Den Sommer kann das Köcherblümchen in Beeten und Rabatten verbringen.

  1. Standort aussuchen
  2. Boden auflockern und ggf. aufbereiten
  3. Pflanzloch ausheben
  4. Köcherblümchen aus dem Pflanztopf nehmen
  5. Köcherblümchen in die Erde setzen
  6. Substrat auffüllen
  7. Erde leicht andrücken
  8. Köcherblümchen angießen
Cuphea ‚CUBANO® Fuente‘, rot, Topf-Ø 12 cm…
  • Die Zigarettenblümchen, Cuphea hyssopifolia ‚CUBANO Fuente‘, im Pflanztopf mit 12 cm Ø blüht ausdauernd über Monate hinweg und fühlt sich am besten in warmen, sonnigen Lagen.

Köcherblümchen pflegen

Köcherblümchen Pflege
Das Köcherblümchen muss regelemäßig gegossen werden | © nickkurzenko / stock.adobe.com

Gießen

Das Köcherblümchen benötigt regelmäßig Wasser. Während der Blütezeit – im Hochsommer – wird täglich gegossen. Zwischen den einzelnen Wassergaben darf das Substrat etwas antrocknen. Keinesfalls sollte durch häufiges Bewässern Staunässe entstehen. Staut sich das Wasser im Pflanzgefäß oder im Boden, werden die Wurzeln angegriffen und die Pflanzen können keine Nährstoffe mehr aufnehmen.

» Hinweis: Leidet eine Pflanze unter Staunässe, wirkt sie, als sei sie vertrocknet. Daher unbedingt das Substrat kontrollieren, bevor erneut gegossen wird.

💡 Tipp:
Zigarettenblumen vertragen keinen Kalk und sollten daher mit abgestandenem und nicht zu kaltem Wasser gegossen werden.

Düngen

Damit die Blütenfülle zwischen Frühsommer und Herbst erhalten bleibt, braucht das Köcherblümchen regelmäßig Nährstoffe. Bewährt hat sich ein handelsüblicher Flüssigdünger für Blühpflanzen, der etwa alle ein bis zwei Wochen dem Gießwasser beigemischt wird. Achten Sie dabei auf die Dosierung auf der Verpackung, denn zu viel Dünger fördert vor allem das Blattwachstum und kann die Blüte bremsen.

Schneiden

Ist die Blütezeit vorüber, wird die Cuphea auf etwa die Hälfte zurückgeschnitten. Die Pflanzen treiben dann üppiger aus und behalten ihre ansprechende Optik. Damit wird das Köcherblümchen ebenso behandelt wie beispielsweise Lavendel.

Köcherblümchen überwintern

Die Köcherblümchen sind nur bedingt winterhart und sollten vor dem ersten Frost ins Haus geholt werden. Die Überwinterung erfolgt bei Temperaturen um zehn Grad. Gießen Sie lediglich sporadisch, gedüngt wird nicht.

Köcherblümchen vermehren

Am einfachsten gelingt die Vermehrung des Köcherblümchens über Stecklinge. Schneiden Sie im zeitigen Frühjahr oder Sommer kräftige Kopfstecklinge ab, also junge Triebspitzen ohne Blüten. Die vorbereiteten Stecklinge kommen direkt in lockere Anzuchterde. Alternativ funktioniert auch ein Gemisch aus Blumenerde und Sand.

  • Triebe auf etwa 7 bis 10 cm Länge schneiden
  • Schnitt knapp unter einem Blattknoten ansetzen
  • Untere Blätter entfernen, damit nichts in der Erde fault
  • Erde in den Töpfen leicht anfeuchten
  • Steckling etwa 2 bis 3 cm tief einsetzen
  • Substrat vorsichtig andrücken

Ein heller Standort ohne direkte Mittagssonne ist ideal. Die Erde sollte gleichmäßig feucht bleiben, Staunässe vermeiden. Nach etwa zwei bis drei Wochen beginnt der Steckling zu wurzeln. Das erkennen Sie daran, dass er neue Blätter bildet oder weiter wächst.

💡 Tipp:
Ein Bewurzelungshormon kann die Wurzelbildung zusätzlich beschleunigen. Dafür wird die Schnittstelle des Stecklings leicht angefeuchtet und in das Pulver getaucht, bevor er in die Erde kommt

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Krankheiten und Schädlinge

Gelegentlich werden am Köcherblümchen Spinnmilben beobachtet. Die Schädlinge können gut in den Blattachseln ausgemacht werden. Auch bei Feuchtigkeit lassen sich die Gespinste erkennen.

Möglich ist auch ein Befall mit Schmier- und Wollläusen. Deren Gespinste ähneln kleinen Wattebällchen und sind nicht zu übersehen.

Dagmar von Gartentipps.com

Seit über 14 Jahren ist Dagmar Dittfeld als Online-Redakteurin für Gartentipps.com aktiv. Auf dem Land aufgewachsen, weiß sie die Vorzüge eines Selbstversorger-Gartens auch heute noch zu schätzen. Ihre ganz besondere Leidenschaft gilt der Gestaltung von Garten, Balkon und Terrasse. Mit ihren Ideen zum Dekorieren, Do-It-Yourself und Upcycling hat Dagmar schon viele Leser zum Nachmachen inspiriert.

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