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Koreatanne pflegen -Tipps für Freiland und Kübel

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Wird die Koreatanne im Freiland gepflanzt, ist sie eigentlich recht pflegeleicht. Einige Besonderheiten gibt es bei der Kübelpflanzung.

Koreatanne pflegen
© Tanya Zabula – Fotolia.com
Koreatannen sind weniger exotisch, als vielleicht die Bezeichnung vermuten lässt. Seit die aus Korea stammende Pflanze Anfang des 20. Jahrhunderts in England Einzug hielt, hat sie sich in Europa, Asien und Nordamerika weit verbreitet. Heute kann der Hobbygärtner die attraktive Tanne in zahlreichen ausgefallenen Sorten erhalten. Dabei müssen Sie nicht unbedingt einen besonders weitläufigen Garten besitzen, denn die langsam wachsenden Kieferngewächse sind auch in zahlreichen kleinwüchsigen Arten im Handel erhältlich. Wenn Sie einige Pflegehinweise beachten, werden Sie sich jahrzehntelang an der Koreatanne (auch Korea-Tanne oder Abies koreana) erfreuen können und ganzjährig eine Zierde für Ihren Garten gefunden haben.

Koreatanne richtig gießen

Das Substrat rund um die Pflanze sollte nicht austrocknen. Daher ist, besonders an warmen Tagen, eine regelmäßige Bewässerung notwendig. Gießen Sie die Koreatanne am besten mit Regenwasser oder abgestandenem Leitungswasser.

Im Herbst besitzen die Pflanzen einen erhöhten Feuchtigkeitsbedarf. Die Bewässerung ist auch im Winter nicht zu vernachlässigen. Kontrollieren Sie den Boden regelmäßig und gießen Sie an frostfreien Tagen. Staunässe gilt es zu vermeiden. Um den Boden durchlässiger zu gestalten, können dem Substrat Kies oder Tongranulat beigemischt werden.

Besonders Kübelpflanzen haben einen erhöhten Feuchtigkeitsbedarf und sind entsprechend häufig zu gießen. Die Erde im Kübel trocknet schnell aus und im Winter besteht die Gefahr des Durchfrierens.

Koreatanne düngen

Die Koreatanne kann sich als Flachwurzler aus dem Boden mit Nährstoffen versorgen. Sie bildet ein flaches, weitreichendes Wurzelwerk. Es kann jedoch zu Mangelerscheinungen kommen, welche die Pflanze anzeigt. Kommt es zum Beispiel zu einer Braunfärbung der Nadeln, fehlt der Tannen Magnesium. Hier können Sie mit der Gabe von Bittersalz nachhelfen. Gehen Sie dabei jedoch behutsam vor, denn braune Nadeln sind kein alleiniges Anzeichen für einen Mangel an Magnesium. Es kann sich ebenso um einen zu trockenen Standort handeln oder die Pflanze leidet unter Frostschäden. Wer die Möglichkeit hat, sollte eine Bodenanalyse durchführen und so Gewissheit über fehlende Nährstoffe bekommen.

➔ Tipp: Koreatannen benötigen wenig Nährstoffe. Pflanzen Sie die Gewächse nicht neben Starkzehrer. Es könnte zu einer Überdüngung kommen.

Arten der Koreatanne im Überblick

Von der Koreatanne sind im Laufe der Zeit eine ganze Reihe an Zuchtformen entstanden. Sie können sich für ein kleines Bäumchen entscheiden oder größere Bäume mit unterschiedlichen Nadelfärbungen pflanzen. Die Nadelfärbung lässt sich bei vielen Sorten durch einen verdrehten Wuchs der Nadeln erreichen. Dadurch werden die Unterseiten sichtbar. Sie können die Koreatannen auch mit unterschiedlichen Zapfenfärbungen erhalten.

Folgende Arten sind im Handel erhältlich:

Aurea

Diese Tanne wächst recht langsam und zeichnet sich meist durch einen eher strauchförmigen Wuchs aus. Die goldfarbenen Nadeln sind eine besondere Zierde.

Barabits Spreading

Diese Sorte wächst besonders langsam und ist sehr gut für kleinere Gärten geeignet. Pro Jahr nimmt Barabits Spreading nur etwa fünf Zentimeter an Wuchs zu. Mit ihrem breiten und kugelförmigen Wuchs eignet sich diese Sorte sehr gut für Steingärten und Beetbegrenzungen.

Silberkugel

Diese Koreakiefer wächst flach und kugelig. Die Nadeln sind nur etwa einen Zentimeter lang. Die gelbgrünen Nadeln besitzen silberne Unterseiten.

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Silberlocke

Mit einem jährlichen Zuwachs von vier bis sieben Zentimetern wächst diese Koreakiefer nur langsam. Einen Blickfang bilden die violetten Zapfen, welche sich früh im Jahr ausbilden. Die dicht stehenden Nadeln zeigen teilweise ihre silberne Unterseite und stellen einen hübschen Kontrast zu den Zapfen dar. Diese besonders attraktive Koreatanne wurde in Deutschland gezüchtet und zwar in den 1980er Jahren von der Baumschule Horstmann.

Koreatanne schneiden – ja oder nein?

Koreatannen kommen ganz ohne Schnittmaßnahmen aus. Sie wachsen selbstständig in ihre charakteristische Form. Sie brauchen also nichts weiter tun, als der Koreatanne beim Wachsen zuzuschauen.

Wie lässt sich die Koreatanne vermehren?

Die Vermehrung der Koreatanne erfolgt nur über Samen. Dies ist keine leichte Aufgabe. Geduld und Vorbereitungszeit sind gefragt, bis sich Nachwuchs bei den Gewächsen einstellt. Zunächst sollten Sie die Zapfen des Baumes sammeln. Die beste Zeit hierfür ist der Monat Dezember. Legen Sie die Zapfen auf die Heizung, werden sie sich schnell öffnen. Nach wenigen Tagen können die Samen entnommen werden.

➔ Hinweis: Nicht jeder Samen der Koreatanne ist keimfähig.

Die Keimfähigkeit lässt sich mit Hilfe der Wasserprobe bestimmen. Dafür legen Sie die Samen in ein Gefäß mit Wasser und lassen dieses über Nacht stehen. Alle Samen, die am Morgen noch auf der Oberfläche schwimmen, können Sie entsorgen, sie sind nicht keimfähig.

Die keimfähigen Samen werden nun in ein mit Pflanzerde und Sand gefülltes Pflanzgefäß gegeben. Das Substrat wird nur leicht darüber gedeckt. Damit die Samen auch wirklich keimen, werden sie stratifiziert. Eigentliche müssten die Samen nun für einige Wochen in den Kühlschrank, dieser Vorgang lässt sich jedoch vereinfachen, denn es ist Winter. Sie stellen das Pflanzgefäß einfach in den Garten oder auf die Terrasse. Schützen Sie die Samen vor Schnee und Regen und halten die Erde gleichmäßig feucht. Dennoch kann es mehrere Monate dauern, bis erste Triebe sichtbar werden.

Koreatanne überwintern

Die Koreatanne stammt aus den Bergwäldern Südkoreas. Dort herrschen im Winter niedrige Temperaturen und daher sind die Pflanzen für den Winter in unseren Breiten gut gewappnet. Zum Problem werden können Spätfröste. Dies betrifft Kübelpflanzen, die im kleinen Pflanzgefäß weniger geschützt sind als im Freiland. Daher sollten die Pflanzkübel mit Gartenvlies oder Reisig geschützt werden. Im Freiland stehende Koreatannen sind nur selten von Frostschäden betroffen.

➔ Tipp: Ein hübscher Blickfang im winterlichen Garten ist die Koreatanne, wenn Sie mit einer Lichterkette und mit Kugeln geschmückt wird.


Foto1: © Tanya Zabula - Fotolia.com

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