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Löwenzahntee selber machen – Wirkung & Rezepte

Löwenzahn ist nicht nur hübsch anzusehen, er ist auch gesund. Wie Sie daraus zum Beispiel ganz einfach einen Tee zubereiten können, verraten wir Ihnen hier.

Löwenzahntee
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Die Kombination aus Bitter- und Mineralstoffen macht Löwenzahn so gesund. Das Heilkraut, das in vielen deutschen Gärten wächst, ist jedoch nicht nur ausgesprochen gesund, es lindert auch diverse Beschwerden. Dabei gibt es angefangen vom Salat über den Essig bis hin zum Tee verschiedene Möglichkeiten, wie der Löwenzahn verwendet werden kann. Sehr beliebt ist zum Beispiel die Zubereitung eines Löwenzahntees, der sich zu jeder Jahreszeit herstellen lässt und nicht nur die Verdauung anregt, sondern auch die Abwehrkräfte stärkt.

Die vielseitige Wirkung des Löwenzahntees

Seinen ausgezeichneten Ruf hat der Löwenzahntee seiner Wirkung zu verdanken. Gleich mehrere Inhaltsstoffe sind für den Körper besonders gesund. Neben Bitter- und Gerbstoffen gehören hierzu insbesondere die Mineralstoffe. Gerade die Bitterstoffe gelten als wertvoller Bestandteil. Das liegt zum einen daran, dass die Bitterstoffe wirklich nur selten Bestandteil der Ernährung sind und zum anderen haben sie eine vielfältige Wirkung auf das individuelle Wohlbefinden. Sie:

  • wirken appetitanregend
  • unterstützen eine stärkere Gallenausscheidung
  • fördern gesunde Zähne
  • tragen zu starken Knochen bei

Die Darmbakterien und die Darmflora profitieren ebenso von dem regelmäßigen Genuss des Löwenzahntees, denn sie reagieren positiv auf das enthaltene Inulin. Inulin ist ein Ballaststoff, der allerdings präbiotisch ist. Dadurch unterstützt dieser Stoff eine optimale Darmflora.

Durch den Verzehr von Löwenzahntee können auch unterschiedliche Beschwerden gelindert werden. Eine Verwendung ist bei folgenden Krankheitsbildern empfehlenswert:

  • Verdauungs- und Magenbeschwerden
  • Abgeschlagenheit
  • Erschöpfung
  • Rheumatische Erkrankungen verschiedener Art
  • Gicht
  • Gallenblasenbeschwerden
  • Leberbeschwerden
  • unreine Haut
  • Nierenerkrankungen
  • Parodontose
  • Zahnschmerzen

Teilweise wirkt sich der Verzehr des Löwenzahntees auch präventiv auf mögliche Krankheiten aus und hilft dabei, der Entstehung vorzubeugen.

Woraus wird der Löwenzahntee hergestellt?

Ein Vorteil der Löwenzahnpflanze besteht darin, dass viele verschiedene Teile dieser verarbeitet werden können. So können sowohl die Blüten als auch die Blätter und Wurzeln genutzt werden. Die Korbblütlerpflanze ist eine besonders widerstandsfähige Pflanze, die aus diesem Grund hierzulande sehr reichlich vorkommt. In Deutschland ist Löwenzahn auf Äckern und in Gärten zu finden, er wächst aber auch auf Wiesen und Schuttplätzen.

Wenn Löwenzahn zu Naturheilmitteln oder Tee weiterverarbeitet werden soll, sollte immer darauf geachtet werden, dass Blüten und Blätter von Wiesen stammen, die sich nicht an dicht befahrenen Straßen befinden. Auch das Ernten am Wegesrand ist nicht empfehlenswert.

Wie wird Löwenzahn geerntet?

Löwenzahn ernten
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Das Besondere am Löwenzahn ist, dass wirklich sämtliche Bestandteile der Pflanze verwertet werden können. Geerntet werden die Bestandteile der Pflanze wie folgt:

  • Blätter: Mai bis September
  • Blüten: April
  • Wurzeln: Frühjahr oder Herbst

Bevor Blätter und Wurzeln verarbeitet werden können, müssen sie getrocknet werden. Das geht am besten in den Sommerwochen. Wichtig ist, dass Dachboden oder Holzschuppen zwar luftig, aber eben auch trocken sind. Ideal sind zum Trocknen sind dabei Temperaturen von 40 Grad Celsius. Nach dem Trocknen kann beides weiterverarbeitet werden. Für die Teezubereitung eignen sich besonders die jungen Blätter, die angenehm aromatisch sind. Weiterhin können Sie auf die zerkleinerten Wurzeln zurückgreifen.

Zubereitung von Löwenzahntee

In erster Linie wird Löwenzahntee natürlich getrunken. Er bietet sich aber auch für die äußerliche Anwendung an und kann beispielsweise für Umschläge genutzt werden. So lassen sich damit auch rheumatische Beschwerden lindern. Ebenso kann Löwenzahntee durch Linderung von Geschwüren und Krampfadern beitragen.

Zubereitung:

Wie andere Tees lässt sich auch der Löwenzahntee sehr leicht zubereiten. Am besten wird er immer frisch gekocht. Für die Zubereitung wird ein Esslöffel getrocknete Löwenzahnblätter und Wurzel in eine Tasse kaltes Wasser gegeben. Beides muss dann gemeinsam erhitzt werden, sodass der Tee kocht. Nach einer Kochzeit von einer Minute muss der Tee nur noch rund 10 Minuten ziehen. Dann kann der Löwenzahn über das Sieb abgegossen werden.

Der Löwenzahntee hat einen leicht bitteren Geschmack, ist aber auch angenehm würzig und herb. Wer lieber süßen Tee bevorzugt, kann den Löwenzahntee natürlich mit Zucker süßen. Besser geeignet ist allerdings der Löwenzahnhonig, der aus den Blüten hergestellt wird.

Wichtig:
Löwenzahntee wird am besten immer frisch zubereitet. Um von den positiven gesundheitlichen Effekten zu profitieren, ist zudem ein regelmäßiger Verzehr wichtig. Im besten Fall werden pro Tag zwei Tassen getrunken und das über einen Zeitraum von acht Wochen.

Alternative Rezepte für die Zubereitung des Löwenzahntees

Für die Zubereitung des Löwenzahntees gibt es neben dem klassischen Rezept noch zwei Alternativen. So kann beispielsweise ein Löwenzahnblütentee zubereitet werden.

• Zubereitung von Löwenzahnblütentee:

Für Löwenzahnblütentee werden die Löwenzahnblüten getrocknet. Wichtig ist, dass die Blüten eine wirklich gute Ausgangsqualität haben. Das ist unter anderem daran zu erkennen, dass sie eine satt gelbe Farbe haben und nicht die Blütenblätter hängen lassen. Um eine Tasse Löwenzahnblütentee zuzubereiten, werden zwei, maximal drei Blüten gebraucht. Die Blüten werden dann direkt mit heißem Wasser aufgegossen.

• Zubereitung von Löwenzahntee aus der Wurzel:

Neben den Blüten und Blättern kann auch nur die Wurzel für den Löwenzahntee verwendet werden. Die Löwenzahnwurzel muss für die Teezubereitung ebenso getrocknet und zerkleinert werden. Besteht die Möglichkeit, kann die Wurzel auch zu Pulver gemahlen werden. Mit heißem, nicht mehr kochenden Wasser wird die Wurzel aufgegossen, sodass ein Tee entsteht. Wichtig ist auch hier, dass der Tee noch einige Minuten Zeit bekommt, um durchzuziehen.

Die Zubereitung eines Löwenzahntees dauert etwa fünf bis 15 Minuten. Wer den Tee regelmäßig trinkt, sollte die getrockneten Blüten, Blätter und Wurzeln in einem verschließbaren Gefäß aufbewahren, sodass diese nicht feucht werden und verderben.

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