Pflanzen Stauden & Ziergräser

Mädchenauge – Aussaat, Pflege und beliebte Sorten

Die meisten Sorten vom Mädchenauge sind sehr blühfreudig und bienenfreundlich. Die auch als Zweizahn bekannte Staude, bevorzugt einen trockenen Standort.

Mädchenauge (Coreopsis)
© eqroy / stock.adobe.com
Als unkomplizierter und facettenreicher Sommerblüher macht sich das Mädchenauge (Coreopsis) einen Namen. Die Blütenkörbchen können in vielen Facetten die Gartenbeete bereichern und erfreuen bis in den Herbst hinein mit ihrer Blüte. Da Wuchshöhen und Blütenfarben zwischen den einzelnen Sorten variieren, lässt sich für eine abwechslungsreiche Beetgestaltung sorgen.

Mädchenauge – Herkunft

Die Stauden werden auch als Zweizahn oder Schöngesicht bezeichnet. Die ursprüngliche Heimat liegt im Norden und Süden Amerikas. Es existieren mehr als 100 Arten, welche zum Großteil in den Prärien Nordamerikas heimisch sind. Eine Vielzahl der heute erhältlichen Kultursorten ist ebenfalls in den USA entstanden.

Das Mädchenauge lässt eine Ähnlichkeit zum Zweizahn erkennen. Diese einjährige Pflanze ist eine beliebte Balkonblume, während sich das Mädchenauge im Beet am wohlsten fühlt.

Mädchenauge pflanzen

➔ Der passende Standort

Mädchenaugen sind Sonnenkinder. Eine direkte Sonneneinstrahlung über mehrere Stunden pro Tag ist Pflichtprogramm, um sich an der üppigen Blüte erfreuen zu können. Auch sehr sonnige und trockene Hänge können mit Mädchenaugen verschönert werden. Vorübergehende Trockenheit ist für die robusten Steppenpflanzen kein Problem.

Die kompakten Sorten sind beliebte Beeteinfassungen. Mit den ungefüllten Blüten einiger Mädchenauge-Sorten machen Sie Bienen und Insekten im heimischen Garten eine Freude.

➔ Das ideale Substrat auswählen

In ihrer natürlichen Heimat wachsen Mädchenaugen auf auffallend trockenem Untergrund. Daher ist das Mädchenauge im heimischen Garten weit besser an Trockenheit angepasst als die meisten übrigen Sommerblumen.

Der Boden sollte eine gute Durchlässigkeit besitzen. Wasser muss abfließen können, denn Staunässe wird nicht vertragen. Weiterhin ist ein nährstoffreiches und humoses Substrat eine gute Wachstumsgrundlage.

➔ Mädchenauge pflanzen – Schritt für Schritt

Wird das Mädchenauge im Frühling gepflanzt, kann sich die Staude bis zum Winter gut anwurzeln. Wer im Sommer pflanzt, muss darauf achten, die jungen Pflanzen regelmäßig zu bewässern.

Bei der Pflanzung ist wie folgt vorzugehen:

  1. Standort auswählen
  2. Boden von Unkraut, Wurzeln und Steinen säubern
  3. Pflanzloch ausheben
  4. Aushub mit Kompost vermengen
  5. Pflanze einsetzen
  1. Erde auffüllen
  2. Erde andrücken
  3. Pflanze angießen
  4. Pflanze ggf. festbinden

Mädchenauge pflegen

➔ Mädchenauge richtig gießen

Mädchenauge mag zwar die Sonne, der Boden sollte aber trotzdem nicht austrocknen. Damit sich Wasser auch im Sommer im Boden hält, kann mit einer Mulchschicht aus Kompost oder Laub nachgeholfen werden.

Wird das Mädchenauge im Kübel gehalten, ist eine regelmäßige Bewässerung notwendig. Bevorzugt sollte morgens und abends gegossen werden, dann verdunstet weniger Wasser ungenutzt.

» Tipp: Verwenden Sie zum Gießen des Mädchenauges möglichst kalkfreies Regenwasser.

➔ Mädchenauge richtig düngen

Um die ausdauernde Blüte des Mädchenauges sicherzustellen, sollte im Frühling mit Kompost gedüngt werden. Eine weitere Düngergabe kann im Hochsommer erfolgen. Wer nicht auf natürlichen Dünger zurückgreifen kann, sollte einen handelsüblichen Langzeitdünger für Blühpflanzen nutzen.

Die wichtigsten Pflanz- und Pflegetipps auf einen Blick

Tätigkeit Worauf es ankommt
Standort wählen vollsonnig
feucht
Boden vorbereiten durchlässig
nährstoffreich
humos
Mädchenauge pflanzen im Frühjahr pflanzen
Aushub mit Kompost anreichern
Mädchenauge gießen geringer Feuchtigkeitsbedarf
Boden darf nicht austrocknen
keine Staunässe
Mädchenauge düngen Kompost im Frühling und Sommer
Langzeitdünger für Blühpflanzen im Frühjahr

Mädchenauge schneiden

Wird das Mädchenauge im Herbst bodennah zurückgeschnitten, verkürzt sich vermutlich die Blütezeit. Für die Pflanze selbst besitzt, hat der Rückschnitt jedoch Vorteile. Im Boden bilden sich Überwinterungsrosetten, welche die Pflanze stärker für den Winter machen.

Verwelkte Blütenstängel gilt es laufend zu entfernen. Wird die Samenbildung unterbunden, bilden sich stattdessen neue Knospen und Sie haben länger Freude an der Blüte. Wer Samen gewinnen will, belässt einfach einige Stängel an der Pflanze.

Mädchenauge vermehren

Als reich blühende Beetstaude benötigt das Mädchenauge nach zwei bis drei Standjahren eine Verjüngung. Hierfür wird der Wurzelballen geteilt und Sie gewinnen gleichzeitig neue Pflanzen.

➔ Mädchenauge teilen – Schritt für Schritt

  1. Pflanze im Frühling ausgraben
  2. Substrat vom Wurzelballen lösen
  3. Wurzel auf Beschädigungen hin kontrollieren
  4. Wurzel mit Messer oder Spaten teilen
  5. Wurzelstücke wieder einpflanzen

Bei einigen Sorten kann die Vermehrung auch durch Aussaat erfolgen. Der Samen wird den Pflanzen im Herbst entnommen und kühl und trocken eingelagert. Die Aussaat unter einer Abdeckung kann im März beginnen. Ab Ende April ist die Ausbringung der Samen direkt im Freiland möglich.

© Tipp: Die Vorkultur im Haus bringt starke Pflanzen hervor, die meist bereits im ersten Standjahr blühen.

Mädchenauge – beliebte Sorten

➔ Netzblatt Schönauge ‚Moonbeam‘
(Coreopsis verticillata ‚Moonbeam)

Mädchenauge Moonbeam
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Netzblatt Schönauge ‚Moonbeam‘ (Coreopsis verticillata ‚Moonbeam)
Wuchs: kissenartig bis kissenbildend, horstig
Wuchshöhe: 25 – 30 cm
Wuchsbreite: 25 – 30 cm
Blütenfarbe: zartgelb
Besonderheiten: sehr reich und ausdauernd blühend, sehr winterhart, bienenfreundlich
Boden: durchlässig, nährstoffreich, frisch, lehmig-sandig
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➔ Zwergiges Mädchenauge ‚Sterntaler‘
(Coreopsis lanceolata ‚Sterntaler‘)

Mädchenauge Sterntaler
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Zwergiges Mädchenauge ‚Sterntaler‘ (Coreopsis lanceolata ‚Sterntaler‘)
Wuchs: horstig, dichtbuschig, aufrecht
Wuchshöhe: 20 – 40 cm
Wuchsbreite: 20 – 30 cm
Blütenfarbe: gelb, rötlichbraune gefleckte Mitte
Besonderheiten: lang ausgedehnte Blütezeit, bienenfreundlich
Boden: frisch, durchlässig, nährstoffreich, humos
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➔ Großblumiges Mädchenauge ‚Sunray’®
(Coreopsis grandiflora ‚Sunray‘ ®)

Mädchenauge Sunray
© Eva / stock.adobe.com
Großblumiges Mädchenauge ‚Sunray’® (Coreopsis grandiflora ‚Sunray‘ ®)
Wuchs: bogig geneigt, horstig
Wuchshöhe: 30 – 70 cm
Wuchsbreite: 30 – 50 cm
Blütenfarbe: tiefgelb
Besonderheiten: bienenfreundlich, Schnittpflanze, Selbstaussaat nach der Blüte
Boden: durchlässig, hoher Humusbedarf
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➔ Netzblatt Schönauge ‚Zagreb‘
(Coreopsis verticillata ‚Zagreb‘)

Mädchenauge Zagreb
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Netzblatt Schönauge ‚Zagreb‘ (Coreopsis verticillata ‚Zagreb‘)
Wuchs: kissenartig, aufrechte Blütenstiele, kompakt, ausläuferbildend
Wuchshöhe: 25 – 30 cm
Wuchsbreite: 25 – 30 cm
Blütenfarbe: leuchtend gelb
Besonderheiten: lange Blühdauer, sehr blühfreudig
Boden: frisch, gut durchlässig, nährstoffreich
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➔ Großblumiges Mädchenauge ‚Sonnenkind‘
(Coreopsis grandiflora ‚Sonnenkind‘)

Mädchenuage Sonnenkind
© simona / stock.adobe.com
Großblumiges Mädchenauge ‚Sonnenkind‘ (Coreopsis grandiflora ‚Sonnenkind‘)
Wuchs: kissenartig, halbkugelig, horstig, kompakt
Wuchshöhe: 30 – 40 cm
Wuchsbreite: 30 – 50 cm
Blütenfarbe: tiefgelb mit rotem Auge
Besonderheiten: zum Schnitt geeignet, winterhart, bienenfreundlich
Boden: nährstoffreich, humos, durchlässig
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Krankheiten und Schädlinge erkennen

Wurden die genannten Pflanz- und Pflegehinweise bedacht, entwickeln sich die Pflanzen in der Regel gesund und kräftig und sind selten von Krankheiten oder Schädlingsbefall betroffen.

Bei jungen Pflanzen besteht die Gefahr, von gefräßigen Schnecken heimgesucht zu werden. Hin und wieder treten Blattläuse auf. Hier hilft meist eine Dusche mit dem Gartenschlauch. Bei ungünstigen Witterungsverhältnissen kann das Mädchenauge von Mehltau befallen werden.

» Tipp: Die Verabreichung von Ackerschachtelhalmbrühe ist ein gutes Stärkungsmittel und kann widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Schädlingen machen.

Mädchenauge überwintern

Die Stauden gelten als bedingt winterhart. Eine Abdeckung mit Laub oder Reisig schützt vor Kahlfrösten und hält die Feuchtigkeit im Boden. An frostfreien Tagen sollte das Mädchenauge gegossen werden.

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