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Narzissen: Krankheiten und Schädlinge erkennen und wirksam bekämpfen

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Sie blühen zwar nicht lange, aber wenn dann sind sie auch anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Aber keine Sorge, entdecken Sie das rechtzeitig, können Sie Ihre Narzissen noch retten.

Auch der Narzisse können Krankheiten und Schädlinge zu schaffen machen
Auch der Narzisse können Krankheiten und Schädlinge zu schaffen machen
Narzissen sind pflegeleicht und widerstandsfähig. Trotzdem lohnt sich hin und wieder ein genauer Blick, um zu schauen, ob die Pflanzen noch rundum gesund sind.

An den Zwiebeln kann schließlich die Zwiebelbasalfäule auftreten. Aber auch Narzissenfliegen können die Frühlingspflanze bedrohen. Aber keine Sorge, wenn Sie genau wissen, um welchen Schädling bzw. welche Krankheit es sich handelt, können Sie dem Ganzen schnell Herr werden.

Das kann den Narzissen zu schaffen machen

Zwiebelbasalfäule:

Sie erkennen die Zwiebelbasalfäule an den Blättern – wenn diese sehr früh vergilben, sind meistens die Zwiebeln der Auslöser. Die Ursache für die häufig auftretende Krankheit ist ein Pilz.

Abhilfe bietet nur eine Radikalkur, denn der Pilz lässt sich nicht behandeln und ausrotten. Graben Sie die gesamte Pflanze aus und entsorgen Sie alle Teile im Hausmüll. Auf den Komposthaufen dürfen befallene Narzissenpflanzen auf gar keinen Fall! Die Pilzsporen verbreiten sich rasch, überleben auch unter ungünstigen Bedingungen und können sich immer weiter verbreiten.

Pflanzen Sie an der gleichen Stelle mehrere Jahre lang keine weiteren Narzissen. Die robusten Pilzsporen können sonst die neuen Zwiebeln wieder angreifen. Sollte die Zwiebelbasalfäule in Ihrem Garten häufig auftreten, können Sie resistente Sorten verwenden. Dazu gehören beispielsweise Engelstränen-Narzissen und Dichternarzissen.

zu viel Feuchtigkeit:

Narzissenzwiebeln können auch faulen, wenn sie zu viel Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Das hat mit dem erwähnten Pilz nichts zu tun. Achten Sie auf einen lockeren Boden, damit sich keine Staunässe bildet. Bei Narzissen im Topf sind der Ablauf im Topfboden und ein gemäßigtes Gießen wichtig.

zu viele Tochterzwiebeln:

Eine weitere Ursache, die Ihren Narzissenzwiebeln zu schaffen macht: An der Brutzwiebel haben sich zu viele Jungzwiebeln gebildet. Dann kümmert die gesamte Pflanze vor sich hin, weil die Tochterzwiebeln der Mutterzwiebel die Nährstoffe rauben. Graben Sie den Wurzelstock aus und nehmen Sie die Jungzwiebeln ab. Auf diese Art und Weise können Sie gleich die Narzissen vermehren.

Narzissenfliegen:

Die Narzissenfliege und zwei weitere, seltenere Fliegenarten sind eine Bedrohung für Narzissen, Tazetten und Osterglocken. Die Fliegen legen ihre Eier in den Boden in der Umgebung ab. Nachdem die Maden geschlüpft sind, ernähren sie sich von den Zwiebeln. Die Narzissenzwiebeln werden vollständig aufgefressen, bis nur eine leere Hülle bleibt. Damit nicht genug: Die Maden überwintern in der Hülle bis zum Frühjahr. Ab April und Mai, nach der Verpuppungsphase, schwärmen die Narzissenfliegen aus und beginnen wieder mit der Eiablage. Auch hier hilft nur: Zwiebeln raus und vernichten. Ein effektives Gegenmittel gibt es nicht.

Schnecken:

Schnecken lieben Zwiebeln – leider sind Narzissenzwiebeln davon häufig betroffen. Bei feucht-warmem Wetter verbreiten sich die gefräßigen Tiere besonders schnell. Gegen den Befall hilft zum Beispiel eine Schneckenbarriere. Aber auch Hausmittel wie Kaffeesatz oder Sägemehl können helfen. Weitere hilfreiche Tipps gegen Schnecken finden Sie hier.


Foto1: © srphotos - Fotolia.com

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