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Narzissen: Krankheiten und Schädlinge erkennen und wirksam bekämpfen

Narzissen blühen nur kurz. Aber in dieser Zeit können verschiedene Krankheiten und Schädlinge dem Frühblüher schwer zu schaffen machen.

Narzissen: Krankheiten und Schädlinge
Auch der Narzisse können Krankheiten und Schädlinge zu schaffen machen – © srphotos / stock.adobe.com
Die Narzisse gehört zu den ersten Pflanzen, die nach einem tristen Winter wieder Farbe in unseren Garten bringen. Sie ist pflegeleicht und eigentlich auch recht widerstandsfähig. Trotzdem lohnt sich hin und wieder ein genauer Blick, um zu schauen, ob die Pflanzen noch rundum gesund sind. Denn Krankheiten und Schädlinge können dem Frühblüher stark zusetzen.

Im Folgenden möchten wir Ihnen einige Schädlinge und Krankheiten vorstellen, die besonders häufig auftreten.

Das kann den Narzissen zu schaffen machen

» Zwiebelbasalfäule:

Sie erkennen die Zwiebelbasalfäule an den Blättern – wenn diese sehr früh vergilben, sind meistens die Zwiebeln der Auslöser. Die Ursache für die häufig auftretende Krankheit ist ein Pilz.

Abhilfe bietet nur eine Radikalkur, denn der Pilz lässt sich nicht behandeln und ausrotten. Graben Sie die gesamte Pflanze aus und entsorgen Sie alle Teile im Hausmüll. Auf den Komposthaufen dürfen befallene Narzissenpflanzen auf gar keinen Fall! Die Pilzsporen verbreiten sich rasch, überleben auch unter ungünstigen Bedingungen und können sich immer weiter verbreiten.

Pflanzen Sie an der gleichen Stelle mehrere Jahre lang keine weiteren Narzissen. Die robusten Pilzsporen können sonst die neuen Zwiebeln wieder angreifen. Sollte die Zwiebelbasalfäule in Ihrem Garten häufig auftreten, können Sie resistente Sorten verwenden. Dazu gehören beispielsweise Engelstränen-Narzissen und Dichternarzissen.

» Narzissenfliegen:

Narzissen Schädlinge: Narzissenfliege
© Anton Faustmann / stock.adobe.com
Die Narzissenfliege und zwei weitere, seltenere Fliegenarten sind eine Bedrohung für Narzissen, Tazetten und Osterglocken. Die Fliegen legen ihre Eier in den Boden in der Umgebung ab. Nachdem die Maden geschlüpft sind, ernähren sie sich von den Zwiebeln. Die Narzissenzwiebeln werden vollständig aufgefressen, bis nur eine leere Hülle bleibt. Damit nicht genug: Die Maden überwintern in der Hülle bis zum Frühjahr. Ab April und Mai, nach der Verpuppungsphase, schwärmen die Narzissenfliegen aus und beginnen wieder mit der Eiablage. Auch hier hilft nur, die Zwiebeln aus dem Boden zu holen und zu vernichten. Ein effektives Gegenmittel gibt es nicht.

» zu viel Feuchtigkeit:

Narzissenzwiebeln können auch faulen, wenn sie zu viel Feuchtigkeit ausgesetzt sind. Das hat mit dem erwähnten Pilz nichts zu tun. Achten Sie auf einen lockeren Boden, damit sich keine Staunässe bildet. Bei Narzissen im Topf sind der Ablauf im Topfboden und ein gemäßigtes Gießen wichtig.

» zu viele Tochterzwiebeln:

Eine weitere Ursache, die Ihren Narzissenzwiebeln zu schaffen macht: An der Brutzwiebel haben sich zu viele Jungzwiebeln gebildet. Dann kümmert die gesamte Pflanze vor sich hin, weil die Tochterzwiebeln der Mutterzwiebel die Nährstoffe rauben. Graben Sie den Wurzelstock aus und nehmen Sie die Jungzwiebeln ab. Auf diese Art und Weise können Sie gleich die Narzissen vermehren.

» Schnecken:

Schnecken lieben Zwiebeln – leider sind Narzissenzwiebeln davon häufig betroffen. Bei feucht-warmem Wetter verbreiten sich die gefräßigen Tiere besonders schnell. Gegen den Befall hilft zum Beispiel eine Schneckenbarriere. Weitere hilfreiche Tipps gegen Schnecken finden Sie hier im Video:

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