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Rosen richtig gießen

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Rosen wurzeln sehr tief und reagieren empfindlich auf eine Beregnung von oben. Deshalb hier unsere Tipps, wie und wann Sie Rosen am besten gießen.

Rosen richtig gießen
© masterq – Fotolia.com
Die Rose benötigt ein hohes Maß an Pflege, um sich als Königin der Blumen voll ins Bild zu setzen. Neben ihrer reizvoll leuchtenden Blüte besticht die Pflanze aber auch mit einem kräftigen und buschigen Pflanzenaufbau sowie mit gesundem, sattgrünem Laub. Das ist eine große Leistung, die die Rose vollbringt und ihr enorme Energie abverlangt. Für diese Kraft saugt sie Nährstoffe aus dem Boden auf. Dabei muss die Bodenfeuchtigkeit stimmen. Somit ist es äußerst wichtig, die königliche Pflanze gut und regelmäßig zu gießen. Aber Vorsicht! Zu viel des “Guten” ist ebenso schädlich, wie zu wenig davon. Wir wollen Ihnen hier einige Ratschläge geben, wie Sie Ihre Rosen am besten gießen.

Jüngere Rosen müssen öfter gegossen werden

Wassermangel ist die häufigste Ursache, wenn Pflanzen eingehen. Hiervon ist auch die Rose nicht ausgeschlossen. Betroffen sind vor allem Neuanpflanzungen im Herbst und Frühjahr. Das rührt daher, dass die Wurzelstruktur noch nicht ausreichend entwickelt ist. So können neu gepflanzte Rosen im trocknen, windigen Herbst oder im Winter vertrocknen, aber auch im trockenen und sonnigen Frühjahr. Daher müssen Sie ihre Rosenpflanzung mindesten einmal pro Woche ausdauernd gießen.

Ältere Rosen versorgen sich aus eigener Kraft

Rosen sind Tiefwurzler, die sich aus einer Tiefe von 3 – 6 Metern Wasser und Nährstoffe heraufholen können. Wenn sie auf ihrem Standort gut “Fuß gefasst” haben, dann brauchen Sie die Pflanze nur noch bei starker Trockenheit gießen. Ansonsten versorgen sich Rosen mit der vorhandenen Feuchtigkeit in tieferen Bodenschichten sehr gut selbst.

So gießen Sie Ihre Rosen richtig

Ratsam ist es, Sie nutzen eine Gießkanne zum Wässern Ihrer Rose. Mit ihr gießen Sie den Wurzelbereich um die Pflanze herum. Dabei ist es wichtig, dass das Wasser allmählich versickert und nicht weg rinnt. Legen Sie deshalb Pausen ein. Ihr Ziel sollte es sein, die Erde etwa 50cm tief zu durchfeuchten. Hierfür planen Sie mindestens drei aufeinander folgende Gießvorgänge von insgesamt etwa 10-15 Liter Wasser pro Rosenpflanze ein.

➤ Die beste Zeit zum Rosengießen ist in den frühen bis späten Morgenstunden. Der Pflanze wird so die Möglichkeit gegeben, wieder abzutrocknen falls doch Blätter benetzt wurden.

➤ Wenn Sie ihre Rosen gießen, dann immer in Bodennähe. Benetzen Sie nie die Blätter – Pilzkrankheiten können die Folge sein.

➤ In der Mittagshitze sollten Sie nicht gießen, denn die Pflanzen sind gestresst durch die starke Sonneneinstrahlung. Wassertropfen können die Blätter dann schnell verbrennen.

➤ Weil der Erdboden über Nacht nicht abtrocknet, sollten Rosen auch abends nicht gegossen werden. Sonst verdunstet die Feuchtigkeit und setzt sich auf den Blättern ab. Dieser Feuchtigkeitsfilm auf den Blättern ist ein hervorragender Nährboden für Pilzkrankheiten, wie Sternrußtau, Mehltau oder Rosenrost.

Anzeichen von Trockenschäden

Die Rosen wirken im Wuchs gestaucht und Trockenschäden sind an den Blättern erkennbar. So sind junge Blätter kleiner als normal. Außerdem wirken junge Triebe und Knospen schlapp. Letztlich können ganze Triebe vertrocknen und die Blüte in der Knospe verbrennen.


Foto1: © masterq - Fotolia.com

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