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Sommermargerite – Pflanzen, pflegen, schneiden & überwintern

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Die Sommermargeriten gehören zu den absoluten Klassikern im Garten. Das ist nicht verwunderlich, denn sie lässt sich einfach pflanzen und ist zudem äußerst pflegeleicht.

Sommermargerite
© hlaine_larkin – Fotolia.com

Die Pflanzen aus der Gattung der Korbblütler bestimmen das Bild im sommerlichen Garten. Im Unterschied zu den anderen Pflanzenarten erstreckt sich die Blüte nicht bis in den Spätherbst hinein. Die Blätter der Sommermargerite sind kleiner. Nicht übersehen werden dagegen die großen, weißen Blüten, ein Sinnbild des Sommergartens schlechthin. Die Sommermargerite ist ein wahrer Klassiker. Aus dem dunkelgrünen Laub erscheinen ab Mai die auffälligen weißen Blüten mit dem für die Sommermargerite charakteristischen gelben Auge.

Wer die Sommermargerite in Beeten und Rabatten anpflanzt, wird sich auch an Schmetterlingen und Bienen erfreuen können. Auch als Kübelpflanze oder in Balkonkästen ziehen die Pflanzen bewundernde Blicke auf sich. Die Sommermargerite gilt als eine der haltbarsten Schnittblumen und somit ist es ein Leichtes, sich den Sommer ins Zimmer zu holen.

Wann blüht die Sommermargerite?

Wie der Name uns bereits verrät, blühen die Pflanzen im Sommer. Bei sonnigem Stand und regelmäßiger Bewässerung, wird die Margerite zwischen Mai und September ihre weißen Blütenköpfe der Sonne entgegenstrecken. Verblühte Blütenköpfe sind regelmäßig zu entfernen. Dies fördert die Ausbildung neuer Blütenstände.

Blühfaule Margeriten – die Ursachen

  • Standort zu schattig
  • zu wenig Wassergaben
  • Blütenstand zu eng
  • Boden zu fest
  • Boden zu nährstoffarm

Welche Sorten von Sommermargeriten gibt es?

Ein Überblick über die beliebtesten Sommermargeriten Arten:

SorteErläuterung
Sommermargerite EissternDiese Art besitzt weiße, dicht gefüllte Blütenköpfe. Die Blütezeit sind die Monate Juli und August. Die Strahlenblüten erscheinen als gefranster Blütenkopf. Sehr beliebt ist diese attraktive Pflanzenart in Bauerngärten.
Sommermargerite BeethovenDiese Art ist besonders hochwachsend. Die Stauden können Wuchshöhen von bis zu einem Meter erreichen. Die großen, auffälligen Blüten mit ihrem gelben Auge kommen besonders gut in naturnah gestalteten Beeten und im Bauerngarten zur Geltung.
Sommermargerite Christine HagemannMit ihren an überdimensionale Edelweiß erinnernden Blütenköpfen ist diese Arte besonders attraktiv. Beim Aufblühen zeigt sich die Blütenmitte leicht grünlich. Die Blüte selbst erstrahlt in reinem Weiß. Als Schnittblume ist diese Sorte besonders lange haltbar.
ZwergmargeriteDie Zwergmargerite ist eine einjährige Margeritenart, welche in Beeten angepflanzt werden kann, aber auch in Blumenkästen sehr gut zur Geltung kommt. Die Pflanze wird etwa 25 cm hoch und die weißen Blüten besitzen Ähnlichkeit mit den Blütenständen der Strauchmargerite.
Sommermargerite GruppenstolzWie der Name bereits verrät, diese Pflanze steht nicht gern allein. Zwischen Juni und September zeigen sich die weißen Blütensterne, welche zum Blickfang in Rabatten oder im Bauerngarten werden. Die Blütenfülle ist besonders üppig und die Pflanze erreicht Wuchshöhen von etwa 50 cm.

Die Sommermargerite pflanzen – So machen Sie es richtig

Die Sommermargerite ist eine recht anspruchslose Pflanze, die sich im Freiland in der Regel mit normaler Gartenerde zufriedengibt. Ein sonniger Standort fördert die reiche Blüte. Die Blüte begünstigt auch ein nährstoffreicher Boden. Der Boden sollte nicht zu trocken sein, Staunässe ist aber in jedem Fall zu vermeiden. Weniger wohl fühlt sich die Pflanze in schweren Tonböden und an sandigen Standorten. Im Winter sollte der Standort nicht zu feucht sein. Da sich die Sommermargerite horstig ausbreitet, benötigt sie entsprechend Raum. Auf einen Quadratmeter können bis zu fünf Pflanzen gesetzt werden. Ist der Boden frisch, durchlässig und nährstoffreich, wird die Pflanze schnell heranwachsen. Ebenso ist auf einen geschützten Standort zu achten. Die Blütenstängel können leicht einknicken. Daher ist es ratsam, die heranwachsenden Pflanzen mit einer Stütze zu versorgen. Sommermargeriten können Wuchshöhen von etwa 80 Zentimetern erreichen und harmonieren im Beet sehr gut mit Rittersporn, Mohn oder Lupinen.

Was ist beim Auspflanzen zu beachten?

  • sonnigen Standort wählen
  • für ausreichend Platz im Blumenbeet sorgen
  • nährstoffreicher, lockerer Boden
  • geschützter Standort

Sommermargeriten lassen sich auch aus Samen heranziehen. Dabei kann der Samen bereits im März in Pflanztöpfen im warmen Zimmer ausgesät werden. Im Mai, nach den Eisheiligen, kann die Aussaat direkt ins Blumenbeet erfolgen.

» Tipp: Die Pflanze ist die ideale Ergänzung für den Bauerngarten und der Samen kann auch einfach in Blumenwiesen verteilt werden.

Was ist bei der Pflege der Sommermargerite zu beachten?

Sommermargerite Blüten
© Carola Schubbel – Fotolia.com

Die Pflanze erweist sich als recht anspruchslos. Bei der Wahl des passenden Standortes dürften kaum Probleme auftreten. Wird die Sommermargerite regelmäßig gegossen, dankt sie es mit üppiger Blütenpracht. Nach der ersten Blüte kann ein Rückschnitt erfolgen, um für eine ebenso umfangreiche Zweitblüte zu sorgen. Nach dem Sommer wirft die Margerite das Laub ab. Ein erneuter Rückschnitt sollte erst im Frühling erfolgen. Beim Anpflanzen ist darauf zu achten, den Pflanzen genügend Raum zu bieten. Ansonsten behindern sich die Margeriten beim Wachsen. Die Pflanzen müssen regelmäßig gegossen werden, in Trockenperioden auch mehrmals täglich. Staunässe ist der größte Feind der Pflanze.

Sommermargeriten richtig gießen und düngen

Ein sonniger Standort wird von der Pflanze mit einer reichen Blüte belohnt. Allerdings benötigen Sommermargeriten stets ausreichende Wassergaben. Dabei gilt es, die Beschaffenheit des Bodens im Auge zu behalten, denn Staunässe verträgt die Pflanze nicht. Auch an halbschattigen Standorten muss regelmäßig gegossen werden. Die Wassergaben sollten nicht bei voller Sonne erfolgen. Die beste Gießzeit sind die Morgen- und Abendstunden. Damit überschüssiges Wasser ablaufen kann und Staunässe vermieden wird, ist es ratsam, für eine Drainage zu sorgen. In der Regel ist eine zusätzliche Düngung im Freiland nicht notwendig, die Pflanze gibt sich mit einem lockeren, nährstoffreichen Gartenboden meist zufrieden. Um die Beschaffenheit des Bodens zu verbessern, kann dieser mit Kompost aufgewertet werden. Auch herkömmlicher Gartendünger wird gut vertragen und ist besonders bei Kübelpflanzen zu empfehlen.

Müssen Sommermargeriten zurückgeschnitten werden?

Sommermargeriten erfreuen zwischen Mai und September mit ihrer Blüte. Diese lange Blütezeit von fünf Monaten kann ein Überblühen zur Folge haben. Werden die Sommermargeriten nach der Blüte im frühen Herbst zurückgeschnitten, können Sie neue Triebe bilden und damit den Winter besser überstehen. Ältere Stauden sollten generell nach der Blüte einen Rückschnitt erhalten und zudem geteilt werden. Die Folge sind kräftige neue Triebe und eine reiche Blütenfülle im Folgejahr.

Zurückgeschnittene Sommermargeriten sind robuster und langlebiger als unbehandelte Pflanzen, die schnell überaltern und vergreisen. Nach der ersten Blüte kann die Pflanze auf etwa ein Drittel zurückgeschnitten werden, um die Zweitblüte zu fördern.

Schädlinge und Krankheiten der Sommermargerite

Allgemein ist die Pflanze kaum anfällig für Krankheiten oder Schädlinge. Werden die Pflegehinweise beachtet und erhält die Pflanze einen sonnigen Standort, dürfte der Hobbygärtner kaum Probleme mit den robusten Pflanzen bekommen. Gelegentlich kann die Margerite von Raupen befallen sein. Wer seine Freilandpflanzen regelmäßig kontrolliert, wird dies gut erkennen. Das Absammeln der Raupen ist als Gegenmaßnahme ausreichend.

Bei Staunässe reagiert die Sommermargerite jedoch empfindlich und es kann zu folgenden Problembildern kommen:

Schimmel

Stehen die Pflanzen dauerhaft zu nass, kann sich Schimmel bilden. Die Pflanze wirkt dabei stark in Mitleidenschaft gezogen und an den Blättern zeigen sich braune Flecken. Besonders häufig kommt Schimmelbefall an in Töpfen oder Kübeln gehaltenen Sommermargeriten vor. Gut auszumachen ist Schimmelbefall durch zu nassen Stand und auch durch einen unangenehmen, modrigen Geruch, der von der Pflanze aufsteigt.

Was ist zu tun?

  • Pflanze aus der Erde nehmen
  • faulige Wurzelstände und befallende Blätter entfernen
  • Wurzeln abspülen und leicht trocknen lassen
  • Pflanze in neue, nährstoffreiche Erde setzen
  • vorsichtig angießen

Blattfleckenkrankheit

Staunässe oder ein zu schattiger Standort gelten als Auslöser für die Blattfleckenkrankheit. Dieser Pilz zeigt sich in Form von bräunlichen bis schwarzen Blattflecken

Was ist zu tun?

  • befallende Blätter entfernen
  • Blätter dürfen nicht auf den Kompost
  • Nachbehandlung mit Fungiziden sinnvoll

Mehltau

Der Mehltau ist eine der häufigsten Pilzkrankheiten im Blumenbeet. Feuchtwarme Böden bieten dem Mehltau einen bevorzugten Nährboden. Die Sporen werden durch den Wind verbreitet. Dies findet bevorzugt an feuchtwarmen Tagen statt. Erkennbar ist der Mehltau beim täglichen Kontrollgang an den Blättern der Pflanze. Diese zeigen einen weißen bis gräulichen Belag.

Was ist zu tun?

  • Gemisch aus Wasser und Milch aufsprühen
  • nach der Trocknung mit klarem Wasser nachbehandeln
  • Läuse und Milben im Anmarsch

Blattläuse und Spinnmilben

Gelegentlich kommt es auch zu einem Befall mit Blattläusen oder Spinnmilben. Blattläuse lassen sich mit dem bloßen Auge erkennen. Befallene Pflanzenteile zeigen klebrige Flecken. Die Blätter rollen sich ein und fallen schließlich ab. Blattläuse lassen sich mit Schmierseife oder einem Sud aus Brennnesseln oder Schwarzfarn wirkungsvoll beseitigen. Die komplette Pflanze sollte mit der Lösung eingesprüht werden.

Spinnmilben sind häufig nicht auf den ersten Blick zu erkennen, da sich die Gespinste oft an der Unterseite der Blätter befinden. Färben sich die Blätter gelblich, ist dies ein deutliches Anzeichen für einen Befall mit Spinnmilben. Gegen diese Schädlinge kann mit handelsüblichen Schädlingsbekämpfungsmitteln wirkungsvoll vorgegangen werden. Diese sind auf chemischer oder auf pflanzlicher Basis erhältlich.

Wie lassen sich Sommermargeriten vermehren?

Sommermargeriten lassen sich durch Samen und Stecklinge vermehren. Wer sich für die Vermehrung durch Samen entscheidet, kann bereits im Februar damit beginnen, die Samen in die Erde zu bringen und auf der Fensterbank heranzuziehen. Mitte Mai dürfen die Pflanzen dann ins Freiland umziehen.

Vermehrung mit Stecklingen – so geht‘s

  1. im Spätsommer Stecklinge schneiden
  2. Zweige sollten etwa zehn Zentimeter lang sein
  3. Stecklinge in die Erde bringen
  4. regelmäßig gießen
  5. nach Ausbildung der Wurzeln in größere Gefäße setzen
  6. Jungpflanzen im Haus überwintern
  7. im kommenden Frühjahr im Freien auspflanzen

Was ist bei der Überwinterung von Sommermargeriten zu beachten?

Nach der Blüte sollten die Pflanzen komplett zurückgeschnitten werden. Eine gute Bewässerung und das Aufbringen von Kompost fördern die Blüte im Folgejahr. Kübelpflanzen sind vor den ersten Frösten ins Haus zu holen. Der Standort sollte hell und nicht zur warm gewählt werden. Auch im Winter benötigen die Pflanzen Wasser. Der Wurzelballen darf aber nicht zu nass stehen. Im Freiland belassene Pflanzen können Sie mit Reisig abdecken oder mit Gartenvlies vor strengen Frösten schützen. Margeriten im Freiland dienen abgeblühte Stängel als Winterschutz. Daher ist der komplette Rückschnitt vor dem Winter nur bei Kübelpflanzen zu empfehlen.

Die besondere Schönheit – das Margeritenbäumchen

Als Kübelpflanze ein wahrer Hingucker ist das Margeritenbäumchen. Die Pflanzen sorgen auf Balkon und Terrasse für sommerliche Stimmung und reiche Blütenfülle auf kleinem Raum. Die Margeriten wurden für diese Wuchsform speziell gezüchtet und wachsen nicht buschförmig, wie es der Pflanze eigen ist, sondern als attraktives Stämmchen. Auch das Margeritenstämmchen blüht den ganzen Sommer über.

Neue Blüten werden schneller und üppiger hervorgebracht, wenn abgeblühte Blütenstände regelmäßig entfernt werden. Die Kübelpflanze benötigt einen sonnigen Standort. Volle Sonne wird durchaus vertragen. Halbschatten ist möglich, wird allerdings mit weniger Blütenfülle quittiert. Regelmäßige Wassergaben sind sehr wichtig. Kübelpflanzen benötigen zudem etwa alle 14 Tage einen handelsüblichen Flüssigdünger. Auch beim Margeritenstämmchen kann ein Rückschnitt nach der ersten Blüte eine zweite Blütenfülle begünstigen. Die Stämmchen sollten bei etwa zehn Grad in hellen Treppenhäusern oder auf Dachböden überwintern. Dunkle Keller sind dagegen nicht zu empfehlen. In milden Wintern lassen sich die Pflanzen, mit etwas Glück, auch an einem windgeschützten Standort auf Balkon oder Terrasse überwintern. Eine Abdeckung mit Gartenvlies ist in jedem Fall notwendig.

Sommermargeriten und ihre Verwendung

Sommermargeriten sind besonders beliebt in Beeten, Rabatten und Bauerngärten. Auch im Kübel auf Terrasse oder Balkon setzen die Pflanzen stimmungsvolle Akzente. Die strahlend weißen Blüten sorgen für Leichtigkeit. Dies kommt besonders gut zur Geltung, wenn die Pflanzen zum Beispiel vor Hecken gepflanzt werden. Farbliche Akzente lassen sich in Gruppenpflanzungen mit Mohn, Rosen, Feuerlilien oder Gladiolen setzen. Die Sommermargerite ist eine ausdauernde Schnittblume und hält sich in der Vase über mehrere Wochen. Das Wasser ist dabei regelmäßig zu wechseln. Die Haltbarkeit lässt sich erhöhen, wenn der Stiel der Sommermargeriten regelmäßig leicht gekürzt und längs eingeschnitten wird.


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