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Sonnenbraut pflegen – gießen, düngen und schneiden

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Die Sonnenbraut ist bei Gärtnern wegen Ihrer Farbenpracht und guter Vermehrung sehr beliebt. Wir geben Pflegetipps für gesundes Wachstum der Staude.

Sonnenbraut pflegen
© meyerfranzgisela – Fotolia.com
Die Sonnenbraut (Helenium) ist eine Sommerstaude, die hierzulande sehr viele Gärtner Jahr für Jahr begeistert. Nicht nur, weil sie durch eine rot-orange, kupferfarbene oder gelbe Farbenpracht wie ein Meer aus Flammen wirken kann, sondern auch wegen ihrem raschen Wuchs und dem schnellen Vermehren, durch welches schon bald große Gartenbereiche abgedeckt werden. Die Sonnenanbeterin unter den Gartenblumen blüht sogar oft bis Oktober, sodass Gärtner die Pracht lange genießen können – und das Jahr für Jahr, da die Pflanze Winter problemlos übersteht und sich im nächsten Jahr schnell wieder blühend ankündigt. Wer allerdings so viel von der Sommerstaude erwartet, sollte sich auch gut um sie kümmern. Obwohl die Pflanze kaum anspruchsvoll ist, hilft die richtige Pflege dabei, für prächtige Blüten im Sommer zu sorgen. Ansonsten kann es passieren, dass diese eher kümmerlich wirken und der Wuchs alles andere als ansprechend ist.

Sonnenbraut: kleiner Steckbrief

Die Sonnenbraut, die von vielen Liebhabern auch als Sonnenanbeterin bezeichnet wird, zeichnet sich zum einen durch ein sehr gutes Wachstum aus. So wird diese meist deutlich mehr als 50cm hoch, eine Staude bringt dabei oft einen Durchmesser von etwa 50cm mit. Dies bleibt aber nicht lange so, da die Sonnenbraut sich schnell von selbst vermehren kann, wenn die Bedingungen stimmen. Die Blüten ähneln groß geratenen Gänseblümchen, sind meist rot, orange, gelb oder sogar Kupfer gefärbt. Auch zweifarbige Blüten kommen bei vielen Unterarten der Staude vor. Das große Plus der Sonnenbraut ist, dass diese Insekten wie Schmetterlinge und Bienen zahlreich anzieht – und daher auch dem Erhalt der Bienen dienen kann. Gleichzeitig ist die Sonnenbraut sehr pflegeleicht, sie übersteht Frost und Minustemperaturen gut, benötigt allerdings einen guten Schutz vor Wind, um nicht zu knicken. Doch wie genau wird die Sonnenbraut gepflegt, damit sich all ihre Eigenschaften deutlich machen?

Tipp 1 – Sonnenbraut gießen

Je wärmer es wird, desto feuchter sollte der Boden gehalten werden, der die Sonnenbraut umgibt. Sie mag es ausreichend feucht, aber nicht zu nass, damit Staunässe verhindert werden kann. Wer nicht ständig Feuchtigkeit prüfen möchte, kann um die Pflanze Mulch ausbringen, der die Erde und damit auch die Wurzeln der Pflanze vor dem Austrocknen schützt. Wer Staunässe verhindern will, sollte vor dem Gießen immer prüfen, ob die Erde nicht doch noch zu feucht ist – und den Gießvorgang entsprechend anpassen.

Ansonsten reicht es vollkommen aus, die Pflanze in regelmäßigen Abständen zu gießen und dabei recht mäßig vorzugehen. Beim Gießen selbst geht man für die Pflanze sinnvoller vor, wenn man das Wasser morgens zufügt oder alternativ abends, wenn die Sonne bereits untergegangen ist. Trifft man beim Gießen nämlich die Blüten oder Blätter, könnten diese durch den Lupeneffekt der Wassertropfen auf die Sonnenstrahlen stellenweise verbrannt werden.

Tipp 2 – Sonnenbraut düngen

Wenn eines sicher ist, dann, dass Sonnenstauden wie die Sonnenbraut nicht nur Feuchtigkeit benötigen, sondern auch ausreichend Nährstoffe. Nach dem Pflanzen ist eine Zugabe von Dünger oder Kompost erwünscht, in jedem Frühling kann die Pflanze zudem gedüngt werden, um das Erblühen und Ergrünen zu unterstützen. Außer im Frühling wird Dünger bei der Pflanze nur mäßig benötigt. Eine monatliche Zugabe von Kompost oder etwas Dünger reicht daher bis zum Herbst vollkommen aus, um die Pflanze beim Blühen im Sommer zu unterstützen und zu stärken.

Im Winter kommt das Gewächs natürlich ganz ohne Dünger aus. Man muss sich für die Sonnenbraut übrigens keinen teuren Dünger kaufen: Hat man ein wenig Kompost zu Hause, lässt sich dieser ganz einfach in die Erde mit einmischen, indem man diese vorher etwas auflockert.

Tipp 3 – Richtiger Schnitt

Auch der richtige Schnitt gehört zum Pflegeumfang einer Helenium Sommerstaude dazu. In dieser Hinsicht sind die Bedürfnisse der Pflanze alles andere als anspruchsvoll: Sie muss nur wegen dem rasanten Wachstum geschnitten werden, oder, um die Pflanze in ihrer Standfestigkeit zu unterstützen. Herrscht wegen dem rasanten Wachstum also einmal Platzmangel, kann es helfen, die Blätter und Pflanzen zu stutzen. Sind Blüten verwelkt, gilt es, diese ebenfalls abzuschneiden – ebenso wie Laub, das bereits verwelkt ist. Möchte man die Standfestigkeit der Pflanze im Wind erhöhen, kann diese an ihren Trieben gekürzt werden. Dies schadet der Pflanze nicht und stärkt diese gut.

Erscheinen allerdings erste Blütenknospen, ist das Entfernen der Spitze zu stoppen. Um der Pflanze dabei zu helfen, den Winter problemlos zu überstehen, kann ein etwas radikalerer Schnitt nahe am Boden helfen. Auch diesen verträgt die Pflanze allgemein sehr gut, sodass man kein Absterben oder kümmerliches Wachstum im nächsten Frühjahr befürchten muss.

Tipp 4 – Sonnenbraut überwintern

Beim Überwintern fällt für den Gärtner und Liebhaber der Pflanze recht wenig Arbeit an, da diese im Grunde genommen von allein überwintern kann, ohne Schäden davonzutragen. Frost übersteht die Pflanze und Sonnenanbeterin ebenso gut, wie eisige Temperaturen und viel Schneefall. Es schadet allerdings nicht, vor dem Winterbeginn einen Radikalschnitt zu wagen und die Sonnenbraut mit Vlies, Jute oder auch nur Mulch zu bedecken. Damit wird die Wurzel der Staude etwas besser im Erdboden geschützt und die Pflanze kann sich im Frühjahr einfacher wieder entfalten.

Wichtig ist lediglich, nach dem Winter, zu Beginn des Frühlings auf etwas Dünger zu setzen, der die Pflanze in ihrem Wachstum unterstützt. Auch das leichte Auflockern der Erde und Anreichern dieser mit Kompost unterstützt das Erwachen der Pflanze aus ihrem Winterschlaf. Übrigens stirbt das Laub der Sonnenbraut vor dem Winter ab, sodass es bei Wintereinbruch möglichst entfernt werden oder als Frostschutz platziert werden sollte.


Foto1: © meyerfranzgisela - Fotolia.com

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