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Steckzwiebeln pflanzen – So wird’s gemacht

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Ohne Steckzwiebeln würden viele Gerichte einfach nur fade schmecken. Hier deshalb einmal erklärt, wie Sie Steckzwiebeln selbst anpflanzen können.

Steckzwiebeln dürfen in keinem Garten fehlen
Steckzwiebeln dürfen in keinem Garten fehlen

Selten nur noch werden Zwiebelsamen im Februar ausgesät. Denn in erster Linie ist es heute die pflegeleichte Steckzwiebel, die in unzähligen Gartenanlagen gepflanzt wird, damit das bei uns so beliebte Allzweckgemüse möglichst ganzjährig genossen werden kann. Angeboten werden hierfür Wintersteckzwiebel, die bereits im August im Gemüsebeet eingesetzt werden können, oder aber die so genannten Sommersteckzwiebeln, deren Ausbringen zumeist erst ab Ende März bzw. bis Mitte April erfolgen sollte.

Egal für welche Sorte Sie sich nun entscheiden, nachfolgend bekommen Sie erklärt, wie Sie diese richtig anpflanzen, pflegen und ernten.

Standortwahl

Bevorzugt wird von jeder Zwiebel immer ein möglichst sonniger und wettergeschützter Standort mit lockeren Bodenverhältnissen. Um optimale Verhältnisse zu schaffen, sollten Sie das Gemüsebeet bereits im Sommer (mindestens 4 Wochen vor dem Stecken der Winterzwiebeln) bzw. im Spätherbst vorbereiten. Dazu den Boden mit einer Gartenkralle gut auflockern, Unkraut säuberlich entfernen und einen nährstoffreichen Kuhmist einarbeiten. Auf diese Weise kann sich der Boden nochmals gut absetzen und muss unmittelbar vor dem Stecken nur noch einmal kurz aufgelockert werden.

Zwiebeln stecken

Bereits im August oder Ende März können Sie die Zwiebeln sodann ins Erdreich setzen. Dazu die Steckzwiebeln mit dem Keimansatz nach oben schauend in das unkrautfreie Erdreich stecken, so dass sie letztendlich nur knapp mit Erde bedeckt sind.

Empfehlenswert ist ein sauberes Setzen in Reihen, die einen Abstand von 20 Zentimeter aufweisen sollten. Darüber hinaus sollten Sie auch noch zwischen den einzelnen Steckzwiebeln – je nach Sorte – ebenfalls einen Abstand von 5 bis 10 Zentimeter einhalten.

Steckzwiebeln richtig pflegen

➤ Unkraut jäten:

Bei allen Zwiebeln müssen Sie darauf achten, dass sich zwischen den Reihen möglichst wenig Unkraut bildet, denn dies vermindert eine Schädigung des Gemüses.

➤ Gießen:

Ebenfalls sollten Sie die Zwiebeln an heißen Tagen mäßig gießen. Die Bewässerung müssen Sie allerdings rechtzeitig vor der Ernte einstellen, damit die Zwiebeln im Gemüsebeet nicht anfangen zu faulen.

➤ Düngen:

Ein zusätzliches Düngen ist in der Regel nicht erforderlich, da der vorab bearbeitete Boden über ausreichend Nährstoffe verfügt. Natürlich können Sie während der Saison aber immer wieder mal ein wenig Humus auf dem Zwiebelbeet verbreiten.

➤ Schutz im Winter:

Winterzwiebeln sollten Sie während der extremen Frosttage zudem immer mit ein wenig Reisig schützen.

Steckzwiebeln ernten

Geerntet werden Winterzwiebeln in der Regel von Juni bis Juli und die Sommerzwiebeln von Juli bis September. Erkennbar ist eine Fruchtreife am langsam absterbenden Zwiebelgrün (Blätter). Für die Ernte müssen Sie die Zwiebeln lediglich aus der Erde entnehmen.

» Tipp:

Haben Sie alle Zwiebeln geerntet, dann sollten Sie am besten mehrere am Grün zusammenbinden und kopfüber an einem geschützten, möglichst dunklen Ort zum Trocknen aufhängen. Auf diese Weise sind sie lange haltbar und können Stück für Stück verzehrt werden. (Lesetipp: Gemüse konservieren – 5 Möglichkeiten vorgestellt)


Foto1: © DLeonis - Fotolia.com

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