Die Strahlenaralie ist eine attraktive Zimmer- und Gartenpflanze. Wie Sie diese optimal versorgen und so zu einem Hingucker im Raum machen, erkläre ich hier.

Strahlenaralie
Die Schefflera kann das Raumklima verbessern – © LariBat / stock.adobe.com

Die dekorative wie pflegeleichte Strahlenaralie (Schefflera) zählt zu den beliebtesten Zimmerpflanzen und ist auch aus vielen Büros nicht wegzudenken. Zum Blickfang werden dabei vor allem die handförmigen, glänzenden Blätter. Der natürliche Glanz hat der Schefflera zum Beinamen „Lackpflanze“ verholfen.

Doch nicht nur aufgrund der Blätter ist diese Pflanze ein Hingucker im Raum. Ältere Exemplare lassen sich mit etwas Glück auch in Zimmerkultur zum Blühen bewegen. Im Hochsommer erscheinen dann grüngelbe und in Sternenform angeordnete Blütenrispen.

🌍 Herkunft

Die Strahlenaralie (Schefflera) stammt ursprünglich aus den tropischen Regionen Südostasiens. Insbesondere in Indonesien, Malaysia und den Philippinen ist sie beheimatet. Dort wächst sie bevorzugt in den schattigen Wäldern und Regenwäldern.

Die Strahlenaralie gehört zur Familie der Araliengewächse (Araliaceae) und umfasst mehrere Arten, von denen die Schefflera actinophylla und Schefflera arboricola am bekanntesten sind.

🌼 Aussehen und Wuchs

Die Strahlenaralie beeindruckt mit ihren markanten, handförmigen Blättern, die je nach Art unterschiedlich groß sein können. Die Blätter sind meist tiefgrün und glänzend. Sie besitzen eine elegante, aufrechte Wuchsform und können je nach Sorte eine beachtliche Höhe erreichen. Schließlich kann die Strahlenaralie pro Jahr bis zu 30 Zentimeter wachsen.

Durch den aufrechten Wuchs gewinnt die Schefflera schnell an Höhe. In Zimmerkultur sind mehr als zwei Meter keine Seltenheit. In den Tropen lassen sich Strahlenaralien sogar als stattliche Bäume von bis zu 40 Metern Höhe finden.

Eine weitere Besonderheit der Strahlenaralie sind ihre auffälligen Blütenstände, die bei bestimmten Bedingungen entstehen können. Allerdings ist es eher selten, dass die Strahlenaralie unter Zimmerkultur zur Blüte gelangt.

⭐ Besonderheiten der Pflanze

Eine Schefflera kann zur Verbesserung des Raumklimas eingesetzt werden. Die „Reinigungswirkung“ ist bei großen und gepflegten Pflanzen am intensivsten. Die Strahlenaralie bindet Nikotin, Benzol oder Formaldehyd in der Raumluft. Damit kann den Pflanzen eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgewiesen werden.

Interessant: An der Uni Köln wurden Berechnungen durchgeführt, welche zu dem Ergebnis kamen, dass eine 1,5 Meter hohe Pflanze stündlich rund einen Liter Sauerstoff freisetzt. Pro Tag können der Luft im Zimmer zehn Liter Kohlendioxid entzogen werden.

📋 Kurzer Steckbrief zur Strahlenaralie

Strahlenaralie (Schefflera)
Wuchs: aufrecht
Wuchshöhe: 1,5 bis 2 m
Standort: Halbschatten bis Schatten
Boden: durchlässiger Boden
Besonderheit: markante, handförmige Blätter
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⛅ Der ideale Standort für die Strahlenaralie

Die Strahlenaralie fühlt sich an halbschattigen bis schattigen Standorten am wohlsten. Direktes Sonnenlicht sollte vermieden werden, da dies zu Verbrennungen der Blätter führen kann. Im Freien sollte die Pflanze vor kalten Winden geschützt werden. In Innenräumen ist ein Standort in der Nähe eines Fensters mit indirektem Licht empfehlenswert.

Im Sommer darf die Schefflera auf den Balkon oder die Terrasse umziehen. Im windgeschützten Halbschatten fühlen sich die Pflanzen hier am wohlsten. Die Temperaturen bei Tage sollten jedoch nicht unter 15 Grad abfallen. Nachts werden Werte bis etwa zehn Grad toleriert.

🌱 Das ideale Substrat auswählen

Für die Strahlenaralie eignet sich ein leicht saures bis neutrales Substrat mit guter Durchlässigkeit am besten. Eine Mischung aus Blumenerde, Torf und Sand bietet dabei eine gute Grundlage. Achten Sie darauf, dass das Substrat ausreichend Wasser speichern kann, aber keine Staunässe entsteht.

💧 So pflegen Sie die Strahlenaralie richtig

Strahlenaralie
Das feuchte Abwischen oder Besprühen der Blätter erhält den Blattglanz – © bondarillia / stock.adobe.com

◽ Gießen:

Das Gießen dürfen Sie nicht vernachlässigen, allerdings auch nicht übertreiben. Die Erde sollte gleichmäßig durchfeuchtet sein. Ein oberflächliches Abtrocknen zwischen den einzelnen Gießvorgängen ist vorteilhaft. Gießen Sie aber nicht über die Blätter und vermeiden Sie die Entstehung von Staunässe. Stehendes Wasser sollten Sie deshalb nach etwa 15 Minuten aus dem Untersetzer entfernen.

Bei kleineren Pflanzen bietet sich die wöchentliche Tauchmethode an. Gehen Sie dabei einfach wie folgt vor:

  1. Eimer mit Wasser füllen
  2. Schefflera hineinstellen und untertauchen
  3. Pflanze so lange im Wasser belassen, bis keine Blasen mehr aufsteigen
  4. Pflanze aus dem Wasser nehmen
  5. Überschüssige Flüssigkeit abfließen lassen

◽ Düngen:

Für ein gesundes Wachstum ist eine regelmäßige Düngung notwendig. Geben Sie dazu wöchentlich etwas Blumendünger in das Gießwasser. Dies bezieht sich auf die Hauptwachstumszeit zwischen April und Oktober. Im Winter genügt es, einmal monatlich zu Flüssigdünger zu greifen.

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◽ Umtopfen:

Junge Strahlenaralien wachsen üppig und sollten jährlich in ein größeres Pflanzgefäß umziehen. Wichtig ist auch der Austausch der Pflanzerde, da sich diese schnell verbraucht. Bevor die Pflanzen in ein neues, größeres Pflanzgefäß umziehen, sollten Sie überlange und beschädigte Wurzelteile abschneiden.

🌿 Vermehrung der Strahlenaralie

Die Strahlenaralie kann durch Stecklinge vermehrt werden. Schneiden Sie dazu einen etwa 10 cm langen Trieb ab und entfernen Sie die unteren Blätter. Setzen Sie den Steckling in ein mit feuchter Erde gefülltes Pflanzgefäß und halten Sie die Erde gleichmäßig feucht. Nach einigen Wochen sollten sich Wurzeln bilden. Dann können Sie den Steckling in einen größeren Topf umtopfen.

Wenn Sie Samen in die Erde bringen, müssen Sie sich zwei bis drei Wochen gedulden, bis sich die ersten Keimblätter zeigen.

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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