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Strohblumen: die häufigsten Krankheiten & Schädlinge vorgestellt

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Strohblumen sind robuste Pflanzen mit einer hohen Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten. Allerdings treten auch bei guter Pflege gelegentlich Erkrankungen auf.

Strohblumen sind robuste Pflanzen
Strohblumen sind robuste Pflanzen
Strohblumen, auch Helichrysum genannt, sind nicht nur sehr robust, sondern auch pflegeleicht. Mit der richtigen Pflege der Strohblume erfreuen Sie die Pflanzen nicht nur während der Blütezeit, sondern auch noch lange danach. Strohblumen lassen sich schließlich trocknen und somit für Trockensträuße nutzen. Vorausgesetzt es haben sich daran keine Schädlinge zu schaffen gemacht oder Krankheiten ausgebreitet. Denn dann können die dekorativen Blumen großen Schaden nehmen. Meist genügen aber schon kleine Änderungen im Umgang mit den Pflanzen, um ihnen neues Leben einzuhauchen.

Vorbeugung ist das A und O

Wenn Sie ein paar vorbeugende Maßnahmen ergreifen, können Sie verhindern, dass Ihre Strohblumen von Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Wählen Sie z.B. immer einen warmen und sonnigen Standort aus, an dem sich widerstandsfähige Exemplare entwickeln können. Strohblumen sind recht anspruchslos, mögen aber keine Kälte und Nässe. Halten Sie die Pflanzen deshalb auch nur mäßig feucht. Gießen Sie morgens und abends kleinere Wassermengen auf die umgebende Erde, nicht auf Blätter oder Blüten. Das Wasser darf nicht eiskalt sein. Wenn die Strohblume in einem Kübel steht, müssen Sie dafür sorgen, dass Wasser ungehindert abfließen kann.

Einen hundertprozentigen Schutz bieten diese Maßnahmen allerdings nicht. Zu den häufigsten Schädlingen und Krankheiten, die Strohblumen dennoch gelegentlich zu schaffen machen, gehören der Falsche Mehltau, die Verticillium-Welke und Blattläuse.

Diese Krankheiten und Schädlinge können auftreten

Falscher Mehltau

Falscher Mehltau ist eine weit verbreitete Pflanzenkrankheit, die in die Strohblumen eindringt und dann an der Unterseite der Blätter einen weißen Pilzrasen ausbildet. An der Blattoberseite treten zugleich gelbe bis bräunliche Flecken auf.

Bekämpfung:

Wenn Sie dieses Schadbild an Ihren Strohblumen erkennen, entfernen Sie umgehend alle befallenen Blätter. In der Regel müssen Sie den Falschen Mehltau nicht mit chemischen Pflanzenschutzmitteln bekämpfen.

Gute Hausmittel für einen Schutz vor einem erneuten Befall sind pflanzliche Brühen aus Brennnesseln (Anleitung dazu hier) oder Ackerschachtelhalm (Anleitung dazu hier). Darüber hinaus ist es sinnvoll, dicht stehende Strohblumen auszudünnen. Falscher Mehltau gedeiht nämlich vor allem unter feuchten Bedingungen. Bei einem weiten Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen trocknen die Blätter deutlich schneller ab, was dem Mehltau dann keine Chance gibt.

Verticillium-Welke

Welke und schlaffe Blätter sind bei Strohblumen oft auf Mangel an Licht, Wasser oder Nährstoffen zurückzuführen. Können Sie diese Ursachen ausschließen, leiden Ihre Strohblumen möglicherweise an der gefährlichen Verticillium-Welke. Wenn die Blätter plötzlich und scheinbar ohne Ursache schlaff und fahl werden, ist dies ein Warnhinweis.

Bekämpfung:

Entfernen Sie alle betroffenen Blätter und beobachten Sie die Pflanze einige Tage. Tritt die Welke an anderen Blättern erneut auf, entfernen Sie die Strohblume am besten mitsamt der umgebenden Erde. Die Verticillium-Welke ist nämlich eine hochinfektiöse Pilzerkrankung. Den Verlust einer einzelnen Blume sollten Sie zum Schutz der anderen Pflanzen in Ihrem Garten in Kauf nehmen. Wichtig: Kompostieren Sie die befallene Strohblume keinesfalls, sondern entsorgen Sie die Pflanze im Hausmüll. Sie riskieren sonst, dass der Pilz im nächsten Jahr wieder in den Garten gelangt.

Blattläuse

Hin und wieder befallen auch Blattläuse Strohblumen. Kontrollieren Sie an Ihren Pflanzen regelmäßig, ob sich Blattläuse eingenistet haben. Je früher Sie die Plagegeister erkennen, desto besser sind sie zu bekämpfen.

Bekämpfung:

Wenn Sie nur wenige Blattläuse sehen, entfernen Sie diese einfach mit einem trockenen Tuch. Bei einem stärkeren Befall empfiehlt es sich, die Pflanzen mit einer Schmierseifen-Spiritus-Lösung einzusprühen. Mixen Sie dazu einfach 500 Milliliter Wasser mit einem Esslöffel Spiritus und einem Esslöffel Schmierseife und sprühen Sie die Pflanze damit tropfnass ein. Vergessen Sie dabei aber nicht die Blattunterseiten. Den Vorgang wiederholen Sie einmal wöchentlich, bis die Schädlinge das Weite gesucht haben.


Foto1: © ClaraNila - Fotolia.com

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