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Wald-Frauenfarn pflanzen und pflegen

Der Wald-Frauenfarn setzt auch ohne Blüten wunderschöne Kontraste in Ihren Garten. Am liebsten steht der anspruchslose Farn im Schatten, nur Trockenheit verträgt er nicht.

Wald-Frauenfarn
© christopher / stock.adobe.com
Wer sich auch an schattigen Plätzen frisches Grün wünscht, ist mit dem Wald-Frauenfarn (Athyrium filix-femina) auf der sicheren Seite. Die robusten wie grazilen Pflanzen haben seit 400 Millionen Jahren auf der Erde überlebt und können damit als lebendes Fossil dem Mammutbaum gleichgesetzt werden. Mit seinen sattgrünen, gefiederten Wedeln hat sich der Wald-Frauenfarn längst einen festen Platz im naturnah gestalteten Garten erobert. Werden einige Pflegehinweise bedacht, wird die Pflanze viele Jahre überdauern und für einen Blickfang in Ihrem Garten sorgen.

Wald-Frauenfarn – Herkunft

Der Wald-Frauenfarn wird zu den Wimpernfarngewächsen gezählt. Beheimatet ist diese Pflanzenart auf der gesamten Nordhalbkugel. Vereinzelte Bestände sind auch in Südamerika anzutreffen. Der Wald-Frauenfarn kommt in Laub- und Nadelwäldern vor.

Botaniker gingen in früherer Zeit davon aus, dass der Frauenfarn als weibliches Pendant zum angeblich männlichen Wurmfarn gilt. Daher rührt auch die Bezeichnung Frauenfarn.

Wald-Frauenfarn (Athyrium filix-femin)
Wuchs: bogig, ausladend, horstbildend
Wuchshöhe: 50 – 90 cm
Wuchsbreite: 60 – 80 cm
Besonderheiten: anspruchslos, robust, sehr winterhart
Standort: Halbschatten bis Schatten
Boden: frisch, durchlässig, humusreich, sauer bis mäßig sauer
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Wald-Frauenfarn pflanzen

Den passenden Standort finden

Der Wald-Frauenfarn fühlt sich in schattigen bis halbschattigen Gartenbereichen wohl. Damit können Sie tristen Flecken im Garten neues Leben einhauchen. Der ideale Standplatz befindet sich unter Gehölzen oder in Gesellschaft von Gräsern. Auch Bach- und Teichränder lassen sich durch die Pflanze auflockern und ansprechend gestalten. Es entsteht ein natürliches Biotop, welches viele Tiere anlockt.

Ideale Pflanznachbarn des Wald-Frauenfarns sind:

  • Funkie
  • Tafelblatt
  • Silberkerze
  • Wald-Geißbart
  • Frühblüher
  • Herbst-Alpenveilchen

Das ideale Substrat auswählen

Der Wald-Frauenfarn fühlt sich in einem feuchten, humosen Boden wohl. Optimal ist ein saures Substrat.

» Tipp: Ein saures Substrat ist kalkarm und der pH-Wert des Bodens liegt deutlich unter 7.

Ein saures Bodenmilieu lässt sich durch das Untermischen von Tannennadeln, Sägespänen oder Eichenblättern fördern.

Frauenfarn pflanzen – wann und wie?

Der Wald-Frauenfarn wird im Frühling gepflanzt. Die Pflanze kann unter Bäume und Gehölze gesetzt werden oder auch in Spalten wachsen. Hierfür wird das Substrat in den Spalt gefüllt und gut gewässert. Hat sich die Erde gesetzt, kann der Farn in den Spalt gepflanzt werden. Nach der Pflanzung ist der Wald-Frauenfarn gut anzugießen. Die Feuchtigkeit kann besser im Boden gehalten werden, wenn eine Mulchschicht über der Pflanzstelle ausgebreitet wird.

Wald-Frauenfarn – Kultivierung im Kübel

Wald-Frauenfarn
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In einen Kübel gesetzt, kann der Wald-Frauenfarn das Bild auf schattigen Balkonen oder Terrassen auflockern. Bei der Pflanzung ist auf ein humusreiches Substrat zu achten. Kübelpflanzen besitzen gegenüber den Freilandpflanzen einen erhöhten Bedarf an Feuchtigkeit und Nährstoffen. Es ist regelmäßig zu bewässern und während der Wachstumszeit ist Düngen empfohlen.

Wald-Frauenfarn als Zimmerpflanze

Der Frauenfarn kann sich auch am Blumenfenster in Szene setzen. Optimal ist ein Platz im Wintergarten. Am sonnigen Südfenster fühlt sich der Farn allerdings nicht wohl. Weichen Sie daher auf nach Westen oder Osten ausgerichtete Fensterplätze aus.

Damit der Wald-Frauenfarn nicht unter trockener Heizungsluft leidet, kann regelmäßige Einsprühen helfen.

» Tipp: Verwenden sie zum Einsprühen kalkfreies Wasser, am besten Regenwasser.

Das Gießen der Zimmerpflanze erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Der Wurzelballen ist gleichmäßig feucht zu halten. Trockenheit wird dabei genauso wenig vertragen wie Staunässe.

Von Vorteil ist es, den Frauenfarn wöchentlich zu tauchen. Der Pflanztopf wird dabei in ein Gefäß mit Wasser gestellt, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Anschließend sollte der Pflanztopf gut abtropfen, damit es nicht zu Staunässe kommt.

Wichtig für die Kultivierung als Zimmerpflanze sind auch regelmäßige Düngergaben. Düngen Sie während der Wachstumsphase alle zwei Wochen mit herkömmlichen Zimmerpflanzendünger.

» Achtung: Der Wald-Frauenfarn benötigt nur die Hälfte der auf der Verpackung angegebenen Düngermenge.

Wald-Frauenfarn richtig gießen

Der Boden der Pflanzen sollte nicht austrocknen. Während eines heißen und trockenen Sommers braucht der Wald-Frauenfarn regelmäßig Wasser. Staunässe wird nicht vertragen, daher ist vor der Bewässerung der Zustand des Bodens zu kontrollieren. Die Erde darf leicht an- aber niemals austrocknen.

Wald-Frauenfarn richtig düngen

Wird der Wald-Frauenfarn im Freiland gepflanzt, ist das Frühjahr der beste Zeitpunkt für eine Düngung. In das Substrat können Kompost oder Hornspäne eingearbeitet werden. Dies lässt sich mit der Pflanzung des Farns verbinden. Mineraldünger ist für die Versorgung des Wald-Frauenfarns weniger geeignet.

Wald-Frauenfarn schneiden – ja oder nein?

Der Wald-Frauenfarn sollte nicht abgeschnitten werden. Werden die Wedel gekürzt, werden sie im Laufe der aktuellen Wachstumsperiode nicht nochmals austreiben. Wem die Pflanze am aktuellen Standort zu groß gewachsen erscheint, der sollte das Rhizom besser teilen und einen weiteren schattigen Bereich im Garten durch das frische Grün aufleben lassen.

Wald-Frauenfarn vermehren

Wie bereits erwähnt, kann die Pflanze durch Teilung einfach vermehrt werden. Dies kann im Frühling oder auch im Herbst geschehen.

Wald-Frauenfarn teilen – Schritt für Schritt

  1. Wald-Frauenfarn ausgraben
  2. Rhizom von Substrat befreien
  3. abgestorbene oder kranke Pflanzenteile entfernen
  4. Rhizom mit einem scharfen Spaten teilen
  5. mindestens eine Triebknospe sollte erhalten bleiben
  6. bei Teilung im Frühling Teilstücke direkt wieder auspflanzen
  7. bei Teilung im Herbst Teilstücke in Töpfe setzen und frostfrei überwintern

Krankheiten und Schädlinge erkennen

Krankheiten und Schädlinge sind für den Wald-Frauenfarn kein großes Problem. Wird die Pflanze jedoch durch einen falschen Standort, das unpassende Substrat oder Gießfehler geschädigt, wird sie geschwächt und damit anfälliger für Schädlinge.

Es können Schildläuse, Spinnmilben oder Trauermücken auftreten. Gegen Schildläuse und Spinnmilben kann eine Tinktur aus Wasser, Schmierseife und Spiritus helfen. Dabei werden jeweils ein Esslöffel der genannten Substanzen auf einen Liter Wasser gegeben. Die Pflanze wird mehrmals mit der Mischung eingesprüht. Wird ein Befall mit Trauermücken bemerkt, hat sich das Anbringen von im Handel erhältlichen Gelbtafeln bewährt.

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Wald-Frauenfarn Überwintern

Im Spätherbst wirft der Wald-Frauenfarn seine Wedel ab und zieht sich für die Winterruhe in sein Rhizom zurück. Gleichzeitig werden bereits die Wedel für den nächsten Frühling gebildet. Diese lassen sich bei genauem Hinsehen erkennen. Die Wedel sind eingerollt und von Spreuschuppen umgeben.

Das Rhizom sollte mit Laub bedeckt sein. Ein weiterer Winterschutz ist in der Regel nicht notwendig. Damit die Pflanze nicht austrocknet, sollten Sie auch an frostfreien Tagen gießen.

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