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Weiße Fliegen bekämpfen – 5 wirksame Tipps gegen die Mottenschildlaus

Sie tauchen vor allem in Gewächshäusern auf und befallen besonders gern Gemüse. Glücklicherweise sind Weiße Fliegen leicht zu erkennen und lassen sich mit den richtigen Mitteln rasch beseitigen.

Weiße Fliegen am Kohlblatt
© sweeming YOUNG / stock.acobe.,com

Was sind Weiße Fliegen und woran erkennt man einen Befall?

Besonders typisch für die Weiße Fliege ist ihr Aussehen. Das Insekt ist von weißer Erscheinung und mit Flügeln ausgestattet, die sehr eng am Körper anliegen. Man findet sie vor allem an der Blattunterseite von Gemüsepflanzen. Sie macht aber auch vor Zierpflanzen oder Bäumen nicht Halt.

Gut zu erkennen sind auch ihre Larven, die klein und von weißer Erscheinung sind. Sie saugen sich an den Blättern fest und verpuppen sich nach einer Weile. Der Zyklus von der Larve bis zum erwachsenen Tier dauert in der Regel drei und vier Wochen.

Allerdings gibt es unterschiedliche Arten der Weißen Fliege, die sich jeweils andere Gewächse als Nahrungsquelle suchen. Mit dazu gehören:

» Gewächshaus-Weiße-Fliege

Die Gewächshausmottenschildlaus (Trialeurodes Vaporariorum) ist hauptsächlich im Gewächshaus zu finden, wo sie sich auf Gurken, Tomaten oder Paprika setzt. Daneben geht sie auch gerne an diverse Zierpflanzen.

» Kohl-Weiße-Fliege

Sie wird auch als Kohlmottenschildlaus oder Kohlfliege bezeichnet. Die Aleyrodes Proletella sucht sich vor allem Gemüsesorten wie Kohlrabi, Grün- oder Rosenkohl aus und setzt sich zur Überwinterung auch in den Wirsing. Sie besitzt neben der typisch weißen Färbung graue Flecken auf den Flügeln.

Der Befall wird, neben den Larven die auf den Blättern sitzen, noch durch ein anderes Merkmal gekennzeichnet: Die Weiße Fliege stößt einen weißen Wachsstaub aus, der sich nicht nur auf dem Insekt, sondern auch auf den Blättern in Form von typischen Flecken ablagert.

Verursacht wird dadurch ein Befall mit Rußtaupilz, der die Pflanze schwächt und sie somit missgebildete Früchte erzeugt. Umso wichtiger ist es, einen Befall der Schädlinge vorzubeugen oder möglichst rasch die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, wenn es doch dazu kommt.

Weiße Fliegen – Vorbeugung

Schlupfwespen gegen Weiße Fliegen
Schlupfwespen sind natürlich Feinde der weißen Fliegen | © Eileen Kumpf / stock.adobe.com
Ein natürliches Gleichgewicht der Natur erweist sich bei der Bekämpfung der Weißen Fliege als nützlich. Das bedeutet, man lädt am besten diverse Nützlinge in seinen Garten ein. Hierzu hängt man zum Beispiel Insektenhotels auf. In diesen siedeln sich Spinnen oder Raubkäfer an, welche die natürlichen Feinde der Weißen Fliege darstellen.

Im Gewächshaus lassen sich Schlupfwespen aussetzen, die im Handel erhältlich sind. Sie fressen die Larven der Schädlinge gleich mit. Um sie im Garten zu halten, bohrt man einfach kleinere Löcher in einen Holzstamm und positioniert diesen an einer geeigneten Stelle des Gartens. So bleiben einem die Nützlinge auch im nächsten Jahr erhalten.

Weiße Fliegen bekämpfen mit Langzeitwirkung

Ist es bereits zu einem Befall gekommen, sind zwei Dinge wichtig:

  1. Die erwachsenen Tiere müssen von einer Eiablage abgehalten werden.
  2. Die vorhandenen Larven müssen ausgerottet und eine Fortpflanzung verhindert werden.

Als Erstmaßnahme ist es hilfreich, die betroffenen Blätter und Stiele der Pflanze zu entfernen. Sie sollten über den Hausmüll und nicht über den Kompost entsorgt werden, da andernfalls die Gefahr eines Rückbefalls besteht. Bevor man die Blätter allerdings wegwirft, werden sie in einem Kunststoffbeutel mit einer Seifenlauge behandelt. Dies weicht die Larven auf und hindert sie an einer Weiterentwicklung.

❶ Änderung der äußeren Bedingungen

Eine hilfreiche Maßnahme besteht auch darin, die Pflanze an eine andere Stelle zu setzen. Dies ist besonders bei Zimmer- und Balkonpflanzen empfehlenswert. Stellt man den Topf zum Beispiel an einen kühlen und sehr luftigen Standort, vertreibt dies die Schädlinge.

Gleiches gilt übrigens auch für kühlere Temperaturen. Mit dem ersten Frost sind die Weißen Fliegen von den Pflanzen meist verschwunden, da sie Minusgrade nicht lange überstehen.

❷ Substrat auswechseln

Ist die Pflanze soweit in Ordnung, lauert noch immer eine Gefahr im Substrat. Daher ist es empfehlenswert, es teilweise auszutauschen. Hierzu gehen Sie am besten wie folgt vor:

  • Schritt 1: Pflanze aus dem Topf nehmen
  • Schritt 2: Wurzelballen abspülen
  • Schritt 3: Gefäß gründlich reinigen
  • Schritt 4: Die Pflanze mit neuem Substrat ausstatten

Handelt es sich stattdessen um Gartenpflanzen, trägt man nur die oberste Erdschicht ab und ersetzt diese durch frische Erde.

❸ Gelbtafeln anbringen

Die sogenannten Gelbtafeln sind eine sehr einfache Maßnahme, die in jedem Bau- oder Gartenmarkt erhältlich ist. Hierbei handelt es sich um gelblich erscheinende Platten, die mit einer klebrigen Oberfläche versehen sind. Sie machen die Fliegen bewegungsunfähig.

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Ergänzt man diese Maßnahme zusätzlich noch dadurch, dass man mehrfach am Tag die Pflanze schüttelt, lassen sich einige der Schädlinge auffangen. Gelbtafeln sollten jedoch nicht als einzige Maßnahme herangezogen werden.

❹ Hausmittel gegen Weiße Fliegen

Neben den bereits genannten Methoden gibt es spezielle Hausmittel, die dabei helfen können, den Befall mit Weißen Fliegen rasch zu dezimieren.

  1. Pflanze kalt abduschen um Larven zu entfernen
  2. Spritzmittel aus Basilikum, Brennnesseln oder Knoblauchsud benutzen

Um das genannte Spritzmittel herzustellen ist jeweils eine Handvoll der genannten Pflanze erforderlich, die für zwölf Stunden in Wasser belassen wird. Anschließend gibt man den Sud in eine Gießkanne und behandelt damit die Pflanze.

Die Wirkung erfolgt durch den verströmten Geruch, den die Weiße Fliege nicht leiden kann.

❺ Weiße Fliegen bekämpfen mit biologischen und chemischen Insektiziden

Der Markt bietet selbstverständlich auch unterschiedliche Präparate an, mit denen man die Weißen Fliegen anders ausrotten kann. Die verfügbaren Mittel unterscheiden sich nach biologischen und chemischen Produkten. Hier greift man am besten zu:

bilogische Mittel
+ Rapsöl
+ Neemöl
+ andere Fettsäuren
chemische Mittel
+ Kaliseife
+ Pyrethrum
Generell ist es immer empfehlenswert, möglichst auf biologische Maßnahmen zurückzugreifen, da diese nicht der Umwelt schaden.

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