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Wirsing ernten und lagern – Das müssen Sie dabei alles beachten

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Wirsing richtig zu ernten und zu lagern ist an sich keine große Kunst. Dennoch gibt es dabei ein paar wichtige Punkte zu beachten, damit sich der Wirsing lange hält.

Wirsing ernten und lagern
© Yevgeniya Shal – Fotolia.com

Wirsing wird aufgrund seiner vielseitigen Verwendung schnell zum Star im Gemüsegarten. Dabei kann der Kohl mit den auffallend gewellten Blättern seine Stellung beinahe ganzjährig behaupten. Auch im Kübel ist eine Kultivierung des Wirsings möglich, so dass niemand auf selbstgemachte Kohlrouladen verzichten muss.

Während Rot- und Weißkohl erst einen festen Kopf ausbilden müssen, bevor sie geerntet werden können, lassen sich beim Wirsing bereits die ersten zarten Blätter entfernen. Diese sind besonders schmackhaft als Salatbeigabe. Sind die Blätter fester, eignen sie sich, kurz angebraten oder blanchiert, als deftiges Gemüse.

Wann kann Wirsing geerntet werden?

Das kommt auf die Sorte an. Bereits im Frühsommer lassen sich z.B. die jungen Blätter des Sommerwirsings ernten. Ebenso können Sie mit dem Spätwirsing verfahren. Dann fällt die Erntezeit der ersten Blätter auf den Herbst. Da also in Frühwirsing und Sommerwirsing bzw. Spätwirsing unterschieden wird, lässt sich die Erntezeit auf beinahe das gesamte Jahr ausdehnen.

Wie werden einzelne Blätter geerntet?

Einzelne Blätter des Wirsing werden immer von außen nach innen geschnitten. Verwenden Sie dazu ein scharfes Messer und vermeiden Sie eine Verletzung der Kohlmitte, damit die Pflanze weiterhin neue Blätter ausbildet.

➮ Tipp:
Durch das schrittweise Ernten der Wirsingblätter lässt sich die Erntezeit verlängern, da immer wieder neue Blätter ausgebildet werden.

Wie vollzieht sich die Ernte des gesamten Kohls?

Hat sich ein ausreichend großer und fester Wirsingkohl entwickelt, können Sie diesen mit einem scharfen Messer unmittelbar unter dem Kopf abschneiden. Die äußeren Blätter müssen Sie dann vor der Lagerung entfernen.

➮ Tipp:
Um das Ausbreiten von Krankheitserregern zu verhindern, sollten Sie nach der Ernte die Wurzeln des Wirsings ausgraben und entsorgen.

Um den Wirsing besser lagerfähig zu machen, können Sie ihn auch komplett mit der Wurzel ausgraben. Das bietet sich an, wenn Sie eine längere Lagerung anstreben. Geschnittene Kohlköpfe können Sie dann etwa eine Woche im Kühlschrank aufbewahren. Kühl und trocken gelagert, lässt sich die Haltbarkeit der Kohlköpfe verdoppeln.

Was ist bei der Lagerung zu beachten?

Ist der Wirsing geerntet, ist es meist nicht möglich, diesen auch sofort zu verwerten. Daher kommt es auf die richtige Lagerung des Gemüses an. Damit sich Wirsing möglichst lange hält, sollten Sie einige Dinge beachten. Für die Ernte müssen Sie z.B. immer ein sauberes und keimfreies Messer benutzen. So lässt sich verhindern, dass sich Keime im Kohl ansiedeln, welche eine längere Lagerung verhindern. Des Weiteren müssen Sie alle schmutzigen, von Insekten angefressenen oder vergilbt und unansehnlich erscheinenden Blätter entfernen. Sollten sich noch Schädlinge auf dem Wirsingkopf befinden, müssen Sie diese natürlich auch entfernen.

➮ Tipp:
Mit Wasser sollte der Wirsing vor der Lagerung nicht in Berührung kommen, denn das würde sich negativ auf die Lagerzeit auswirken.

Unterschiede bei der Lagerfähigkeit beachten

Zwischen der Lagerfrist und der Wirsingsorte gibt es durchaus Unterschiede. Die kürzeste Haltbarkeit weisen dabei die frühen Sorten auf. Frühe Sorten sollten Sie deshalb baldigst verbrauchen. Die meisten Arten sind nur wenige Tage im Kühlschrank haltbar. Die späteren Sorten erscheinen hingegen robuster und damit auch länger haltbar. Nach einer Woche im Kühlschrank sollten Sie den Wirsing jedoch baldigst verarbeiten.

Die Lagerung im Kühlschrank

Die frisch geernteten Wirsingköpfe können Sie im Kühlschrank lagern. Diese Lagermethode ist jedoch nur als kurzfristig zu betrachten. Nach vier bis sieben Tagen sollte der Wirsing spätestens verarbeitet werden.

➮ Wichtig:
Wirsing sollten Sie niemals in der Nähe von Obst aufbewahren, denn Früchte verströmen das Reifegas Ethylen und das wiederum sorgt bei Gemüse dafür, dass die Lagerfähigkeit herabgesetzt und Fäulnis gefördert wird.

Die Lagerung im Keller

Kühl und dunkel im Keller aufbewahrt, hält sich Wirsing am längsten. Bis zu zwei Wochen kann der Kohl hier gelagert werden. Die Kohlköpfe können Sie dabei in Kisten verpacken. Auch in Zeitungspapier eingeschlagen bleibt Wirsing länger frisch. Entfernen Sie den Kohl komplett mit Strunk, lässt er sich auch einfach und platzsparend an der Decke kopfüber befestigen.

Kann man Wirsing auch einfrieren?

Um das Gemüse zu konservieren und so länger verfügbar zu haben, können Sie den Kohl auch einfrieren. Hierzu ist jedoch einiges an Vorarbeit notwendig. Zunächst einmal müssen Sie die einzelnen Blätter waschen. Anschließend sollten Sie den Kohl in portionsgerechte Streifen schneiden und kurz blanchieren. Nun können Sie das Gemüse in Gefrierbeutel oder Gefrierdosen verteilen und direkt einfrieren. Der Wirsing hält sich im Tiefkühlfach dann bis zu einem halben Jahr.

Wirsing richtig lagern – Tipps und Tricks im Überblick

  • Wirsing nicht in der Nähe von Obst aufbewahren.
  • Im Kühlschrank hält sich der Kohl bis zu einer Woche.
  • Wird Wirsing mit dem Strunk geerntet, kann er kopfüber aufgehängt werden.
  • Wirsing vor der Lagerung nicht waschen.
  • Späte Sorten halten sich länger als Frühwirsing.

Foto1: © Yevgeniya Shal - Fotolia.com

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