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Zuckererbsen anbauen – So wird’s gemacht

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Wenn Sie möchten, dass Ihre Kinder mehr Gemüse essen, dann sollten Sie Zuckererbsen anbauen. Diese sind nämlich herrlich süß. Hier eine Anleitung für den Anbau.

Zuckererbsen sind pflegeleicht

Wenngleich man Zuckererbsen bei uns meist nur im wirklich gut sortierten Gemüsefachhandel kaufen kann, ist ihr Anbau in ganz Europa, Nordamerika und teilweise auch in Afrika sowie in Indien stark verbreitet. Ein Grund, weshalb Sie dieses relativ pflegeleichte Gemüse auch in Ihrem Garten anbauen sollten.

Dabei sind es gerade Kleinkinder, die den süßlichen Geschmack der grünen und auch blauen Zuckererbsen lieben und deshalb bei diesem ausgesprochen gesunden Gemüse gerne zugreifen. Und das ist wirklich gut, denn Zuckererbsen – auch Kefe genannt – verfügen über einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, Mineralien, Folsäure, verschiedenen Vitaminen und pflanzlichen Eiweißen.

Wir möchten Ihnen hier nun erklären, wie Sie Zuckererbsen anbauen können und was Sie dabei alles beachten sollten.

Zuckererbsen anbauen – So wird’s gemacht

Aussaat

In der Regel werden die Zuckererbsen erst ab Ende April (bis Ende Juni/Anfang Juli möglich) im sonnigen Gartenbeet ausgesät, da sie stark frostempfindlich sind. Dabei sollten Sie die Samen einen Tag im Wasser vorquellen lassen, denn das erhöht dessen Keimfähigkeit.

Beim Aussäen müssen Sie dann in der möglichst sandhaltigen Erde (eventuell vorab Kakteenerde oder Sand beimischen) eine Rille von vier bis fünf Zentimetern Tiefe ziehen – Abstand ca. 30 Zentimeter zur nächsten Rille – worin Sie anschließend das Saatgut dünn ausstreuen können. Anschließend müssen Sie die Rillen wieder mit Erde befüllen, leicht andrücken und bewässern.

» Tipp:
Möchten Sie mehrere Rillen mit Saatgut befüllen, dann sollten Sie möglichst einen zeitlichen Abstand von ca. 2 Wochen einhalten. Denn dadurch verlängert sich die Erntezeit der Zuckererbsen deutlich, wodurch Ihnen dauerhaft frisches Gemüse zur Verfügung steht.

Inzwischen werden im Gartenfachmarkt aber auch Zuckererbsen für den Balkon (Topfhaltung) angeboten. Hierbei müssen Sie dann allerdings darauf achten, dass Sie die Pflanzen regelmäßig gießen.

Pflege

Ab einer Wuchshöhe von ca. 10 Zentimeter benötigen einige Kefe-Sorten eine Rankhilfe zur Unterstützung ihres Wachstums. Für diesen Zweck sollten Sie dünne Holzstäbe zwischen die Reihen im Abstand von ca. 50 Zentimetern stecken und mit einem Drahtgeflecht umspannen. An diesem Geflecht können Sie die Zuckererbsen dann befestigen.

Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen in der Regel nur 3 bis 4 Monate. In dieser Zeit müssen Sie die Zuckererbsen nicht düngen, wenn Sie das Gartenbeet im Vorjahr (niemals im Anbaujahr) mit Kompost versorgt haben.

Ernte

Ernten können Sie die Zuckererbsen, wenn sich die Erbsenfrüchte innerhalb der Schote (Schale) abzeichnen.

Wichtig: Sie sollten wissen, dass Sie die Zuckererbsen unmittelbar nach der Ernte auch gleich verarbeiten müssen. Ansonsten kann es nämlich passieren, dass sie einen bitteren Geschmack annehmen.

Die Zuckererbsen können Sie entweder roh verzehren, z.B. in Salaten, oder als Gemüse in der Pfanne anbraten und lediglich mit ein wenig Salz würzen.

» Tipp:
Grüne und blaue Zuckererbsen einfach mal mit Karotten zubereiten. Das schmeckt richtig lecker!


Foto1: © sima - Fotolia.com, Foto2: © Himmelssturm - Fotolia.com

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