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Engelstrompete blüht nicht – Ursachen & Tipps für eine schöne Blütenpracht

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Wollen Engelstrompeten einfach nicht blühen, kann das mehrere Ursachen haben. Aber keine Angst, Pflegefehler lassen sich in der Regel schnell korrigieren.

Düngen Sie die Engelstrompete regelmäßig
Düngen Sie die Engelstrompete regelmäßig
Zu wenig gedüngt, zu wenig gegossen, zu tief geschnitten: Das sind die drei häufigsten Ursachen für eine ausbleibende Blütenpracht bei der Engelstrompete. Noch dazu sorgen Nährstoff- und Wassermangel für gelbe Blätter an der Engelstrompete. Sie müssen nun aber keine Angst bekommen, dass Ihre Engelstrompeten nie wieder blühen oder gar eingehen. Mit ein paar einfachen Handgriffen sorgen Sie dafür, dass Sie im Sommer doch noch die strahlende Blütenpracht genießen können.

Ursachen und Behandlungstipps

Ursache Nr. 1 – Nährstoffmangel:

Schnelles Wachstum und die üppigen Blüten verleihen Engelstrompeten einen kaum zu überschätzenden Heißhunger nach Nährstoffen. Aus der Erde im Kübel allein kann die Pflanze den Bedarf nicht decken. Regelmäßiges Düngen ist deshalb Pflicht. Haben Sie bisher nicht oder nur unregelmäßig gedüngt, sind ausbleibende Blüten wahrscheinlich die Ursache von Nährstoffmangel.

Die Lösung:

Düngen Sie Ihre Pflanzen zwei Mal in der Woche mit einem Flüssigdünger nach den Dosierungsempfehlungen des Herstellers. Verwenden Sie entweder einen klassischen Mehrstoffdünger oder ab Mitte Juni einen speziellen Blühdünger, der reich an Kalium und Phosphor ist.

Ursache Nr. 2 – Wassermangel:

Fehlen die Blüten und macht die Pflanze insgesamt einen schlaffen Eindruck, kann neben Nährstoffmangel auch Wassermangel die Ursache sein. Der Kübel darf nie vollständig austrocknen, insbesondere nicht bei hohen Temperaturen im Hochsommer.

Die Lösung:

Gießen Sie die Engelstrompete jeden Tag ausgiebig. Sie können am Morgen so viel Wasser in den Kübel geben, dass es sich im Untertopf sammelt und am Abend dann noch einmal nachgießen. Sollte das Wasser im Untertopf allerdings nicht mehr aufgesogen werden, war es selbst der durstigen Engelstrompete zu viel. Schütten Sie das Wasser in diesem Fall weg und reduzieren Sie die Menge beim nächsten Gießen ein wenig. Wenn Wurzeln nämlich längere Zeit im Wasser stehen, ist das ebenso ungesund wie Trockenheit. Es drohen gefährliche Wurzelschäden in Form von Pilzbefall.

Ursache Nr. 3 – Blühregion versehentlich entfernt:

Haben Sie Ihre Engelstrompete radikal zurückgeschnitten? Dann kann es sein, dass Sie versehentlich die komplette Blühregion entfernt haben. Die Blühregion beginnt etwa 30 Zentimeter oberhalb der ersten Gabelung. Sie können anhand der Blätter leicht feststellen, ob hier der Hase im Pfeffer liegt. Blühfähige Triebabschnitte sind an asymmetrischen Blättern zu erkennen. Asymmetrisch bedeutet: Die Blätter setzen an beiden Seiten des Stiels in unterschiedlicher Höhe an. Sind keine solche Blätter vorhanden, kann die Engelstrompete nicht blühen.

Die Lösung:

Warten Sie einfach ab, bis sich neue, blühfähige Triebe gebildet haben. Beim nächsten Rückschnitt der Engelstrompete wissen Sie jetzt, worauf zu achten ist: Nicht zu tief schneiden!

Übrigens:
Aus dem Rückschnitt können Sie die Engelstrompete selber vermehren. Geben Sie die Triebe dazu einfach in etwas Anzuchterde. Nach etwa drei Wochen, wenn sich Wurzeln gebildet haben, können Sie die Stecklinge dann in einen normalen Kübel umpflanzen.


Foto1: © kupaia - Fotolia.com

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