Kinder spielen am liebsten im Garten, helfen aber auch gern bei der Gartenarbeit. Was Sie den Kleinen zumuten können und Tipps für die Spielecke, gibt es hier.
Dass ein Garten, wenn er als reiner Nutzgarten geführt wird, durchaus als Selbstversorgungsquelle angesehen werden kann, wurde in unseren diversen Beiträgen schon mehrfach erwähnt. Für die meisten Gartenbesitzer ist das Stückchen Grün aber eine Mischung aus Erholung und Arbeit, letztere dient dabei häufig zum Abschalten vom eigentlichen Job und dem damit verbundenen alltäglichen Stress.
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Gartenarbeit mit Kindern gestalten
Familien haben klare Vorstellungen, wie der Garten aussehen, was gepflanzt und in welcher Ecke der Grill stehen muss. Ehe man sich versieht, ist jeder Quadratmeter belegt und die Kleinen kommen zu kurz.
Dabei sind Kinder gern im Garten. Allerdings stimmen die Vorstellungen von Nachwuchs und Eltern oft nicht überein. Wer seinen Garten neu gestaltet oder auch Veränderungen vornimmt, der darf seine Kinder gern bei der Gartengestaltung einbeziehen. Was machbar ist und womit Sie bei den Kleinen punkten können, verraten die nachfolgenden Tipps.
Tipp 1: Aufgaben an Kinder übertragen
Gartenarbeit ist keine Kinderarbeit! Die Kleinen helfen, ihrem Alter entsprechend, sogar sehr gern mit. Man muss sie nur lassen und den Garten dafür etwas präparieren. Das Magazin elternwissen.com ist sogar überzeugt, dass Gartenarbeit die Sinne von Kindern fördert. Einer These, der ich mich nur anschließen kann.
Gartenarbeit für die ganz Kleinen

Lassen Sie selbst die Kleinsten teilhaben an dem, was Sie selbst im Garten tun. Geben Sie ihnen Aufgaben, wie Samen für Radieschen, Petersilie oder auch Blumen einzustreuen. Die Erwachsenen ziehen dafür die Reihen vor und bestimmen, in welchem Abstand gesät werden soll. Sie werden sehen, selbst Dreijährige begreifen das schnell und haben Spaß daran.
Verantwortung für die Mittelgroßen
Etwas anspruchsvoller darf es für 6- bis 12-jährige Kinder werden. Ihnen können Sie direkt ein eigenes Stück Garten anvertrauen. Entweder Sie teilen dazu einen kleinen Bereich ab oder Sie denken über die Anschaffung eines Hochbeets nach.

Hochbeete gibt es mittlerweile auch schon in kindgerechter Größe bzw. Höhe, zum Beispiel bei gfp-international.com, dem Garten- und Freizeitprofi. Eigenverantwortung zu haben, macht Kinder stolz und weckt den Ehrgeiz, dass in „ihrem“ Garten auch später etwas wächst.
Anreiz für Teenies schaffen
Teenagern kann man mit Unkraut zupfen oder Laub harken keine Freude bereiten. Dafür lassen Sie sich schnell für technische Spielereien begeistern. Sie dürfen deshalb gern mal den Rasen mähen oder sich mit der spitzen Rosenschere ans Ausästen vertrockneter Zweige machen.

Um den Anreiz etwas zu erhöhen, darf für längerfristige Aufgaben, wie zum Beispiel den Gartenzaun streichen, auch ein kleiner Obolus versprochen werden.
Tipp 2: Ein kleines Spieleparadies im Garten schaffen
Kinder sind in erster Linie Kinder, die eins am liebsten tun, und das ist spielen. Deshalb darf im Garten ein Spielbereich zum Austoben nicht fehlen. Selbst im kleinsten Garten findet sich eine Möglichkeit, den Kindern einen Spielraum zu schaffen.
Sandkasten vs. Matschgrube
Ich glaube, ich habe noch keinen Familiengarten gesehen, in dem kein Sandkasten steht. Irgendwie gehört der Buddelkasten zu den ersten Anschaffungen überhaupt. Das ist keinesfalls verkehrt und vor allem für Kleinkinder perfekt geeignet.

Vorschul- und größeren Kindern können Sie etwas mehr bieten, nämlich eine Matschgrube. Das klingt vielleicht nach Sauerei und dauerlaufender Waschmaschine, aber es wird den Kids gefallen. Sie „suhlen“ sich ja nicht nur im Dreck, sondern lassen ihrer Fantasie freien Lauf. So entstehen mitunter „hochmoderne“ Kanäle, aus denen dann auch noch wertvolle Steine, Regenwürmer und Käfer zutage gefördert werden.
Die einfachste Schaukel der Welt
Schaukel, Wippe, Klettergerüst – all das kann heute für reichlich Geld im Baumarkt erworben werden, was man sich aber auch sparen kann. Wenn in Ihrem Garten Bäume stehen, deren Stämme eine adäquate Dicke haben, dann sind das quasi die Grundpfeiler für Ihre Kinderschaukel.

Und weil wir gerade bei den Spielgeräten aus Naturmaterialien sind: Ein auf dem Boden liegender Baumstamm ist eine perfekte Balancierstange. Verschiedene Stricke in die Bäume gehängt, sind die Alternative zum Klettergerüst.
Für heiße Tage: Planschbecken oder Gartenschlauch
Schlagen Sie bei schönem Wetter zwei Fliegen mit einer Klappe: Sie genießen die Sonne auf der Sonnenliege, während ihre Kinder ausgiebig planschen.

Aufblasbare Schwimmbecken werden einem zu Saisonbeginn fast schon hinterhergeschmissen. Der Kauf, also die Größe, sollte aber unbedingt der Anzahl der Kinder und deren Alter entsprechen. Beim Aufstellen im Garten unbedingt den Boden begutachten. Der Untergrund muss weitestgehend glatt und frei von Steinen oder Stöckern sein – sonst drücken sich sofort Löcher in die Plane.

Was für die Kleinen der Swimmingpool ist, ist für die Großen der Gartenschlauch. Dieser lässt sich ganz simpel zur Wasserspritzmaschine umfunktionieren. Was eigentlich zur Rasenbewässerung dient, kann also auch als Abkühlung für heiße Tage im Garten genutzt werden.
Kinder lieben sogenannte Sprinkleranlagen, die an einen Gartenschlauch angeschlossen werden. Darunter umherzuhüpfen oder zu versuchen, dem Wasserstrahl zu entkommen, macht Kindern viel Spaß – was leuchtende Kinderaugen beweisen. Stellen Sie die Anlage weit genug von den Beeten weg auf, damit nichts überflutet wird. Denn viele Pflanzen im Garten mögen Staunässe überhaupt nicht.
Wenn die lieben Kleinen nicht „von oben“ nass werden sollen, dann bewässern Sie den Rasen und ziehen ihren Kindern einfach Gummistiefel an. Dann können sie in den Pfützen auf dem Rasen herumhüpfen. Und sollte es etwas regnen, dann helfen eine Regenjacke, eine „Matschhose“ bzw. Regenhose sowie ein kleiner Regenschirm weiter.







