Die immergrüne Schleifenblume braucht einen sonnigen Standort und trockenen Boden, damit sich der weiße Blütenflor gut entfalten kann.

Die Immergrüne Schleifenblume (Iberis sempervirens) breitet ihre mattenartigen Blütenteppiche aus und erfreut mit ihren, an kleine Schleifen erinnernden, Blütenköpfen. Im Frühling setzen die Pflanzen erste farbige Akzente im Beet. Das Weiß der Blüten wirkt wie ein letztes Überbleibsel des Winters und kann sich mit Blaukissen, Gänsekresse oder Gemswurz zu einem hübschen Arrangement im Gartenbeet zusammenfinden.

Herkunft

Schleifenblumen gehören der Familie der Kreuzblütengewächse an. Unter den etwa 40 verschiedenen Arten sind Zwergsträucher, Stauden und einjährige Pflanzen zu finden. Die ursprüngliche Heimat der Schleifenblumen liegt in den Gebirgsregionen Südeuropas.

Immergrüne Schleifenblume (Iberis sempervirens)
Wuchs:kissenartig, halbkugelig, verholzend
Wuchshöhe:15 bis 30 cm
Wuchsbreite:30 bis 40 cm
Wurzelsystem:Flachwurzler
Standort:Sonnig
Boden:anspruchslos, trocken bis frisch, durchlässig
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Immergrüne Schleifenblume pflanzen

Die Immergrüne Schleifenblume wird meist als vorgezogene Staude im Topf angeboten. Im Gartencenter steht sie häufig bei den Polsterstauden, Steingartenpflanzen oder Bodendeckern. Besonders zur Blütezeit im Frühjahr ist sie leicht zu finden, dann zeigt sie bereits ihre weißen Blütenpolster und lässt sich gut mit anderen Frühjahrsstauden kombinieren. Im Verblühen färben sich die Blüten rosa. Einige Sorten überraschen auch mit einer roten Blütenfarbe.

immergrüne Schleifenblume
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Pflanzzeit

Gepflanzt wird am besten im Frühjahr oder im Herbst.

Standort

Die Immergrüne Schleifenblume stammt aus mediterranen Regionen und bevorzugt einen sonnigen Standort, akzeptiert aber auch einen hellen und halbschattigen Platz. Ist der Standplatz zu dunkel gewählt, wächst sie nur spärlich und zeigt sich blühfaul.

Boden

Am besten gedeiht die Immergrüne Schleifenblume in einem gut durchlässigen, mineralisch-sandigen Boden. Das Substrat darf gern kalkhaltig beschaffen sein.

💡 Tipp:
Wurde ein zu nährstoff- und humushaltiger Boden gewählt, beginnen die Schleifenblumen zu wuchern und aus ihrer ursprünglichen Form zu wachsen.

Pflanzanleitung

Die Immergrüne Schleifenblume fühlt sich im Steingarten wohl, gedeiht aber auch in Pflanztöpfen.

  1. Pflanze vorbereiten
    Nehmen Sie die Immergrüne Schleifenblume vorsichtig aus dem Pflanztopf. Ist der Wurzelballen sehr fest, wird er leicht mit den Fingern aufgelockert. Anschließend den Ballen kurz in Wasser stellen, bis er sich gut vollgesogen hat.
  2. Pflanzloch ausheben
    Heben Sie ein Pflanzloch aus, das etwas breiter und tiefer ist als der Wurzelballen.
  3. Substrat vorbereiten
    Schwere Gartenerde wird mit Sand, Splitt oder feinem Kies durchlässiger gemacht. Im Verhältnis von etwa 2 Teilen Gartenerde zu 1 Teil mineralischem Material. Bei sehr lehmigem Boden darf der mineralische Anteil etwas höher sein.
  4. Bodeneben einsetzen
    Setzen Sie die Immergrüne Schleifenblume so ein, dass die Oberkante des Wurzelballens mit der Erdoberfläche abschließt. Die Pflanze sollte nicht tiefer stehen als vorher im Topf.
  5. Auffüllen und angießen
    Füllen Sie das vorbereitete Substrat rund um den Ballen auf, drücken Sie die Erde leicht an und gießen Sie gründlich. In den ersten Wochen gleichmäßig leicht feucht halten.

» Tipp: Bei der Pflanzung ist ausreichend Abstand zum Beetnachbarn einzuhalten. Die Immergrüne Schleifenblume möchte sich zu einer stattlichen Matte ausbreiten. Ein Pflanzabstand von mindestens 40 Zentimetern sollte eingehalten werden. Soll ein dichtes Polster entstehen, werden pro Quadratmeter mindestens acht Pflanzen gebraucht.

Immergrüne Schleifenblume pflegen

Gießen

Als typischer Vertreter der Steingartenpflanzen steht die Immergrüne Schleifenblume lieber zu trocken als zu feucht. Die Pflanzen müssen nur gegossen werden, wenn lang anhaltende Trockenheit herrscht. Gießen Sie in jedem Fall sparsam, damit sich das Gießwasser nicht staut und es dadurch zu Staunässe kommt.

Düngen

Bei der Pflanzung in einen nährstoffhaltigen Gartenboden ist keine zusätzliche Düngung notwendig. Zu karge Böden können bei der Pflanzung mit Kompost oder Hornspänen aufgewertet werden. Kommt es zu einer Überdüngung, schadet dies der Wuchsform der Pflanzen. Auch die Blüten können dadurch an Ausdauer und Intensität einbüßen.

Schneiden

Der Hobbygärtner muss die Pflanzen dabei unterstützen, ihren kompakten Wuchs zu behalten. Die Schleifenblume bildet hübsche Polster, wenn nach der Blüte alle Triebe um etwa ein Drittel gekürzt werden. Der Rückschnitt sollte am besten unmittelbar nach der Blüte und nicht erst kurz vor Wintereinbruch erfolgen. Um die Blütenbildung nicht zu gefährden, darf nicht bis in das alte Holz zurückgeschnitten werden.

💡 Tipp:
Wer den Schnitt versäumt, riskiert, dass die Immergrüne Schleifenblume von ihrer Mitte heraus zu verkahlen beginnt.

Überwintern

Haben sich die Pflanzen an ihren Standort gewöhnt und wurden im Frühling in die Erde gebracht, sind sie frostfest. Damit die Sonne das immergrüne Laub nicht austrocknen kann, ist ein Winterschutz aus Reisig ratsam. Junge Immergrüne Schleifenblumen die im Herbst gepflanzt wurden, können ebenfalls mit einem Winterschutz aus Reisig vor starkem Frost geschützt werden.

Immergrüne Schleifenblume vermehren

Die Immergrüne Schleifenblume lässt sich am besten durch Stecklinge oder Samen vermehren. Für sortenechte Jungpflanzen sind Stecklinge die bessere Wahl. So bleiben Wuchsform, Blütenfarbe und Blühfreude der Mutterpflanze erhalten.

Vermehrung durch Stecklinge

Stecklinge werden nach der Blüte oder im Sommer geschnitten. Dafür eignen sich junge, nicht blühende Triebe mit einer Länge von etwa 5 bis 10 cm. Entfernen Sie die unteren Blätter und stecken Sie die Triebe in ein durchlässiges, leicht feuchtes Anzuchtsubstrat.

Der Topf steht hell und geschützt, aber nicht in der prallen Sonne. In den nächsten Wochen bleibt die Erde leicht feucht. Nasse Erde ist ungünstig, weil die feinen Triebe sonst faulen. Bilden sich neue Blätter, ist das ein gutes Zeichen. Dann haben die Stecklinge meist Wurzeln gebildet und können in kleine Töpfe umgesetzt werden.

Ins Beet kommen die jungen Schleifenblumen erst, wenn sie kräftig gewachsen sind. Ein milder Frühling oder ein nicht zu heißer Spätsommer ist dafür ideal.

Vermehrung durch Samen

Samen gewinnt man nur, wenn die Pflanze nach der Blüte nicht komplett zurückgeschnitten wird. Dafür bleiben einige verblühte Triebe stehen. Daraus entwickeln sich kleine Samenstände, die an der Pflanze ausreifen.

Sobald die Samenstände trocken und bräunlich sind, werden sie abgeschnitten und an einem luftigen Platz nachgetrocknet. Anschließend lassen sich die Samen vorsichtig herauslösen. Bis zur Aussaat bleiben sie trocken, kühl und dunkel gelagert.

Ausgesät wird im Herbst oder im Frühjahr. Die Samen kommen in lockere, durchlässige Erde und werden nur leicht mit Substrat bedeckt. Halten Sie die Erde gleichmäßig leicht feucht. Sobald die Jungpflanzen kräftig genug sind, werden sie vereinzelt und später an ihren endgültigen Standort gepflanzt.

💡 Tipp:
Eine Teilung ist bei der Immergrünen Schleifenblume weniger zuverlässig als bei vielen anderen Polsterstauden. Die Pflanze besitzt eine eher empfindliche Hauptwurzel und verholzt mit der Zeit an der Basis. Falls ältere Pflanzen auseinanderfallen oder einzelne Randstücke bereits eigene Wurzeln gebildet haben, können diese vorsichtig abgenommen und neu eingepflanzt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Die Steingartenpflanze ist robust und sehr gut an unser Klima angepasst. Krankheiten oder Schädlinge sind selten. An einem zu feuchten Standort können Mehltau oder die Blattfleckenkrankheit auftreten.

Schädlinge kommen ebenfalls kaum vor. Ist die Pflanze durch einen ungünstigen Standort geschwächt, kann es zu einem Blattlausbefall kommen. Die meisten Schädlinge meiden die Pflanze und selbst Nacktschnecken sind an der Immergrünen Schleifenblume nicht interessiert.

Beliebte Sorten im Überblick

Immergrüne Schleifenblume ‚Tahoe‘

Immergrüne Schleifenblume 'Tahoe'
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Immergrüne Schleifenblume ‚Tahoe‘ (Iberis sempervirens ‚Tahoe‘)
Wuchs:bodendeckend, polsterbildend, horstbildend
Wuchshöhe:20 – 25 cm
Wuchsbreite:45 – 60 cm
Blütezeit:März – Juni
Standort:Sonne bis Halbschatten
Boden:locker, trocken bis frisch, humusreich, durchlässig
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Immergrüne Schleifenblume ‚Schneeflocke‘

Immergrüne Schleifenblume 'Schneeflocke'
© Iryna / stock.adobe.com
Immergrüne Schleifenblume ‚Schneeflocke‘ (Iberis sempervirens ‚Schneeflocke‘)
Wuchs:kissenartig bis polsterartig, horstbildend
Wuchshöhe:15 – 25 cm
Wuchsbreite:30 – 40 cm
Blütezeit:April – Mai
Standort:Sonne
Boden:kalkhaltig, leicht trocken bis frisch, durchlässig
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Immergrüne Schleifenblume ‚Appen Etz‘

Immergrüne Schleifenblume 'Appen Etz'
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Immergrüne Schleifenblume ‚Appen Etz‘ (Iberis sempervirens ‚Appen Etz‘)
Wuchs:dichtbuschig bis lockerbuschig, horstig
Wuchshöhe:10 – 30 cm
Wuchsbreite:30 – 40 cm
Blütezeit:April – Mai
Standort:Sonne
Boden:normal, durchlässig
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Dagmar von Gartentipps.com

Seit über 14 Jahren ist Dagmar Dittfeld als Online-Redakteurin für Gartentipps.com aktiv. Auf dem Land aufgewachsen, weiß sie die Vorzüge eines Selbstversorger-Gartens auch heute noch zu schätzen. Ihre ganz besondere Leidenschaft gilt der Gestaltung von Garten, Balkon und Terrasse. Mit ihren Ideen zum Dekorieren, Do-It-Yourself und Upcycling hat Dagmar schon viele Leser zum Nachmachen inspiriert.

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