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Adonisröschen vermehren – so gelingt die Aufzucht garantiert

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Die Vermehrung des Adonisröschens ist machbar, aber zeitaufwendig. Ihnen bleibt nur die Aussaat-Methode und Sie sollten Geduld mitbringen.

Adonisröschen-vermehren
© GregGroy – Fotolia.com
Bei der Vermehrung des Adonisröschens bleibt dem Hobbygärtner keine Wahl. Die Pflanzen lassen sich nur durch Aussaat vermehren. Dies mag unüblich erscheinen, da die meisten mehrjährigen Blühpflanzen recht einfach über die Wurzelteilung vermehrt werden können. Die Wurzelteilung würde sich allerdings äußerst schwierig gestalten, da die Pfahlwurzeln bis nahezu einen Meter tief in den Boden ragen können. Noch dazu ist das weit verzweigte Wurzelsystem der Pflanzen äußerst empfindlich und bereits der kleinste Eingriff könnte zum Absterben der Pflanzen führen.

Adonisröschen Vermehrung durch Samen

Die Samen des Adonisröschens bekommen Sie im Fachhandel. Ebenso können sie direkt beim Gärtner erworben werden. Die Vermehrung der Pflanzen selbst gleicht einem Geduldsspiel und die Keimung ist leider keine Garantie. Dennoch lohnt es, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Die Aussaat Schritt für Schritt

  1. Samen einige Stunden wässern.
  2. Samen in Pflanzgefäße setzen.
  3. Samen nur leicht mit Erde bedecken.
  4. Samen an einem hellen und warmen Standort aufstellen.
  5. Samen nach einem Monat kühl stellen.
  6. Samen beginnen zu keimen und können an höhere Temperaturen gewöhnt werden.

In den eiförmigen Nüsschen sind zwischen 30 und 40 Samen untergebracht. Werden die Samen im grünen Stadium geerntet, sind die Aussichten auf eine erfolgreiche Keimung höher.

Adonisröschen Samen
  • Adonis aestivalis
  • 300 Samen

➔ Tipp: Verwenden Sie die Samen so frisch wie möglich, möglichst noch während der „Milchreife“.

Um die Keimung zu fördern, bietet es sich an, die Samen vor der Aussaat einige Stunden in lauwarmem Wasser quellen zu lassen. Ein sandiger Lehmboden bildet das ideale Substrat. Nachdem die Samen ins Pflanzgefäß eingebracht wurden, sollten sie nur leicht mit Substrat bedeckt werden. Zunächst verbleibt das Pflanzgefäß etwa vier Wochen an einem hellen und warmen Standort. Während der Kultivierung bei Zimmertemperatur ist für eine gleichmäßige Feuchtigkeitszufuhr zu sorgen.

Standortwechsel

Nachdem das Pflanzgut zwischen zwei und vier Wochen an einem warmen Standort verblieben ist, folgen nun vier bis sechs Wochen bei maximal + 4 Grad. Die Temperatur kann dabei auch in den Minusbereich fallen.

➔ Tipp: Die Kühlzeit im Winter im Freien zu verbringen ist ideal. Von Schnee bedeckte Samen keimen besser, da die Samenschale durch die Feuchtigkeit poröser wird.

Hat die Keimung eingesetzt, vergehen weitere vier bis sechs Wochen, bis die jungen Pflanzen pikiert werden können und in einen größeren Pflanztopf gesetzt werden. Nach weiteren zwei Monaten dürften sich kräftige Jungpflanzen entwickelt haben, welche ins Freiland umziehen dürfen.

Adonisröschen selbst ziehen – Vor- und Nachteile im Überblick

VorteileNachteile
Die Anzucht aus Samen ist für den Hobbygärtner eine spannende Herausforderung.Die Keimung ist nicht zu 100% zuverlässig.
Die Samen können aus vorhandenen Pflanzen gewonnen werden oder sind recht preiswert im Handel erhältlich.Es sind möglichst viele Samenkörner zu verwenden, damit die Keimung zum Erfolg führt.
Es ist kein großer Aufwand notwendig, um die Aufzucht durchzuführen.Die Keimung erfolgt nur, wenn bestimmte Temperaturverhältnisse und Standortbedingungen eingehalten werden.
Nach der Keimung entwickeln sich in der Regel kräftige und gesunde Jungpflanzen.Die Keimung ist langwierig und zeitaufwendig.
Bis die Jungpflanzen blühen, können zwei bis drei Jahre vergehen.

Die richtige Pflege der Jungpflanzen

Wie bereits erwähnt, keimen die Samen des Adonisröschens eher unzuverlässig. Daher macht es Sinn, die Aussaat nicht auf wenige Samenkörner zu beschränken. Ab März dürfen die Jungpflanzen einer geglückten Keimung ins Freiland gesetzt werden. Dort ist es wichtig, den Jungpflanzen des Adonisröschens einen nährstoffreichen Boden zu bieten, denn die Wurzeln sind noch nicht stark genug, um die benötigten Nährstoffe direkt aus dem Boden aufzunehmen. Vor der Pflanzung sollte das Substrat entsprechend gelockert und mit Humus und Hornspänen versetzt werden. Dieser organische Langzeitdünger sorgt für ein gesundes Wachstum der Pflanzen.

➔ Tipp: Geduld ist auch weiterhin gefragt, bis sich die ersten Blüten an den jungen Pflanzen zeigen, können mehrere Jahre vergehen.

Jungpflanzen vor Schnecken schützen

Adonisröschen sind recht robust und werden kaum von Krankheiten oder Schädlingen befallen. Der größte Feind der Pflanzen sind Nacktschnecken, welche über die Pflanzen geradezu herfallen und sie in kürzester Zeitspanne komplett vernichten können. Der einfachste Weg wäre, die nachtaktiven Tiere abzusammeln.

Es gibt jedoch auch einige wirkungsvolle Hausmittel, welche rechtzeitig angewendet werden sollten, um den Befall zu verhindern:

  • Kaffeesatz um die Pflanze verteilen
  • Kupferdraht um die Pflanze legen
  • Eierschalen zerbröseln und um die Pflanze verteilen
  • Thymian, Rosmarin oder Salbei in der Nähe anpflanzen

Foto1: © GregGroy - Fotolia.com

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