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Aromatische Aster ‚October Skies‘: Tipps zum Pflanzen und Pflegen

Die Blüten der Aromatischen Aster erinnern an hellblaue, große Gänseblümchen und machen die pflegeleichte Staude zu einem leuchtenden Hingucker in jedem Garten.

Aromatische Aster 'October Skies'
© Igor / stock.adobe.com

Der Blickfang der Aromatischen Aster, deren botanischer Name Aster oblongifolius ‚October Skies‘ lautet, sind ihre feingliedrigen, hellblau-violetten Blütenblätter, die sich kranzförmig um ein gelb-goldenes Zentrum gruppieren. Mit einem Durchmesser von knapp 5 cm fallen die Blüten, die sich von August bis Oktober zeigen, schnell ins Auge.

Die Pflanze bildet einen buschigen, an ein dichtes Polster erinnernden Wuchs bei einer Höhe von bis zu einem Meter und einer Breite von bis zu 80 cm. Ihre behaarten und rauen Stiele und Blätter duften ebenso wie die Blüte nur dezent. Mit ihnen bildet die Aster dichte Blattbüsche. Zum Winter wirft sie allerdings ihr Laub ab und überwintert in unseren Breitengraden problemlos.

Aromatische Aster ‚October Skies‘ (Aster oblongifolius ‚October Skies‘)
Wuchs: buschig, aufrechte beblätterte Stiele, horstbildend
Wuchshöhe: 60 – 100 cm
Wuchsbreite: 50 – 80 cm
Blütezeit: August bis Oktober
Standort: Sonne
Boden: frisch bis feucht, durchlässig, lehmig-sandig, humos
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Standort – Wo gedeiht die Aromatische Aster am besten?

Die Aster oblongifolius ‚October Skies‘ liebt einen sonnigen Standort. Besonders die Herbstsonne sagt ihr zu. Achten Sie daher bei der Standortwahl auf möglichst viele Sonnenstunden am Tag. Wer die Aster an einer Hauswand pflanzen möchte, sollte dafür keine Nordwand auswählen, da sie in diesem Fall tagsüber im Schatten steht und somit nur kläglich wachsen kann.

Kultivierung der Aromatischen Aster ‚October Skies‘

Wer seinen Garten mit dieser Staude bereichern möchte, sollte vorab einige Hinweise beachten, damit die Aromatische Aster optimal gedeihen kann.

Anpflanzen und Rückschnitt

Am besten pflanzen Sie Ihre neuen Asternstauden in einem Abstand von 50 cm zueinander ins Staudenbeet oder eine Rabatte. Dabei sollten sich maximal vier Pflanzen einen Quadratmeter Fläche teilen. Sie wirkt ebenso sehr schön vor dem Gartenzaun, am Haus oder als Beetbegrenzung. Für ein gutes Wachstum benötigt die Pflanze einen frischen, lockeren und feuchtem Boden. Achten Sie auf einen humosen oder lehmig-sandigen Untergrund, dann wird Ihre Aster sich mit zahlreichen Blüten bedanken.

Ein Rückschnitt der Triebspitzen empfiehlt sich im Frühjahr, damit sich die Pflanze besser verzweigen kann. Zu dieser Zeit werden auch die abgestorbenen Pflanzenreste des letzten Jahres entfernt. Ein Vergreisen können Sie vermeiden, indem sie die Staude alle zwei bis vier Jahre teilen und die Teile neu einpflanzen. Wer verhindern möchte, dass sich die Pflanze selbst aussät, sollte die Samenstände nach der Blütezeit entfernen.

Wasser und Dünger – Was braucht die Aromatische Aster?

Der Boden, in dem die Aster wächst, sollte locker, feucht und frisch sein, ohne dass Staunässe entstehen kann. Diese verträgt die Pflanze nicht, weshalb regelmäßiges, aber mäßiges Gießen vor allem in längeren Trockenperioden notwendig ist. Achten Sie auf eine ausreichende Drainage des Bodens, damit sich kein Wasser ansammelt, das zur Wurzelfäule führen könnte. Am besten wird der Wurzelstock der Pflanze alle zwei bis drei Tage bewässert. Auf längere Trockenphasen reagieren Astern schnell mit gelben Blättern und die Stiele verholzen.

Astern lieben nährstoffreichen Boden. Daher ist es sinnvoll im Frühjahr etwas Humus unter die Erde zu mischen. Eine zweite Nährstoffgabe im Juni, entweder mit organischem Dünger oder Komposterde, führt zu einem üppigen Wachstum der Pflanze.

Überwinterung – Wie gelingt die jährliche Blütenpracht?

Die Aromatische Aster ist nicht nur besonders pflegeleicht, sondern auch sehr robust und winterfest, sodass selbst Einsteiger im Gartenhandwerk große Freude an dieser Pflanze haben.

Zum Winter zieht sich die Pflanze selbstständig in den Wurzelballen zurück und schützt sich auf diese Weise vor der frostigen Jahreszeit. Abgestorbene Pflanzenreste dienen ihr als Schutz vor Kälte, weshalb diese erst im Frühjahr entfernt werden sollten. Anschließend haben die neuen Triebe genügend Platz, um sich auszubreiten.

Nachbarbepflanzung für die Aromatische Aster

Aromatische Astern lassen sich auf vielfältige Weise mit anderen Pflanzen kombinieren, die ihr zudem als Stütze dienen und ein Abknicken verhindern. Geeignete Nachbarn sind unter anderem die Prachtscharte oder das Sonnenauge, die farbliche Akzente setzen. Ebenso harmonieren andere Herbstastern und diverse Gräser, zum Beispiel Rutenhirse oder Reitgras, mit diesem Gewächs. Letztere eigenen sich besonders dann, wenn man bunte Mischungen vermeiden möchte und eher auf Grün setzt.

Vermehrung der Aromatischen Aster

Die Teilung von Astern-Stauden hat gleich mehrere Vorteile:

1. Sie dient der Vermehrung der Pflanze.
2. Das Verholzen der Stiele wird verhindert.
3. Sie gewährleistet eine volle Blütenpracht.
4. Krankheiten lassen sich so vermeiden.

Um eine Staude zu vermehren, können Sie ihre Wurzel teilen. Dies funktioniert jedoch nur bei mehrjährigen, winterharten Astern, zu denen auch die Aromatische Aster gehört. Da die Aster oblongifolius erst spät blüht, erfolgt die Teilung bestenfalls im Frühjahr oder nach der Blütezeit gegen Ende des Jahres, zu einer Zeit, in der keine Nachfröste auftreten.

Graben Sie zunächst den Wurzelstock aus und entfernen Sie alle verholzten und alten Triebe. Teilen Sie den Wurzelstock anschließend mit einem Spaten oder einem scharfen Messer, sodass jedes neue Teil mindestens zwei bis drei grüne Triebe hat. Die einzelnen Teile werden dann neu eingepflanzt, entweder in ein Beet oder in Töpfe und Kübel.

Tipp: Wenn Sie noch keine Astern besitzen, hält der Fachhandel ein großes Angebot an Samen oder Containerware bereit, die zuhause herangezogen werden kann.

Schädlinge und Gefahren für die Aromatische Aster

Grundsätzlich gilt: Geschwächte Pflanzen sind anfälliger für Schädlinge. Daher sollten Gärtner darauf achten, die Anforderungen ihrer Pflanzen zu erfüllen. Sie sollten auf keinen Fall Rindenmulch ausbringen. Dieser wirkt herbizid und kann der Aster schaden.

Zu den häufigsten Bedrohungen für Astern zählen der Echte Mehltau und die Asternwelke. Beides wird durch Pilze hervorgerufen, die die Pflanze befallen. Im Extremfall muss die Pflanze entsorgt werden. In der Regel hilft es jedoch, die befallenen Triebe zurückzuschneiden, die Pflanze an einen anderen Standort zu pflanzen und gegebenenfalls mit einem Fungizid zu arbeiten.

Falls sich auf den robusten Astern doch einmal Schädlinge breit machen, handelt es sich meist um Blattläuse oder Schnecken. Erstere lassen sich mit einer kalten Brause oder Brennnesseljauche vertreiben. Schnecken werden am besten abends per Hand eingesammelt. Um sie dauerhaft fernzuhalten empfiehlt sich eine Nachbarbepflanzung mit Thymian oder Eisenhut, die die ungebetenen Gäste abwehren. Schneckenkorn oder ein Schneckenzaun helfen ebenfalls dabei, den gefräßigen Besuchern keine Chance zu geben.

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