Blumenkohl einzufrieren ist keine große Kunst. Dennoch gibt es dabei einiges zu beachten, um beispielsweise Gefrierbrand zu vermeiden.

Gefrorener Blumenkohl
Bei gefrorenem Blumenkohl liegt die mittlere Haltbarkeitsdauer bei ungefähr einem Jahr – © bravissimos / stock.adobe.com

Manchmal ist die Ernte von Blumenkohl üppiger als gedacht. Dann ist guter Rat teuer, was mit den übrig gebliebenen Röschen passieren soll. Eine Möglichkeit ist es, den Blumenkohl einfach einzufrieren. Allerdings sollten Sie einige Grundsätze beachten, damit die Nährstoffe und der Geschmack erhalten bleiben.

Kann der gesamte Blumenkohl-Kopf eingefroren werden?

Nein, leider nicht. Einige Vorarbeiten müssen Sie vorab tätigen, damit es kein böses Erwachen beim späteren Auftauen gibt. Blumenkohl als Gemüse schmeckt am besten, wenn er knackig und bissfest ist.





Anleitung für das Einfrieren von Blumenkohl

Blumenkohl Verarbeitung
Durch das Blanchieren verbleiben die Vitamine und Nährstoffe im Blumenkohl – © Angel Simon / stock.adobe.com

1. Vorarbeiten zum Einfrieren von Blumenkohl:

Zuerst sollten Sie den Blumenkohl vom Strunk befreien und in Röschen teilen. Danach geht es an das Waschen. Entweder halten Sie die einzelnen Stücke unter einen fließenden Wasserstrahl oder Sie bereiten ein Wasserbad vor. Achten Sie während der Säuberung unbedingt darauf, dass sämtliche Erdteile und sonstige Verschmutzungen entfernt werden. Auch kleine Insekten können sich in den Röschen verirrt haben.

Sind die Röschen geputzt, sind sie für das Einfrieren gut vorbereitet. Allerdings raten Profis dazu, den Blumenkohl vorher noch zu blanchieren. Haben Sie keine Zeit dazu, sollten Sie zu diesem Zeitpunkt die einzelnen Blumenkohl-Röschen gut abtrocknen lassen.

Tipp:
Der Strunk ist bitter und wird höchstens zum Auskochen für Spargelsuppe und Co. benötigt. Das trifft ebenso auf die grünen Blätter zu. Werfen Sie diese Teile also nicht weg, sondern verarbeiten Sie sie weiter.

2. Blumenkohl blanchieren:

Blanchieren bedeutet, dass der Blumenkohl für eine kurze Zeit in kochendes Wasser gegeben wird. Die Dauer sollte dabei 2 bis 3 Minuten nicht überschreiten. Nach dieser Zeit geben Sie die einzelnen Röschen dann in sehr kaltes Wasser, um sie abzuschrecken. Am besten eignet sich hierfür eine Schüssel mit kaltem Wasser und einigen Eiswürfeln.

Durch das Blanchieren wird die Zellstruktur verschlossen, sodass Vitamine und Nährstoffe im Blumenkohl verbleiben. Das ist umso wichtiger, wenn das Gemüse danach eingefroren werden soll. Der Nebeneffekt ist, dass der Blumenkohl viel länger haltbar ist und sich nicht so schnell zersetzt. Das trifft auch auf die Zeit in der Gefriertruhe zu. Ein blanchierter Blumenkohl ist daher deutlich länger frisch und haltbar.

Tipp:
Das Blanchieren empfiehlt sich auch für andere Gemüsesorten. Beispielsweise etwa, wenn Sie Möhren einfrieren, Kartoffeln trocknen oder Ingwer süß-sauer einlegen möchten.

3. Röschen gründliches abtrocknen:

Wichtig ist, dass nur absolut trockenes Gemüse in die Gefriertruhe wandert. Andernfalls würde die Feuchtigkeit an den Blumenkohl-Röschen gefrieren und sich am Gemüse oder der Tütenwand als Eiskristalle niederschlagen. Das Problem: Der sogenannte Gefrierbrand kann gefährlich sein, da er an diesen Stellen das Gemüse zerstört. Äußerlich ist es nicht unbedingt sichtbar. Das Ergebnis sehen Sie erst nach dem Auftauen.

Egal, ob Sie die Blumenkohlröschen blanchiert haben oder nicht: Die Gemüsestücke müssen sehr gut getrocknet werden, bevor sie eingefroren werden können. Am besten gelingt das, wenn Sie den Blumenkohl auf einem saugfähigen Tuch abtropfen lassen. Nachhelfen brauchen Sie übrigens nicht. Nach ca. 15 Minuten in der Zimmertemperatur ist die Feuchtigkeit in der Regel verdunstet.

Worin kann Blumenkohl eingefroren werden?

gefrorener Blumenkohl in Gefrierbeutel
Einfache Gefrierbeutel reichen vollkommen aus – © qwartm / stock.adobe.com

Sie können die handelsübliche Gefriertüte oder eine Gefrierbox zum Einfrieren nutzen. Beide Varianten müssen allerdings gut verschließbar sein. Achten Sie daher bei einer Gefrierbox auf einen gut schließenden Deckel. Oftmals sind Plastikbehälter für die Gefriertruhe deshalb speziell gekennzeichnet. Das bedeutet ebenfalls, dass der Kunststoff für Lebensmittel geeignet sein muss.

Tipp:
Gefrierbeutel werden üblicherweise mit einem Draht- oder Druckverschluss geschlossen. Hierbei sollten Sie so viel Luft wie möglich entfernen. Das klappt, indem Sie mit den Händen so viel Luft wie möglich herausdrücken, nachdem Sie den Blumenkohl eingefüllt haben. Wenn Sie einen Vakuumierer haben, können Sie die Luft auch elektrisch aus der Tüte befördern.

Wie lange ist ein eingefrorener Blumenkohl haltbar?

Normalerweise beträgt die Temperatur in einer Kühltruhe oder einem Gefrierschrank ungefähr -18 °C. Dadurch ist gewährleistet, dass Lebensmittel keinen natürlichen Prozessen mehr unterliegen und lange haltbar sind. Man kann auf diesem Weg zwar Gemüse konservieren, allerdings sind eingefrorene Lebensmittel auch nicht unbegrenzt haltbar. Bei Gemüse wie Blumenkohl liegt die mittlere Haltbarkeitsdauer bei ungefähr einem Jahr. Danach sollte der Blumenkohl unbedingt verarbeitet werden.

Wie wird der Blumenkohl nach dem Einfrieren verarbeitet?

Soll der Blumenkohl nach dem Einfrieren als gekochtes Gemüse zubereitet werden, entfällt das Auftauen. Sie können die gefrorenen Röschen einfach in das kochende Wasser geben und wie gewohnt zubereiten. Die Kochzeit bleibt die gleiche wie bei frischem Blumenkohl.

Möchten Sie den Blumenkohl jedoch z.B. für ein Pfannengericht oder im Auflauf verwenden, sollten Sie den gefrorenen Blumenkohl vorher schonend im Kühlschrank auftauen. Ersatzweise ist auch das schonende Auftauen in der Mikrowelle möglich.

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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