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Gänsekresse pflanzen – Tipps für die Beetbepflanzung und den Steingarten

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Die Gänsekresse passt nicht nur super auf’s Beet, sondern auch hervorragend in den Steingarten. Was Sie beim Pflanzen beachten müssen, verraten wir hier.

Gänsekresse pflanzen
© LianeM – Fotolia.com
Die Gänsekresse zählt zur Familie der Kreuzblütengewächse. Die meist mehrjährigen Pflanzen bilden hübsche Polster und bieten sich daher für die Bepflanzung des Steingartens an. Der Frühblüher setzt bereits ab April mit seinen weißen oder roten Blütenköpfchen hübsche Akzente im Beet. Es sind zahlreiche Züchtungen im Handel, welche nicht zuletzt auch mit ihrem gefleckten Laub eine Zierde darstellen. Ursprünglich auf dem Balkan und in den Karpaten beheimatet, hat sich die Gänsekresse an unser Klima gut angepasst und gilt als pflegeleicht und anspruchslos. Damit eventuelle Pflegefehler trotzdem von Anfang an vermieden werden, sollten Sie nachfolgende Tipps und Ratschläge beherzigen und mit der Pflanzung den Grundstein für ein gesundes Pflanzenwachstum legen.

Gänsekresse: Pflanzenbeschreibung

Meist handelt es sich bei der Gänsekresse um mehrjährige Pflanzen. Einige wenige Arten sind ein- oder zweijährig. Die Pflanzen besitzen einige Gemeinsamkeiten. Die Stängel wachsen meist aufrecht und weisen eine deutliche Behaarung auf. Die Stängel entspringen einer Rosette, welche gestielte und ungestielte Blätter besitzt. Es kommen glätte und gezahnte Blattränder vor. Ebenso werden glatte oder behaarte Blattoberseiten unterschieden. Es werden vierzählige Blüten mit ovalen Kelchblättern ausgebildet. Die Kronblätter besitzen eine Länge von etwa einem halben Zentimeter. Meist blüht die Gänsekresse weiß oder rot. Es kommen aber auch violette, blaue oder gelbliche Blüten vor. Im Fruchtknoten können bis zu 80 Samenanlagen vorhanden sein. Die flachen Schoten besitzen eine netzartige Struktur.

Gänsekresse pflanzen – den passenden Standort finden

Die anspruchslosen und wuchsfreudigen Pflanzen geben sich mit beinahe jedem Standort zufrieden. Finden Sie einen sonnigen Standort, wird die Gänsekresse es Ihnen mit einer reichen Blüte danken. Aber auch halbschattige Standorte machen der Pflanze nichts aus und auch im Schatten gedeiht die Gänsekresse problemlos. Auch für die Bepflanzung von Dachgärten oder Gräbern ist die Pflanze eine Option.

Das ideale Substrat auswählen

Die Gänsekresse sollte möglichst in einen gut durchlässigen Boden gepflanzt werden. Ein frisches und nicht zu nährstoffreiches Substrat ist ideal. Der Boden darf nicht zu feucht sein, da die Pflanzen keine Staunässe vertragen. Auch an Stellen, wo Sie bislang kein Glück mit üppigem Pflanzenwuchs hatten, lohnt es, einen Versuch mit der Gänsekresse zu starten.

Das ideale Substrat in Stichworten:

  • locker
  • frisch
  • durchlässig
  • kalkhaltig
  • nährstoffarm

Die Gänsekresse pflanzen – Schritt für Schritt

  1. Standort auswählen
  2. Boden vorbereiten
  3. Pflanzloch ausheben
  4. Pflanzabstand beachten
  1. Pflanze einsetzen
  2. Substrat auffüllen
  3. Substrat andrücken
  4. Pflanze bewässern
Nachdem Sie einen passenden Standort ausgewählt haben, wird der Boden von Steinen und Unkraut befreit. Anschließend heben Sie das Pflanzloch in etwa in der doppelten Größe des Wurzelballens aus. Damit die Pflanzen gut anwachsen, kann das Substrat mit Hornspänen oder Kompost angereichert werden. Die Pflanzen werden in die Erde gesetzt. Das Substrat sollte dabei in etwa mit dem unteren Blattpaar abschließen. Drücken Sie die Erde nun gut fest und gießen Sie die Gänsekresse reichlich an.

Für die Gruppenpflanzung bietet sich ein Pflanzabstand von 20 bis 30 Zentimetern an. Beliebte Beetnachbarn sind Blaukissen, Enzian oder Farne.

Kann die Gänsekresse im Kübel kultiviert werden?

Als anspruchslose Pflanze eignet sich die Gänsekresse auch für die Kübelhaltung. Der Pflegeaufwand ist hierbei jedoch etwas höher, denn im Kübel steht den Pflanzen nur ein begrenztes Angebot an Nährstoffen zur Verfügung. Kübelpflanzen müssen häufiger bewässert und regelmäßig gedüngt werden.

Tipp: Achten Sie bei der Auswahl des Pflanzgefäßes auf ausreichend Abzugslöcher für Flüssigkeit im Boden.

Wann blüht die Gänsekresse?

Nach der Pflanzung werden Sie sicher gespannt die Blüte der Gänsekresse erwarten. Die meisten Arten blühen im April und die Blütezeit reicht bis in den Mai hinein. Es gibt aber auch Ausnahmen, dies liegt begründet in der reichen Artenvielfalt der Pflanzengattung. Die Kaukasische Gänsekresse öffnet ihre Blüten bereits im März. Die Alpen-Gänsekresse kann bis in den Herbst hinein in Blüte stehen und einige Arten blühen sogar im Winter.

Tipp: Werden die alten Blütenstände regelmäßig entfernt, lässt sich die Pflanze zu einer weiteren Blüte anregen.

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Was ist beim Umpflanzen der Gänsekresse zu beachten?

Sind einige Jahre nach der Pflanzung vergangen, kann es passieren, dass die Gänsekresse ihre üppige Blüte vermissen lässt. Es ist an der Zeit, die Pflanze zu verjüngen und an einen neuen Standort umzusetzen. Hierfür können Sie die Gänsekresse im Frühling oder im Herbst aus dem Boden nehmen. Der Wurzelballen wird nun von verkahlten Stellen und faulen oder abgestorbenen Wurzelsegmenten befreit. Ist die Pflanze ausreichend entwickelt, können Sie den Wurzelballen mit einem scharfen Messer zerteilen und die Gänsekresse dadurch vermehren. Die einzelnen Wurzelsegmente werden dann an einen neuen Standort gepflanzt.

Ist die Gänsekresse giftig?

Bei der Pflanzung der Gänsekresse müssen Sie keine Bedenken haben, dass Kinder oder Haustiere durch die Pflanze gefährdet werden. Ganz im Gegenteil, denn die Gänsekresse ist essbar. Wie der Name bereits verrät, schmecken die Blätter kresseartig. Der Geschmack erinnert auch an Rucola.

Die Blüten der Gänsekresse können als Dekoration diverser Speisen dienen. Es lassen sich damit Salate, Suppen, kalte Platten oder Desserts verzieren. In den Blättern steckt viel Vitamin C. Auch die antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung der Pflanzenteile wird geschätzt.

Tipp: Die Blätter werden vor der Blütezeit geerntet.

Als Dekoration sind Blätter und Blüten der Gänsekresse immer eine Empfehlung wert. Von einem übermäßigen Verzehr wird jedoch abgeraten. Es gibt leider kaum Erkenntnisse darüber, wie sich ein hoher und regelmäßiger Verzehr der einzelnen Pflanzenteile auf den Körper auswirkt.


Foto1: © LianeM - Fotolia.com

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