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Gänsekresse pflegen – viel ist nicht zu tun

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Die Gänsekresse ist eine recht anspruchslose Staude. Trotzdem gibt es einige Pflegetipps, die Sie beachten sollten.

Gänsekresse pflegen
© LianeM – Fotolia.com
Erste Farbtupfer im Gartenbeet sind nach einem langen Winter besonders willkommen. Die Gänsekresse (Arabis) kann dazu beitragen, dass im Frühling Leben in Ihren Steingarten einzieht. Die Kreuzblütler bilden attraktive Polster und blühen meist Weiß oder Rot. Auch weniger geübte Hobbygärtner werden an der Gänsekresse ihre Freude haben. Wuchsfreudig und pflegeleicht ist die kleine Polsterstaude die ideale Anfängerpflanze. Was es bei der Pflege der Gänsekresse zu beachten gibt, kann im Folgenden nachgelesen werden.

Worauf ist bei der Pflege besonders zu achten?

Die Gänsekresse ist allgemein pflegeleicht und gibt sich auch mit schattigen und halbschattigen Standorten zufrieden. Während ihrer Blüte sind die Pflanzen eine beliebte Bienenweide.

Kompakt wachsende Arten eignen sich auch sehr gut für die Pflanzung im Kübel. Besonders hübsch wirkt die Gänsekresse im Beet – in der Nachbarschaft von Hyazinthen, Iris, Enzian oder Krokussen.

Die Gänsekresse richtig gießen

Die anspruchslosen Pflanzen benötigen nur wenig Pflege. Nach der Pflanzung ist auf eine ausreichende Bewässerung zu achten. Ältere Pflanzen müssen weniger gegossen werden. Der Boden darf jedoch nicht komplett austrocknen. Bei anhaltender Trockenheit ist die Pflanze in jedem Fall zu gießen. Achten Sie dabei stets darauf, dass sich die Flüssigkeit nicht im Boden staut und dadurch Staunässe entsteht. Ist der Boden zu feucht, werden die Wurzeln angegriffen und die Pflanze kann absterben.

Die Gänsekresse richtig gießen in Stichworten:

  • Jungpflanzen regelmäßig gießen
  • ältere Pflanzen nur bei längerer Trockenheit bewässern
  • Boden darf nicht komplett austrocknen
  • Staunässe ist zu vermeiden

➔ Tipp: Die Pflanzen vertragen Kalk und können daher auch mit Leitungswasser gegossen werden.

Muss man Gänsekresse düngen?

Die Gänsekresse wächst und wächst – auch ohne Dünger. Herkömmliche Gartenerde ist als Substrat gut geeignet. Eine zu hohe Nährstoffkonzentration kann der Pflanze schaden. Bei der Pflanzung kann die Beigabe von Kompost in den Boden empfohlen werden. Das organische Material stellt eine ideale Düngung dar und reicht für das Wachsen und Gedeihen der Gänsekresse während der gesamten Saison aus.

Gänsekresse richtig schneiden

Um den kompakten Wuchs der Pflanzen sicherzustellen, wird die Gänsekresse nach der Blütezeit auf zirka zehn Zentimeter zurückgeschnitten. Ein rechtzeitiger Rückschnitt fördert die erneute Blütenbildung.

Buntlaubige Gänsekresse besitzt recht unscheinbare Blüten und muss nicht zurückgeschnitten werden. Hier entfernen Sie lediglich die verblühten Blüten.

➔ Tipp: Nach dem Schnitt müssen die Pflanzenteile nicht zwingend entsorgt werden, denn die Gänsekresse ist essbar.

Die wichtigsten Pflegemaßnahmen im Überblick

PflegemaßnahmeErläuterung

Gießen
  • Regelmäßig zur Gießkanne gegriffen werden muss bei Jungpflanzen.
  • Diese benötigen eine konstante Bewässerung, um gut anwachsen zu können.
  • Ältere Pflanzen müssen nur bei längerer Trockenheit gegossen werden.
  • Der Boden sollte nicht komplett austrocknen.
  • Damit es nicht zu Staunässe kommt, wird nur mäßig gegossen und mit einer Drainage im Boden Staunässe entgegengewirkt.

Düngen
  • Die Gänsekresse benötigt keine zusätzliche Düngung.
  • Ein Überangebot an Nährstoffen ist eher schädlich für die Pflanzen.
  • Bei der Pflanzung kann Kompost als Langzeitdünger unter die Gartenerde gemischt werden.
  • Eine weitere Düngung ist während der gesamten Wachstumsperiode nicht notwendig.

Schneiden
  • Nach der Blüte erfolgt ein Rückschnitt auf etwa zehn Zentimeter.
  • Dies hat den Vorteil, dass sich neue Blüten ausbilden können und die Pflanze ihren kompakten Wuchs beibehält.
  • Buntlaubige Arten müssen nicht zurückgeschnitten werden.
  • Verblühtes ist in jedem Fall zu entfernen.

Gänsenkresse überwintern – darauf sollten Sie achten

Die meisten Sorten der Gänsekresse kommen ohne unsere Hilfe gut über den Winter. Die Pflanzen vertragen selbst strenge Fröste bis – 25 Grad problemlos. Es gibt jedoch auch einige Arten, ursprünglich in wärmeren Regionen beheimatet, welche sich als kälteempfindlicher erweisen und im Winter einen Schutz erhalten sollten. Bei stärkeren Frösten sollten Sie die Pflanzen mit Reisig oder Laub abdecken. Da die Gänsekresse unter einer dicken Schicht Blättern oder Reisig zum Faulen neigt, ist der Winterschutz zeitnah wieder zu entfernen, bzw. nur sporadisch einzusetzen, wenn das Thermometer in den Minusbereich fällt.

Ausnahme Kübelpflanze

Was für die Freilandpflanzung der Gänsekresse gilt, lässt sich nicht automatisch auf die Kübelpflanzen anwenden. Pflanzen im Kübel sind immer als frostempfindlich einzustufen. Dies liegt nicht unbedingt an der Pflanze selbst, sondern an dem Standort im Pflanzgefäß. Das Angebot an Substrat ist dort nur begrenzt. Herrscht Frost, frieren Pflanzkübel schnell durch, was unweigerlich zum Absterben der Pflanze führt, da sich diese nicht mehr über die Wurzeln mit Nährstoffen versorgen kann.

Soll die Kübelpflanze im Freien überwintern, platzieren Sie den Kübel auf einer Unterlage aus Holz oder Styropor, damit das Pflanzgefäß nicht durchfriert. Weiterhin sind die Pflanzgefäße mit Gartenvlies abzudecken.

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➔ Tipp: Kübelpflanzen sollten besser im Haus, hell und frostfrei überwintert werden.

Die Pflanzen im Winterquartier sind häufiger zu kontrollieren. Die Erde darf nicht komplett austrocknen. Daher kann das Gießen notwendig werden. Freilandpflanzen können an frostfreien Tagen ebenfalls leicht bewässert werden.


Foto1: © LianeM - Fotolia.com

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