Suchen Sie eine ausgefallene Rankpflanze für das Zimmer, kann ich Ihnen die Herzblatt-Pflanze empfehlen. Denn sie ist optisch ein richtiges Highlight.

Herzblatt-Pflanze
Die Herzblatt-Pflanze hat herzförmige Blätter – © jcsmilly / stock.adobe.com

Wer es gern durch die Blume sagen möchte, muss sich am Valentinstag und zu anderen Anlässen nicht zwingend für rote Rosen entscheiden. Alternativ dazu kann die Herzblatt-Pflanze (Hoya kerrii) ebenso unmissverständlich Botschaften übermitteln und noch dazu als langlebiger Liebesbeweis dienen. Denn die Kletterpflanze kommt mit einem ganz besonderen Aussehen daher.

Herkunft

Die Herzblatt-Pflanze ist ein Seidenpflanzengewächs und gehört der Unterfamilie der Hundsgiftgewächse an. Als weitere Bezeichnungen sind auch „Kleiner Liebling“ oder „Herzpflanze“ geläufig.

Beheimatet ist die Herzblatt-Pflanze in den Tropen Südostasiens. Dort ist sie vor allem in den Gebirgslagen Chinas und Javas anzutreffen. In den Geschäften finden sich hingegen vermehrt Blattstecklinge, die dann lediglich aus einem herzförmigen Blatt bestehen.

So sehen die Blüten aus

Blüten Herzblatt-Pflanze
Die Doldenblüten besitzen bis zu 25 Einzelblüten – © Narupon / stock.adobe.com

Zwischen März und Juli kommt die Herzblatt-Pflanze zur Blüte. Die auffälligen Doldenblüten sind dann ein richtiger Hingucker. Denn bis zu 25 Einzelblüten können sich an nur einem Blütenstand entwickeln. Bis sich die Blüte jedoch vollständig öffnet, können bis zu zwei Wochen vergehen. Dann werden die weißen Kelchblätter und die roten Kronblätter sichtbar. Die Nektar ausbildende Blüte ähnelt dann stark der Porzellanblume.

Kurzer Steckbrief zur Herzblatt-Pflanze

Herzblatt-Pflanze (Hoya kerrii)
andere Bezeichnungen: Kleiner Liebling, Herzpflanze
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Wuchstyp: Kletterpflanze
Blütezeit: März – Juli
Standort: hell, ohne direkte Sonneneinstrahlung, hohe Luftfeuchtigkeit, zwischen 18 und 25 Grad
Boden: locker, gut durchlässig, Zimmerpflanzen- oder Kakteenerde
Besonderheiten: Pflanzensaft und Blüten sind leicht giftig
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Diese verschiedenen Sorten gibt es

Die Herzblatt-Pflanze wird in drei unterschiedlichen Sorten angeboten. Dazu gehören:

Sorte Aussehen
Variegata: Diese seltene Sorte besitzt gelb umrandete Blätter.
Albo-marginata: Eine häufig angebotene Varietät mit weiß panaschierten Blättern.
Reverse Variegata: Der Farbverlauf kehrt sich gegenüber der Sorte Variegata um. Die Blätter sind grün umrandet und verfärben sich mittig gelb. Auch diese Sorte ist eher selten im Handel anzutreffen.

Ist die Herzblatt-Pflanze giftig?

Bei Berührung sind die Pflanzen völlig ungefährlich. Der Pflanzensaft und die Blüten können jedoch Giftstoffe freisetzen. Besonders Vögel leiden bereits bei der Aufnahme von Kleinmengen an Vergiftungserscheinungen. Durchfall und Erbrechen sind mögliche Symptome. Passen Sie daher auf, dass Kinder und Haustiere sich nicht an den Pflanzen zu schaffen machen.

Den passenden Standort finden

Ein heller Standplatz ohne direkte Sonneneinstrahlung ist ideal für die Tropenpflanze. Zudem verträgt sie Raumtemperaturen zwischen 18 und 25 Grad am besten. Ebenso wichtig ist für die Pflanze eine hohe Luftfeuchtigkeit. Daher können Sie die Herzblatt-Pflanze gut zur Begrünung des Badezimmers verwenden. Im Winter ist hingegen ein kühlerer Standort von Vorteil. Unter zehn Grad sollte das Thermometer dann aber nicht fallen.

Das ideale Substrat auswählen

Die Pflanzen kommen gut mit herkömmlicher Zimmerpflanzenerde zurecht. Sie können aber auch Kakteenerde verwenden. Wenn Sie das Substrat selbst herstellen möchten, können Sie folgende Komponenten vermischen:

  • 50 Prozent herkömmliche Blumenerde
  • 20 Prozent Quarzsand
  • 20 Prozent Blähtonbruch
  • 10 Prozent Urgesteinmehl

Damit erhalten Sie ein lockeres und gut durchlässiges Substrat mit guten Wasserspeichereigenschaften. Ebenso bewährt sich die Hydrokultur.

Pflege der Herzblatt-Pflanze

Herzblatt-Pflanze Pflege
Die Herzblatt-Pflanze ist sehr pflegeleicht – © Amphawan / stock.adobe.com

❍ gießen:

Während der Wachstumszeit sollte die Herzblatt-Pflanze regelmäßig gegossen werden. Die Erde muss zwischen den einzelnen Bewässerungen oberflächlich gut abtrocknen können. Nutzen Sie zum Gießen aber kein ein kalkhaltiges Wasser. Denn das vertragen die Pflanzen nicht. Nutzen Sie zum Gießen lieber Regenwasser.

Haben Sie an eine Drainage aus Kies oder Ton gedacht, können Sie Staunässe entgegenwirken.

❍ düngen:

Zwischen März und Oktober können Sie die Pflanze in vierwöchigen Abständen düngen. Hierbei können Sie handelsüblichen Zimmerpflanzendünger nutzen. Flüssigdünger ist hier von Vorteil, denn er wird einfach dem Gießwasser zugegeben und gelangt so schnellstmöglich an die Wurzeln.

❍ umtopfen:

Umgetopft wird nur, wenn es der Pflanze in altem Gefäß deutlich zu eng geworden ist. Der ideale Zeitpunkt fällt auf die Monate Februar und März. Das neue Pflanzgefäß sollte dann nicht wesentlich größer ausfallen als der alte Topf.

❍ Krankheiten und Schädlinge bekämpfen:

Die Herzblatt-Pflanze ist recht unempfindlich. Wie die meisten Zimmerpflanzen bleibt das Herzblatt jedoch nicht gänzlich von Blattläusen oder Schildläusen verschont. Ein zu warmer Winterstand kann zudem einen Befall mit Spinnmilben begünstigen. Gegen all diese Schädlinge hilft z.B. das mehrmalige Abbrausen mit Wasser recht zuverlässig.

So können Sie die Herzblatt-Pflanze vermehren

Die Vermehrung kann durch Stecklinge erfolgen. Hierfür müssen Sie einfach ein Blatt abschneiden und in ein feuchtes, sandiges Substrat setzen. Bei regelmäßiger Bewässerung bilden die Stecklinge dann recht schnell Wurzeln. Anschließend können Sie den Steckling in Kakteenerde umtopfen.

Gartentipp des Tages!

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

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