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Maulbeerbaum pflegen – Tipps zum Gießen, Düngen und Schneiden

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Der Maulbeerbaum trägt nicht nur leckere Früchte, er ist auch ein Schmuckstück im Garten. Was bei der Pflege des Morus zu beachten ist, verraten wir hier.

Maulbeerbaum pflegen
© Unkas Photo – Fotolia.com
Hat man sich für einen dekorativen Maulbeerbaum entschieden, der für seine schmackhaften Früchte bekannt ist, und diesen sachgemäß am richtigen Standort eingepflanzt, muss man sich früher oder später mit dessen Pflege beschäftigen. Schließlich dauert es bis zu zehn Jahre, bis ein solcher Baum Früchte trägt, also die erste Ernte erfolgen kann. Stimmt die Pflege nicht, geht der Baum eventuell schon vorher ein, sodass man wieder von Null starten muss. Doch welche Anforderungen stellt ein Maulbeerbaum überhaupt, wie pflegt man ihn richtig – und ist er auch für Anfänger im Hobbygärtner-Bereich geeignet?

Der Maulbeerbaum und was die Moraceae ausmacht

Die Familie der Maulbeergewächse, auch als Moraceae bezeichnet, zeichnet sich durch ein Wachstum von bis zu 10 oder gar 15 Metern Höhe aus. Das Gewächs ist mit mehr als zehn Arten vertreten und wurde schon vor Jahrhunderten seiner Früchte wegen kultiviert und verehrt. Vor allem aber zeichnet sich ein Maulbeerbaum dadurch aus, dass er am besten bei einem gemäßigten Klima gedeiht und einen warmen, sonnigen Sommer benötigt. Ein sandiger Boden, der nicht zu feucht oder gar von Staunässe geprägt ist, ist für den Maulbeerbaum ideal – ansonsten halten sich dessen Ansprüche eher in Grenzen.

Das Gute ist, dass der Maulbeerbaum nicht sonderlich anspruchsvoll ist und daher auch leicht gepflegt werden kann. Dies wiederum bedeutet, dass auch Anfänger in Sachen Gärtnern gut mit dem Maulbeerbaum klarkommen können, wenn sie über dessen wenige Vorlieben Bescheid wissen.

Maulbeerbaum
Was er benötigt+ torfarmen, sandigen Boden
+ ein wenig Sonne
+ viel Platz
+ im Sommer viel Wasser
Was er nicht verträgt- zu viel Feuchtigkeit oder gar Staunässe
- austrocknende Wurzeln (auch im Winter zu beachten)

Maulbeerbaum pflegen – richtig gießen, schneiden, düngen und überwintern

Mit dem richtigen Pflegeritual, etwas Mühe und einem grünen Daumen sollte es gelingen, einen dekorativen, ansprechenden und Ausstrahlungsreichen Maulbeerbaum heranwachsen zu lassen, der mit der Zeit auch schmackhafte Früchte in Hülle und Fülle trägt.

❍ Maulbeerbaum – wie oft gießen?

Die Wurzeln des Maulbeerbaumes dürfen in keinem Fall austrocknen – das gilt auch für die kälteren Monate im Jahr. Ausreichendes Gießen ist daher im gesamten Jahr Pflicht, im Sommer sollte der Baum vergleichsweise mehr Wasser erhalten. Allerdings ist hierbei zu beachten, dass keine Staunässe entstehen darf – die verträgt das Gewächs nicht sonderlich gut. Ist der Boden nicht locker und durchlässig genug, kann man eine Drainage aus Kies legen, um das gegossene Wasser besser abfließen zu lassen und zu vermeiden, dass es sich bei den Wurzeln staut und die Feuchtigkeit zu stark erhöht.

❍ Muss der Maulbeerbaum gedüngt werden?

Ob man dem Maulbeerbaum regelmäßig Dünger zukommen lassen sollte, hängt maßgeblich davon ab, ob dieser sich in nährstoffreicher Erde befindet, und ob er bereits Früchte trägt. Allgemein lässt sich jedoch sagen, dass es bei Früchte tragenden Maulbeerbäumen nicht schadet, regelmäßig zu düngen – Flüssigdünger oder Kompost eignen sich hervorragend, um das Wachstum der saftigen Früchte zu unterstützen. Sitzt der noch nicht Früchte tragende Maulbeerbaum in nährstoffreicher Erde, ist das Düngen allerdings nicht unbedingt notwendig. In jedem Fall ist es zu empfehlen, beim Einpflanzen des Baumes etwas Kompost unter die Pflanzerde zu mischen, um es dem Baum zu erleichtern, sich einzuwurzeln und den neuen Standort gut anzunehmen. Wie man sieht, erweist sich der Maulbeerbaum also auch in dieser Rubrik als sehr pflegeleicht.

❍ Maulbeerbaum schneiden – ja oder nein?

In der Regel ist es nicht notwendig, den Maulbeerbaum zu schneiden, beziehungsweise zu trimmen. Der Baum wächst allerdings nicht nur stark, sondern auch schnell: Bis zu 40 Zentimeter pro Jahr kann der Maulbeerbaum vollbringen. Daher kann es für den ein oder anderen Halter von Vorteil sein, den Baum hin und wieder zu stutzen, sei es, um seine Krone ästhetischer zu gestalten, oder um ihn gleichmäßiger wachsen und die Ernte besser ausfallen zu lassen. Aber wie schneidet man den Maulbeerbaum und was sollte man hierbei beachten, um das Gewächs nicht zu schädigen?

Beruhigend ist vor allem für Anfänger, dass der Maulbeerbaum Fehler beim Schneiden immer wieder verzeiht – denn Früchte und neue Triebe reifen bei diesem sowohl aus alten Stammteilen heran, als auch aus jungen Ästen. Schneidet man also einmal versehentlich zu viel ab, ist selbst das für den Maulbeerbaum kein großes Problem – er wird dennoch weiter wachsen, gedeihen und Früchte tragen. Bestenfalls sucht man sich für den optimalen Schnitt tragende Lastäste aus, die zu den stärksten heranreifen und andere Triebe tragen sollen. Selektiert werden sie, indem man weniger stabil wirkende Äste am Stamm weg kürzt. Nach innen wachsende Triebe sollten entfernt werden, wenn man eine gleichmäßige Optik und viele Früchte wünscht – so bleibt nämlich der gleichmäßige Lichteinfall gewährt.

❍ Maulbeerbaum als Hecke schneiden

Möchte man aus dem Maulbeergewächs eine Hecke machen und diese beispielsweise rund schneiden, muss man sie natürlich in ihrer Höhe und dem Durchmesser begrenzen. Man kann hier ruhig mit dem eigenen Augenmaß arbeiten, da man bei dem Maulbeerbaum beim Schneiden so gut wie nichts falsch machen wird. Auch, wer den Maulbeerbaum in einem Kübel halten möchte, wird es häufiger als notwendig empfinden, diesen zu stutzen.

Maulbeerbäume lassen sich durch ihre robuste Art in nahezu jede Form bringen, gelten aber auch ohne das Schneiden als besonders dekorative Begleiter.

❍ Wie der Maulbeerbaum überwintern kann

In Sachen Überwinterung kommt es ganz darauf an, ob der Morus im Kübel kultiviert wurde, oder im Garten seinen festen Standort gefunden hat. Ist letzteres der Fall, kann er in der Regel Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius standhalten – dies gilt allerdings nur für ausgewachsene Bäume. Junge Pflanzen sollten in den ersten drei Wintern im Garten mit Reisig bedeckt werden. Noch besser überwintert die Pflanze mit einem Schutz aus Jutesäcken und Gartenvlies. Die Wurzeln lassen sich mit einer dicken Schicht Laub und Stroh gut schützen.

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Wird der Maulbeerbaum im Garten durch einen Winterschutz bedeckt, sollte dieser regelmäßige für ein paar Stunden entfernt werden – so kann die Pflanze lüften, und eine Schimmel- oder zu hohe Feuchtigkeitsbildung vermieden werden.

❍ Maulbeerbaum im Kübel überwintern

Wurde der Maulbeerbaum in einem Kübel gepflanzt und soll er auch in diesem überwintern, muss der Kübel in den kalten Monaten ins Haus gebracht werden. Wer den Platz innen nicht aufbringen kann, hat aber auch die Möglichkeit, den Maulbeerbaum in der Garage oder einem Gartenhaus unterzubringen. Wichtig ist nur, dass die Pflanze unter Umständen auch hier einen Winterschutz benötigt: auf etwas Styropor gestellt, müssen die Wurzeln nicht gegen Bodenfrost kämpfen, durch eine Schicht Luftpolsterfolie oder Gartenvlies um den Kübel werden die Wurzeln warm gehalten und durch etwas Reisig um Stamm und Zweige kann sich auch der Rest des Maulbeerbaumes gegen die kalten Temperaturen wehren. Auch hier ist unbedingt zu beachten, dass der Winterschutz regelmäßig entfernt und bestenfalls erneuert werden muss, wobei die Pflanze zwischendurch lüften kann, um eine zu hohe Feuchtigkeit zu minimieren und der Schimmelbildung vorzubeugen.

Maulbeerbaum auch für Garten-Anfänger geeignet

Wie man leicht erkennen kann, ist der Maulbeerbaum wegen seiner sehr einfachen Pflegeeigenschaften auch bestens für Anfänger geeignet, die sich mit dem Gärtnern noch nicht allzu gut auskennen. Ob das Überwintern, Gießen oder Düngen – es gibt wirklich nicht viel, was man bei der Haltung eines Maulbeerbaumes wirklich falsch machen kann. Lediglich auf die Feuchtigkeit sollte immer geachtet werden, da Staunässe dem Baum schadet – dies erkennen allerdings Laien und Anfänger auch recht schnell, weshalb man sich keine Sorgen machen muss, selbst wenn man noch keinen grünen Daumen hat.


Foto1: © Unkas Photo - Fotolia.com

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