Gartengestaltung Beleuchtung

Pflanzenanzucht & Licht – welches Pflanzenlicht eignet sich?

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Ist bei der Anzucht nicht genug Tageslicht vorhanden, brauchen Pflanzen zusätzliches Licht. Besonders bewährt hat sich LED Pflanzenlicht.

Pflanzenlicht
© andreysha74 / stock.adobe.com
Wer seine Gemüse- und Zierpflanzen für den nächsten Sommer selber vorziehen will, sollte sich über den richtigen Standort Gedanken machen. Denn nicht nur die richtige Temperatur, sondern auch ausreichend Licht entscheiden darüber, ob die jungen Pflänzchen überhaupt aufgehen und in der Folge auch wachsen und gedeihen.

Der Lichtbedarf der Pflanzen hört nach der Anzucht nicht auf. Um üppig zu blühen oder viele Früchte tragen zu können, braucht jede Pflanze Licht, jedoch bekommt nicht allen Gewächsen die pralle Sonne. Besonders das intensive Sonnenlicht im Frühjahr, kann die zarten Triebe schnell verbrennen. Ein Platz auf der Fensterbank hingegen mag zwar die richtige Temperatur zum Keimen haben, aber das mangelnde Sonnenlicht im Januar und Februar führt oft zu enttäuschenden Ergebnissen bei der Aussaat.

Wofür brauchen Pflanzen Licht?

Eigentlich kann kaum ein Lebewesen ohne Licht existieren. Für Pflanzen ist das Licht zudem ein wichtiger Energielieferant, damit sie wachsen und gedeihen können. Um die Nährstoffe aus dem Wasser und dem Boden und das Kohlendioxid aus der Luft in Zucker und Sauerstoff umwandeln zu können, benötigt jede Pflanze Licht. Denn nur durch die Photosynthese hat die Pflanze auch die benötigte Nahrung zur Verfügung.

Doch nicht alle Pflanzen brauchen gleich viel Licht. Während Gewächse aus dem Mittelmeerraum meist Sonnenanbeter sind, fühlen sich Farne, die im dichten Unterholz zu finden sind, an kühlen und schattigen Plätzen wohl.

Auch beim Keimen gibt es gravierende Unterschiede. Während Lichtkeimer unbedingt ausreichend Sonnenlicht brauchen, um zu keimen, ist es für Dunkelkeimer unmöglich Keimlinge auszubilden, wenn sie mit Licht in Berührung kommen. Sobald aber die Keimlinge zu sehen sind, brauchen sie das Licht zum Wachsen genauso nötig, wie Lichtkeimer.

Beispiele für Lichtkeimer und Dunkelkeimer

LichtkeimerDunkelkeimer
MöhrenFeldsalat
ThymianGurke
BlattsalatMais
TomateKürbis
HimbeereLiebstöckel
KressePetersilie
LavendelTulpen
MelisseSchnittlauch
MajoranKapuzinerkresse
PampasgrasRittersporn
Ringelblume
Rosmarin
Zitronengras
Um Dunkelkeimer vor Licht zu schützen, sollte der Standort nicht mit direkter Sonneneinstrahlung gewählt werden und der Samen einige Zentimeter tief in die Erde eingebracht werden. Die nötigen Angaben findet man in der Pflanzanleitung. Zeigen sich jedoch die ersten Spitzen, müssen die Keimlinge an einen hellen Standort gebracht werden.

Pflanzenlicht für die Anzucht im Gewächshaus

Um Zier- und Nutzpflanzen im Gewächshaus erfolgreich anziehen zu können, ist der Standort und die Ausrichtung von nicht unerheblicher Bedeutung. Für genügend Sonneneinstrahlung ist eine Ost-West-Ausrichtung optimal. Da die Sonne in den Wintermonaten Januar und Februar und im zeitigen Frühjahr noch sehr niedrig steht, sollten Häuserwände, Zäune oder Bäume keinen Schatten auf das Gewächshaus werfen. Kann der optimale Standort aufgrund der räumlichen Gegebenheiten nicht gewährleistet werden, kann mit künstlichem Pflanzenlicht nachgeholfen werden.

Dazu benötigt man nicht unbedingt spezielle Pflanzenleuchten. Auch die modernen LED-Leuchten oder Leuchtstoffröhren leisten gute Dienste. Die Beleuchtungsstärke sollte in jedem Fall 1000 – 1500 Lux betragen. Mit einer Zeitschaltuhr oder einem Timer lässt sich der Zyklus von Tag und Nacht ganz einfach simulieren.

Pflanzenlicht Möglichkeiten

LED LampenSie verfügen über ein optimales Lichtspektrum, da sie viele Rot- und Blau-Töne erzeugen, sind aber etwas kostspieliger in der Anschaffung.
Natrium-Dampf-LampenIhr Farbspektrum liegt im gelb-roten Bereich, wodurch auch eine größere Wärmeentwicklung entsteht. Sie eignen sich gut für die Blühphase.
Tageslicht LampenSie eignen sich nur bedingt für die Pflanzenanzucht, da sie dazu konzipiert wurden, Wohnräume mit natürlichem Licht auszuleuchten.
EnergiesparlampenSie dienen ebenfalls mehr dazu Räumlichkeiten auszuleuchten und bringen keine allzu überzeugenden Ergebnisse bei der Pflanzenbeleuchtung.
LeuchtstoffröhrenIn kalt-weiß sind sie dem natürlichen Sonnenlicht sehr ähnlich und eignen sich daher nicht nur zur Überwinterung von Pflanzen, sondern auch zur Anzucht. Sehr gut, wenn eine größere Fläche beleuchtet werden soll.

Pflanzenlicht für die Anzucht auf der Fensterbank

Wer kein Gewächshaus oder Frühbeet aufstellen kann, aber schon früh mit der Anzucht beginnen möchte, nutzt die wärmeren Bedingungen auf der Fensterbank, um seine Pflänzchen vorzuziehen. Der beste Standort hierfür ist in südwestlicher Ausrichtung. Da aber gerade in den Monaten Januar und Februar das Tageslicht noch nicht ausreichend für einen gesunden Wuchs ist, sollte man auch auf der Fensterbank mit künstlichem Licht die Bedingungen optimieren. Als Lichtquellen eignen sich auch hier moderne LED-Leuchten, die mittels Timer dem Tag-Nacht-Rhythmus angepasst werden.

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» Tipp: Damit die Pflänzchen nicht „schießen“, sondern schön kräftig werden, sollten sie nach dem 3. oder 4. Blatt an einen ebenso hellen, aber etwas kühleren Ort gestellt werden.


Foto1: © andreysha74 / stock.adobe.com

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