Ist die Entscheidung für einen Pool gefallen, stellt sich die Frage, welche Art es werden soll. Quick up-, GFK- oder Naturpool? Ich erkläre die Unterschiede.

Pool
Ein eigener Pool ist wahrer Luxus – © kropic / stock.adobe.com

Steigen im Sommer die Temperaturen in die Höhe, können sich alle glücklich schätzen, die am oder wenigstens in der Nähe eines Sees wohnen. Denn es gibt wohl nichts Schöneres als an einem heißen Sommertag ins kühle Nass zu springen.

Diejenigen, die keine Abkühlungsmöglichkeit in der Nähe haben oder einfach nicht gerne an überfüllten Stränden liegen, könnten einen Pool in ihrem Garten integrieren. Und sich so einen ganz privaten Spa-Bereich schaffen. Denn ein Pool ist nicht nur etwas für Kinder. Auch Erwachsene genießen es ganz entspannt ein paar Bahnen zu schwimmen oder sich einfach treiben zu lassen. Das zeigt auch eine Erhebung des Bundesverbandes Schwimmbad & Wellness E.V. Demnach gab es 2020 mehr als 2,2 Millionen privat genutzte Schwimmbecken in Deutschland.





Habe ich Ihnen nun einen Pool schmackhaft gemacht? Dann gilt es im nächsten Schritt noch zu klären, was bzw. welcher Pool es werden soll. Es gibt schließlich viele unterschiedliche Arten, die für jede Garten- und Budgetgröße etwas bieten. Diese möchte ich Ihnen nachfolgend nun etwas genauer vorstellen.

Diese Poolarten gibt es

Sich mal eben so für einen Pool zu entscheiden, ist gar nicht so einfach. Schließlich ist das Angebot an unterschiedlichen Poolarten groß. Es gibt

  • Quick up Pool
  • Framepool
  • Stahlwandpool
  • Holz- und WPC-Pool
  • Einbaupool (Stahlwand-, GFK-, Styropor- und Polypropylen-Pool)
  • Schwimmteich/Naturpool

Wie Sie sehen, haben Sie die Qual der Wahl, wenn es um die Integrierung eines Pools im Garten geht. Denn je nach Poolart wird nicht nur unterschiedlich viel Platz im Garten benötigt. Sie müssen bei dem einen auch etwas mehr und bei dem anderen weniger tief in die Tasche greifen. Zudem haben die unterschiedlichen Poolarten alle ihre Vor- und Nachteile.

Poolarten und ihre Vor- und Nachteile

❍ Quick up Pool

Quick up Pool
Ein Quick up Pool ist schnell aufgebaut – © Animaflora PicsStock / stock.adobe.com

Die wohl einfachste Poolart, die es gibt, ist der so genannte Quick up Pool, da er schnell und einfach auf- und wieder abgebaut werden kann. Denn bei einem Quick up Pool wird lediglich Luft in den oberen Ring gelassen und anschließend Wasser in den Pool gefüllt. Und schon ist der Aufbau erledigt. Wichtig ist nur, dass Sie den richtigen Standort und Untergrund für den Pool wählen.

Nun mag man meinen, dass ein Quick up Pool lediglich ein etwas größeres Planschbecken ist. Optisch mag das stimmen, doch von der Ausstattung her bietet ein Quick up Pool etwas mehr. Zum einen besteht er aus einem robusten, reißfesten PVC-Gewebe, zum anderen ist im Lieferumfang oft auch eine Filteranlage enthalten.

Erhältlich sind Quick up Pools bis ca. 14 m³ Beckeninhalt und ab circa 50 Euro.

Vorteile:
+ schneller und unkomplizierter Aufbau
+ kein Fundament nötig
+ kaum Pflege nötig
+ prima geeignet für Kinder
+ niedriger Preis

Nachteile:
– nicht so robust wie andere Poolarten
– nicht zum Schwimmen geeignet
– nicht winterfest

❍ Framepool

Framepool
Ein Framepool besitzt ein Stahlrohr-Gerüst – © pinkyone / stock.adobe.com

Bei einem Framepool handelt es sich im Prinzip um eine Kombination aus Quick up Pool und Rahmen. Denn bei einem Framepool wird eine reißfeste Folie in ein stabiles Stahlrohr-Gerüst gehängt. Anschließend kann schon das Wasser eingelassen und die Poolleiter sowie die Filteranlage installiert werden. Die stabilen Kunststoff- oder Metallfüße sorgen dafür, dass die Last optimal auf den Boden übertragen wird.

Der Aufbau klingt vielleicht etwas kompliziert, ist in Wirklichkeit aber kinderleicht. Mit einem Helfer ist der Pool in circa einer Stunde aufgebaut. Und auch die Pflege des Framepools gestaltet sich leicht. Lediglich der Beckenboden muss hin und wieder gereinigt werden.

Erhältlich sind Framepools bis ca. 17 m³ Beckeninhalt und ab circa 100 Euro.

Vorteile:
+ schnell aufzubauen
+ stabil und strapazierfähig
+ Quick up Pool in Sachen Stabilität und Langlebigkeit überlegen
+ oft als Komplettset erhältlich
+ niedrige Anschaffungskosten

Nachteile:
– nicht winterfest
– Poolfolie muss nach ein paar Jahren ausgetauscht werden
– Stahlstangen könnten rosten

❍ Stahlwandpool

Stahlwandpool
Stahlwandpools sind als Aufstell- oder Einbaupool verwendbar – © Jan S. / stock.adobe.com

Wie der Name es schon vermuten lässt, besteht die Wand des Pools aus einer Stahlwand. Beim Aufbau wird diese einfach in die Bodenschienen geschoben. Im Pool wird anschließend eine PVC-Folie verlegt, die wiederum am Handlauf fixiert wird. Und schon kann das Wasser eingelassen werden.

Das Tolle: Stahlwandpools können teilweise oder aber auch ganz in den Boden eingelassen sowie verkleidet werden. Außerdem können Sie den Pool winterfest machen und draußen stehen lassen. Dank der unterschiedlichen Formen und Größen lassen sich darin sogar wunderbar einige Bahnen schwimmen.

Erhältlich sind Stahlwandpools bis ca. 42 m³ Beckeninhalt und ab circa 500 Euro.

Vorteile:
+ als Aufstell- oder Einbaupool verwendbar
+ viel Platz zum Schwimmen
+ einfacher Aufbau
+ langlebig und strapazierfähig
+ pflegeleicht
+ gutes Preis-Leistung-Verhältnis
+ Poolzubehör oft im Lieferumfang enthalten
+ winterfest

Nachteile:
– bei hohen Seitenwänden und großem Beckeninhalt ist ein Fundament notwendig

❍ Holz- und WPC-Pool

Holzpool
Holz- und WPC-Pools sind stabil und langlebig – © sergojpg / stock.adobe.com

Quick up- und Framepools sind optisch nicht sonderlich ein Highlight. Freistehende Holz- und WPC-Pools schon. Denn dank der Ummantelung mit Holz- bzw. WPC-Bohlen wirkt der Pool gleich richtig edel. Der Rahm ist sehr stabil und das Innere mit einer dicken Folie ausgeschlagen. Zudem werden Holz- und WPC-Pools oft als Komplettset mit Leiter, Skimmer, Sandfilter und allem Montagezubehör verkauft.

Einziger Nachteil: beim Holzpool benötigen die Bohlen etwas Pflege. Denn das Holz muss z.B. regelmäßig mit Holzschutzlack oder einer Holzlasur gestrichen werden. WPC-Bohlen sind da pflegeleichter, weil sie äußerst UV- sowie chemikalienresistent und witterungsbeständig sind. Verschmutzungen können hier daher einfach mit etwas Wasser und einer Bürste entfernt werden.

Erhältlich sind Holz- und WPC-Pools bis ca. 25 m³ Beckeninhalt und ab circa 3.000 Euro.

Vorteile:
+ große Auswahl an Formen und Größen
+ stabil und langlebig
+ Aufbau auch ohne Fachleute möglich
+ optisches Highlight im Garten
+ Pool kann teilweise in den Boden eingelassen werden
+ Technikraum für Pooltechnik ist meist im Lieferumfang enthalten

Nachteile:
– Aufbau ist zu den vorherig genannten Pools aufwendiger
– Poolfolie muss alle paar Jahre ausgetauscht werden, weil sie brüchig wird

❍ Einbaupool (GFK-, Styropor- und Polypropylen-Pool)

Einbaupool
Einbaupools sind am hochwertigsten – © alexandre zveiger / stock.adobe.com

Der wohl hochwertigste Pool ist der so genannte Einbaupool. Denn dieser wird komplett im Boden eingelassen und passt somit perfekt in die Optik eines jeden Gartens. Zudem haben Sie bei der Poolumrandung freie Hand, was die Gestaltung angeht. Ein weiter Pluspunkt: dank einer Poolheizung kann dieser sogar im Winter genutzt werden.

Bei Einbaupools unterscheidet man prinzipiell zwischen Stahlwand-, GFK-, Styropor- und Polypropylen-Pools.

Stahlwandpool:

Den so genannten Stahlwandpool habe ich in diesem Beitrag schon einmal vorgestellt. Er kann nämlich nicht nur aufgestellt, sondern auch teilweise oder komplett in den Boden eingelassen werden.

GFK-Pool:

Bei einem GFK-Pool wird ein Fertigbecken geliefert und in einer Grube mit Schotter- oder Kiesbett eingesetzt. Kosten für GFK-Pools: erhältlich ab ca. 5.000 Euro.

Styroporpool:

Bei Styroporpools werden Polystyrol-Blöcke ineinander gesteckt und anschließend mit Beton gefüllt. In das Beckeninnere kommt dann noch eine PVC-Folie. Dieser Pool benötigt eine Bodenplatte aus Beton. Kosten für Styroporpools: erhältlich ab ca. 2.000 Euro.

Polypropylen-Pool:

Bei Polypropylen-Pools werden unterschiedlich starke Polypropylen-Platten miteinander verschweißt. Auch dieser Pool benötigt ein Fundament aus Beton. Kosten für Polypropylen-Pools: erhältlich ab ca. 7.000 Euro.

Vorteile aller Einbaupools:
+ Pools sind in vielen unterschiedlichen Formen erhältlich
+ Materialien sind sehr langlebig
+ UV-beständig und winterfest
+ leichte Reinigung

Nachteile aller Einbaupools:
– Beton als Unterfütterung notwendig
– viel Beton für den Einbau notwendig (außer beim Stahlwand- und GFK-Pool)
– Reparaturen sind meist sehr aufwändig

❍ Schwimmteich/Naturpool

Naturpool
Ein Naturpool kommt ohne Chemie aus – © reichdernatur / stock.adobe.com

Wer es naturbelassen mag, ist mit einem Schwimmteich bzw. Naturpool bestens beraten. Denn Schwimmteiche sind eine umweltbewusste Alternative zu Chlor und Chemie im Wasser. Aber auch die Optik eines Naturpools ist einfach unschlagbar. Schließlich fügt sich ein naturbelassener Schwimmteich viel besser in das Gesamtbild des Gartens ein als ein herkömmlicher Pool. Hier fühlt sich nicht nur der Mensch wohl, sondern auch Fische, Libellen, Schmetterlinge und Frösche.

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Teich mitten in der Natur benötigen Naturpools jedoch einiges an Ausstattung bzw. Technik. Beispielsweise etwa eine Teichpumpe für die Sauerstoffversorgung, einen Teichfilter für gesunde Wasserwerte sowie Teichtechnik wie Beleuchtung, Springbrunnen und Reinigungsgeräte.

Die Kosten für einen Schwimmteich werden in der Regel nach Quadratmetern berechnet. Die Quadratmeterpreise liegen wiederum zwischen 150 und teilweise sogar 500 Euro/m².

Vorteile:
+ naturbelassen
+ keine Chemie notwendig
+ botanischer Blickfang
+ zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten
+ Schwimmteichbedarf ist überschaubar

Nachteile:
– keine Beheizung des Wassers möglich
– Abdeckung nicht möglich
– Pflanzen und Fische müssen gepflegt werden (Kenntnisse notwendig)

Mutter, Hundebesitzerin und leidenschaftliche Hobbygärtnerin. Schon als Kind habe ich gemeinsam mit meinen Eltern den heimischen Garten bewirtschaftet und mich für dessen Gestaltung interessiert. Jetzt besitze ich meinen eigenen Garten und zeige meiner Tochter, wie einfach es ist Obst, Gemüse und Blumen selbst zu züchten. Ein Garten bedeutet viel Arbeit - er belohnt uns dafür aber auch mit einer reichen Ernte, wunderschönen Blumen und dem tollen Gefühl aus eigener Kraft etwas geschaffen zu haben.

Diesen Gartentipp kommentieren