Ein Wasserspiel im eigenen Garten auch ohne Teich? Mit einem Quellstein ist dies ohne Probleme möglich. Hier eine Anleitung, wie Sie diesen selbst bauen können.

Ein Quellstein ist nicht nur ein hübsches Gartenaccessoire. Das leise Plätschern des Wassers wirkt obendrein beruhigend und kann eine entspannte Atmosphäre schaffen. Es überdeckt zudem leichte Hintergrundgeräusche, was besonders in städtischen Gebieten geschätzt wird. Außerdem fügt sich ein Quellstein nahtlos in die natürliche Gartenlandschaft ein oder setzt dabei bewusst Akzente.

Aber nicht nur das. Quellsteine, auch Sprudelsteine genannt, werden von Tieren oft auch zum Trinken und Baden genutzt, wodurch sich ein recht aktives Stelldichein von Vögeln, Schmetterlingen, Libellen und anderen Tierchen am Quellstein bildet. Er ist also wirklich mehr als nur ein Gartenaccessoire.

Das Tolle daran ist, dass Sie diese Gartendeko selber machen können und nicht teuer kaufen müssen. Was Sie dafür benötigen und wie Sie beim Bau eines Quellsteines richtig vorgehen, erkläre ich Ihnen nachfolgend im Detail.

Das benötigen Sie für den Bau eines Quellsteines

Bauen Sie Ihren Quellsteinbrunnen selbst, können Sie ein einzigartiges Wasserspiel kreieren, das genau Ihren Vorstellungen entspricht und perfekt zu Ihrem Gartenstil passt. Sie benötigen dafür die folgenden Materialien:

MaterialienErläuterung
QuellsteinWählen Sie einen Stein ganz nach Ihrem Geschmack aus. Dies kann ein natürlicher Fels oder ein speziell dafür hergestellter Stein sein. Zu den beliebten Arten gehören Granit, Basalt, Sandstein und Marmor. Diese Steine zeichnen sich durch ihre Haltbarkeit und die Vielfalt an Farben und Texturen aus, wodurch sie sich gut in jeden Garten integrieren lassen. Gerade die in vielen Farbnuancen erhältlichen Sandsteine eignen sich dabei hervorragend, wenn Sie einen mediterranen Garten anlegen möchten.

Fachgeschäfte für Gartenbedarf, Baumärkte, Landschaftsgärtner sowie spezialisierte Steinbrüche, Natursteinhändler und auch Online-Shops bieten eine breite Auswahl an geeigneten Steinen an.

💡 Tipp: Achten Sie darauf, dass der Stein eine flache Unterseite hat, um eine stabile Platzierung zu gewährleisten.
Pumpe Die Auswahl der richtigen Pumpe hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Leistung der Pumpe sollten Sie entsprechend der Größe des Quellsteines und der gewünschten Wasserzirkulation auswählen. Außerdem ist es wichtig, eine Pumpe zu wählen, deren maximale Förderhöhe über der Höhe des Steins liegt, aus dem das Wasser sprudeln soll. Eine angemessene Fördermenge sorgt zudem für ein schönes Wasserspiel, ohne dass das Wasser zu schnell oder zu langsam fließt.

💡 Tipp: Die meisten Quellsteine verwenden Tauchpumpen, die direkt im Wasserbehälter unter dem Stein platziert werden. Diese sind in der Regel leiser und leichter zu verstecken als Außenpumpen. Für einen durchschnittlichen Quellstein eignet sich oft eine kleine bis mittelgroße Tauchpumpe mit einer Fördermenge von etwa 600 bis 1500 Litern pro Stunde.
SchlauchSie benötigen zudem einen Schlauch. Dieser soll das Wasser von der Pumpe durch den Quellstein führen.

💡 Tipp: Adapter und Düsen können helfen, die Wasserstrahlform anzupassen, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
WasserbehälterJe nach Größe des Quellsteines sollten Sie einen Eimer oder eine spezielle Teichwanne auswählen, die später als Reservoir für das Wasser dient. Eben so, als würden Sie einen Gartenteich mit einem Teichbecken anlegen.
Wasserdichtes SilikonDiese Art von Silikon benötigen Sie zum Abdichten des Schlauchs im Stein.
Abdeckung für den Wasserbehälter (z.B. Gitter) / unterschiedlich große Steine oder PflanzenDamit der Wasserbehälter nicht sichtbar ist, sollten Sie diesen mit einem Gitter oder Ähnliches abdecken. Die Abdeckung können Sie dann ohne Weiteres begrünen oder mit Steinen bedecken und somit „verschwinden“ lassen.
SteinbohrerEin Bohrer für Stein oder Beton, der für den Durchmesser des gewünschten Lochs geeignet ist, ist erforderlich. Für härtere Steinsorten wie Granit oder Basalt empfiehlt sich die Verwendung eines Hammerbohrers in Kombination mit einem SDS-Bohraufsatz.

Anleitung für den Bau eines Quellsteines

• Schritt 1 – Material und Größe des Steins auswählen:

Quellstein auswählen
Suchen Sie sich einen schönen Stein aus – © Igor / stock.adobe.com

In erster Linie werden Quellsteine aus edlem Marmor, schillerndem Granit, zu jedem Steingarten gut passendem Schiefer, aber auch aus wirkungsvollem Sandstein gefertigt und angeboten. Sie können ohne Weiteres mit ein wenig handwerklichem Geschick aus einem heimischen Findling aber auch selbst einen wunderschönen Quellstein kreieren.

Einen Quellstein können Sie dabei entweder als Solitärstein (Monolith) oder als gestapelte Kaskade (mehrere Quellsteine) aufstellen. Die Entscheidung für die jeweilige Variante müssen Sie natürlich davon abhängig machen, wie viel Platz Ihnen im Garten zur Verfügung steht.

• Schritt 2 – Standort auswählen:

Entscheiden Sie über den Standort Ihres Quellsteinbrunnens. Berücksichtigen Sie dabei die Nähe zu einer Stromquelle und den visuellen sowie akustischen Effekt, den Sie erzielen möchten. Ein Quellstein kann prinzipiell überall im Garten seinen Platz finden. Selbst Steingärten, Mauern, Gartenteiche und Baumgruppen können durch einen Quellstein optimal aufgewertet werden. Zumal er im Spiel mit dem Sonnenlicht dann auch für völlig neue Perspektiven selbiger sorgt.

Selbstverständlich kann ein Quellstein seinen Platz auch auf einer Terrasse oder in einem Wintergarten finden. Wichtig ist nur, dass Sie den Stein und den Wasserbehälter ausmessen, um sicherzustellen, dass alles zusammenpasst.

• Schritt 3 – Loch für den Schlauch bohren:

Quellstein selber bauen
Das Loch darf für den Schlauch nicht zu groß oder zu klein sein – © olgarealist / stock.adobe.com

Meist werden Quellsteine im Fachhandel bereits mit einem entsprechend notwendigen Bohrloch für den Pumpschlauch angeboten. Wenn nicht, müssen Sie diese Bohrung am Stein mit einem speziellen Stein- bzw. Betonsteinbohrer oder einem Akku Bohrhammer noch selbst vornehmen bzw. bei einem Steinmetz vor Ort in Auftrag geben. Nutzen Sie hierfür am besten einen Makita-Bohrhammer, denn der Marktführer überzeugt mit Qualität. Am besten in Kombination mit einem SDS-Bohraufsatz.

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Die Größe (Durchmesser) des Bohrlochs ist dabei von der Schlauchstärke der jeweils eingesetzten Pumpe abhängig. Das Loch sollte groß genug sein, um den Schlauch durchzuführen, aber eng genug, um eine gute Abdichtung zu ermöglichen.

Wichtig:
Während des Bohrvorgangs sollten Sie regelmäßig Wasser auf die Bohrstelle geben, um eine Überhitzung des Bohrers zu vermeiden und den Bohrvorgang zu erleichtern. Außerdem: Glätten Sie nach der Bohrung scharfe Kanten am Loch, um Beschädigungen am Schlauch zu vermeiden.

• Schritt 4 – Installation des Wasserbehälters:

Graben Sie nun eine Grube, die groß genug für den Wasserbehälter ist. Dieser sollte so positioniert werden, dass seine Oberkante mit dem Bodenniveau abschließt. Füllen Sie den Boden der Grube mit Sand, um eine ebene und stabile Basis zu schaffen. Anschließend können Sie den Wasserbehälter einsetzen und den Rand mit Erde auffüllen.

• Schritt 5 – Wasserzufuhr:

Das Herzstück des Quellsteines bildet sein Wasserkreislauf, den Sie mit dem unter ihm oder in unmittelbarer Nähe platzierten Wasserbehälter gewährleisten können. Mithilfe einer Wasserpumpe wird dann das Wasser vom Behälter aus in den Quellstein und wieder zurücktransportiert. Beachten müssen Sie hierbei, dass Sie den Wasserbehälter, den Pumpschlauch und die zugehörige Elektroinstallation möglichst unsichtbar installieren.

Platzieren Sie die Pumpe im Wasserbehälter. Verbinden Sie den Schlauch mit der Pumpe und führen Sie ihn durch das Loch im Stein. Verwenden Sie anschließend wasserdichtes Silikon, um den Schlauch am Stein abzudichten und sicherzustellen, dass kein Wasser entweichen kann.

• Schritt 6 – Zusammenbau:

Quellstein selber bauen
Ein Quellstein muss nicht rund sein – © aon168 / stock.adobe.com

Platzieren Sie den Quellstein nun vorsichtig über oder neben dem Wasserbehälter, sodass der Schlauch nicht geknickt oder beschädigt wird. Füllen Sie den Wasserbehälter mit Wasser und verbinden Sie dann die Pumpe mit der Stromquelle. Überprüfen Sie dabei, ob Ihr Quellsteinbrunnen richtig funktioniert.

• Schritt 7 – Abdeckung und Verzierung:

Am besten versehen Sie den Wasserbehälter mit einer Abdeckung. Denn diese können Sie begrünen oder mit Steinen bedecken und den Wasserbehälter sowie die Kabel auf diese Weise perfekt verstecken. Als Abdeckung eignet sich zum Beispiel ein Gitter, wenn Sie den Quellstein direkt darauf stellen möchten. Anschließend können Sie das Ganze noch mit eleganter oder rustikaler Gartendeko verschönern.

Pflege und Wartung des Quellsteinbrunnens

Um eine lange Lebensdauer und eine gute Funktion des Quellsteinbrunnens zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Wartung wichtig. Sie sollten daher in regelmäßigen Abständen Quellstein und Pumpe von Algen und Schmutz befreien sowie regelmäßig den Wasserstand überprüfen. Nur so stellen Sie sicher, dass die Pumpe stets vollständig unter Wasser ist und einwandfrei funktioniert.

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Ringo von Gartentipps.com

Gründer und Chef-Redakteur von Gartentipps.com. Hat auf dem Dorf (bei Oma) zwischen Stachelbeeren, Kirschbaum und Hühnerhof seine Leidenschaft fürs Gärtnern entdeckt.

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