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Schädlingsbekämpfung im September – 4 wichtige Tipps

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Jede Jahreszeit hat ihre eigenen Schädlinge, die sich über Blumen, Gemüse oder Obst hermachen. Wer diese Schädlinge kennt, der kann entsprechend reagieren.

Schädlinge September bekämpfen
Bei Kastanien schlägt gen die Miniermotte zu

Wer einen Garten hat, der hat nicht immer nur Freude daran. Ein Garten kann einem manchmal auch graue Haare bescheren. Zum Beispiel etwa, wenn sich Krankheiten und Schädlinge über Obst, Gemüse, Bäume, Sträucher und Blumen hermachen. Schließlich kennen Hobbygärtner ja nicht alle Schädlinge und Krankheiten. Da wird dann experimentiert und ausprobiert. Eben frei nach dem Motto „Entweder es klappt oder eben nicht“. Doch dieses Risiko sollten Sie nicht eingehen. Jede Jahreszeit, ja sogar jeder Monat, hat so seine Schädlinge und Krankheiten, die in diesem Zeitraum auftreten. Im September sind es z.B. Miniermotten, Birnengitterrost, Spargelhähnchen und Stachelbeerwespen.

Wie sich diese Schädlinge und Krankheiten bemerkbar machen und wie Sie sie bekämpfen können, möchten wir Ihnen nachfolgend einmal genauer erklären.

Krankheiten und Schädlinge im September

❍ Miniermotte:

Kastanien haben schöne weiße bis rosafarbene Blüten und wunderbar große Blätter. Wenn sich diese im Herbst verfärben, dann ist das ein wahres Naturschauspiel. Verfärben sie sich jedoch viel zu früh oder sehen sie angefressen aus, dann ist oft die Miniermotte daran schuld. Sie legt ihre Eier auf den Blättern ab. Schlüpfen die Larven, ernähren sie sich von den Blättern, die daraufhin anfällig für Krankheiten werden und abfallen.

Da die Miniermotte gerne im herabgefallenem Laub der Kastanie überwintert, sollten Sie die Blätter regelmäßig aufsammeln und (nicht über den Kompost!) entsorgen. So verringern Sie die Wahrscheinlichkeit, dass es im nächsten Jahr wieder zu einem Befall kommt. Das ist die einzige Möglichkeit, um der Miniermotte Herr zu werden, denn zugelassenen Pflanzenschutzmittel gibt es gegen diesen Schädling nicht.

❍ Birnengitterrost:

Birnengitterrost tritt ab April an Birnbäumen auf und äußert sich in orangefarbenen Flecken auf den Blättern. Ab Juli verändern sich die Flecken. An der Blattunterseite entstehen dann schwarze Warzen. An sich ist das keine schlimme Krankheit, denn der Birnengitterrost befällt nicht die Früchte. Die Birnen sind also zum Verzehr geeignet.

Wenn Sie jetzt an den Blättern Ihres Birnbaums noch Birnengitterrost feststellen können, dann ist das also nicht schlimm. Diese Blätter können Sie kompostieren oder liegen lassen, denn eine Neuinfektion findet erst im Frühling statt.

❍ Spargelhähnchen:

Wenn Sie Spargel im Garten haben, sollten Sie sich die Triebe jetzt ganz genau ansehen. Befinden sich daran grüne Larven mit einem dunklen Kopf, dann sind das die Larven des Spargelhähnchens. Sammeln Sie diese ab, denn sie dürfen nicht in die Erde gelangen. Dort überwintern sie nämlich und fressen Ihnen im Frühjahr die Jungpflanzen weg.

Alternativ dazu können Sie den Boden im Herbst und Frühling auch mit Tomatenblättersud begießen. Dazu einfach ein paar Tomatenblätter mit etwas Wasser übergießen und das Ganze ein paar Tage lang ziehen lassen.

❍ Stachelbeerwespe:

Zum Schluss sollten Sie noch Stachelbeer- und Johannisbeerbüsche auf die Larven der Stachelbeerwespe kontrollieren. Sie sind grün und haben schwarze Warzen. Sammeln Sie diese auf, damit sich im Frühjahr keine Wespen bilden können. Des Weiteren hilft es, wenn Sie die Krone Ihrer Stachelbeer- bzw. Johannesbeerbüsche ab der Blütezeit bis Mitte August mit einem Insektenschutzvlies einschlupfsicher umhüllen.

Alternativ dazu können Sie die Larven der Stachelbeerwespe auch mit einem naturverträglichen Mittel wie z.B. Spruzit Schädlingsfrei von Neudorff (beispielsweise hier erhältlich) bekämpfen.


Foto1: © Ramona Heim - Fotolia.com

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