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Spitzahorn vermehren – 3 Möglichkeiten genau erklärt

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Spitzahorn ist wegen seiner Größe nicht für jeden Garten geeignet. Wer bereist einen Baum hat, kann ihn durch drei verschiedene Varianten vermehren.

Spitzahorn vermehren
© Christian Pedant – Fotolia.com
Der Spitzahorn macht besonders im Frühling von sich reden. Die Bäume treiben früh aus und setzen mit ihren gelbgrünen Blütendolden so manchen willkommenen Farbtupfer. Die Kultivierung der Gewächse ist recht einfach. Der Spitzahorn ist sehr gut an unser Klima angepasst und gedeiht zuverlässig, nicht nur im heimischen Garten, sondern auch in Parks oder an Straßenrändern. Wer über die Vermehrung des Spitzahorn nachdenkt, hat verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, welche unterschiedlich große Herausforderungen darstellen.

Spitzahorn vermehren – 3 Möglichkeiten

  1. Vermehrung durch Stecklinge
  2. Vermehrung durch Aussaat
  3. Vermehrung durch Okulation

Verspricht Erfolg – die Stecklingsvermehrung

Auch ohne grünen Daumen werden Sie den Spitzahorn mit Hilfe der Stecklingsvermehrung heranziehen können. In wenigen einfachen Schritten erhalten Sie beliebig viele vollwertige Pflanzen.

Die Stecklingsvermehrung – Schritt für Schritt

  • Steckling schneiden
  • Steckling vorbereiten
  • Wurzelbildung anregen
  • Steckling in ein Wasserglas setzen
  • Steckling auspflanzen
  • Bewurzelung abwarten
  • Steckling weiter kultivieren

Stecklinge können im Spätwinter oder im Spätherbst geschnitten werden. Wichtig ist, dass der Spitzahorn sich nicht in der Wachstumsphase befindet. Die Gewächse vertragen Schnittmaßnahmen nicht besonders gut und verlieren dabei vermehrt Pflanzensaft, was unbehandelt zum Ausbluten des Gewächses führen kann. Als Steckling eignen sich noch junge Triebe, die lediglich leichte Verholzungen aufweisen. Ein Steckling sollte zwischen zehn und zwanzig Zentimeter Länge geschnitten werden.

➔ Tipp: Achten Sie darauf, den Steckling knapp über einem Auge zu schneiden.

Damit der Steckling später austreiben kann, benötigt er drei bis vier Augen, welche am Trieb belassen werden sollten. Als Augen werden die unter der Rinde ersichtlichen Wölbungen bezeichnet.

Soll der Steckling schneller bewurzeln, können Sie ihn mit einem speziellen Bewurzelungspulver behandeln. Der Steckling wird in ein mit Substrat gefülltes Pflanzgefäß gesetzt. Dieses stellen Sie an einem hellen und warmen Standort auf und warten die Bewurzelung ab.

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Alternativ können Sie den Steckling auch in ein Wasserglas stecken und dort beobachten, ob und wann sich Wurzeln bilden. Zeigen sich die ersten Wurzeln, wird der Steckling eingepflanzt und weiter kultiviert.

Stecklinge, die sofort in ein Pflanzgefäß gesetzt wurden, werden im Idealfall nach einigen Wochen austreiben. Dies ist das Zeichen für eine erfolgreiche Vermehrung und zugleich der Hinweis darauf, dass die Wurzelbildung eingesetzt hat.

Der Aufwand lohnt – die Vermehrung durch Aussaat

Besitzen Sie bereits einen Spitzahorn und wünschen sich Gesellschaft für Ihr Gewächs oder wollen eine Jungpflanze verschenken, ist die Aussaat einen Versuch wert. Beobachten Sie im Herbst, wie die Nüsschen zu Boden segeln, heben Sie diese auf und bewahren Sie diese über den Winter kühl und trocken auf.

Bereits Anfang Januar sollten Sie aktiv werden. Die Samen werden nun in eine mit feuchtem Sand gefüllte Kiste eingebracht und schattig und geschützt im Garten aufgestellt. Der Samen wird so der Kälte ausgesetzt. Diesen Vorgang bezeichnet die Wissenschaft als Stratifikation. Möchten Sie den Samen nicht im Freien aufstellen, kann dieser auch alternativ im Kühlschrank gelagert werden. Die Samen werden in ein mit feuchten Sand gefülltes Tütchen gepackt und sollten vier bis sechs Wochen im Kühlschrank verbleiben.

Etwa Mitte März können Sie damit beginnen, den Samen auszusäen. Dies kann in Pflanzschalen oder auch direkt ins Freiland geschehen. Die Samen sollten immer leicht feucht gehalten werden.

➔ Tipp: Häufig sät sich der Spitzahorn selbst aus. Dies erspart Ihnen die Arbeit. Inspizieren Sie aufmerksam Ihren Garten, dann lassen sich vielleicht bereits Sämlinge des Spitzahorn finden.

Die Aussaat – Schritt für Schritt

  • Samen gewinnen
  • Samen lagern
  • Samen der Stratifikation unterziehen
  • Samen ausbringen
  • Keimung abwarten

So vermehren Profis – die Okulation

Die Okulation ist eine Veredlungsmethode, die häufig beim Ahorn angewendet wird. Hobbygärtnern stellt sich damit eine Herausforderung. Ob sich der Erfolg eingestellt hat, wird bereits nach wenigen Tagen deutlich.

Wissenschaftlich betrachtet handelt es sich bei der Okulation um eine sogenannte Augenveredlung. Es geht also darum, lediglich einzelne Augen zu veredeln, also auf die Partnerpflanze zu übertragen. Der richtige Zeitpunkt für die Okulation sind die Monate Juli bis August. Es müssen kräftige Augen an der Pflanze vorhanden sein. Weiterhin muss sich die Rinde an der Veredlungsunterlage gut lösen lassen. Veredelt wird an kräftigen langen Trieben des laufenden Gartenjahres.

➔ Tipp: In den Baumschulen werden Rosen und Obstgehölze standardmäßig mit dieser Methode vermehrt.

Die Ovulation – Schritt für Schritt

  • Blätter entfernen – Blattstiel bleibt
  • Auge aus der Blattachsel auslösen
  • Auge in den T-Schnitt der Unterlage einführen
  • Auge sanft unter die Rinde schieben
  • Veredlungsstelle mit Bast oder Wachs verschließen

Was passiert mit den Jungpflanzen?

Wurde der Spitzahorn erfolgreich vermehrt, ist die Freude groß. Damit diese nicht getrübt wird, ist es wichtig, die Pflanze von Beginn an richtig zu pflegen. Sie können die Jungpflanzen im Kübel heranziehen oder sofort ins Freiland setzen. Suchen Sie den Standplatz je nach gewählter Spitzahorn Art aus. Einige Bäume werden 20 Meter und höher. Nicht jeder Garten ist dem gewachsen.

➔ Tipp: Entscheiden Sie sich für den Kugelahorn, dürfen Sie auch einen kleineren Garten haben. Die Bäume sind oft auf einem Hochstamm veredelt und werden nur maximal sechs Meter hoch.

Die Bäume benötigen also viel Platz und eine Alleinstellung. Bei der Pflanzung sollten die empfindlichen Wurzeln nicht verletzt werden. Wichtig für das gesunde Pflanzenwachstum ist auch die Bodenbeschaffenheit. Das Substrat sollte möglichst durchlässig sein. So kann das Wasser besser abfließen und es kommt nicht zum Auftreten von Staunässe. Wer bei der Pflanzung eine Drainage aus Tonscherben in den Boden einarbeitet, schützt den Spitzahorn ebenfalls effektiv vor Staunässe.

Die jungen Bäume müssen regelmäßig gegossen werden, der Boden darf nicht austrocknen. Sind die Pflanzen älter, sind regelmäßige Wassergaben nicht mehr notwendig. Eine Ausnahme bilden Kübelpflanzen. Da im Pflanzkübel nur ein beschränktes Nährstoffangebot zur Verfügung steht, muss fortlaufend bewässert werden. Auch regelmäßige Düngergaben während der Wachstumsperiode sind sinnvoll. Pflanzen Sie Ihren Spitzahorn im Freiland aus, liefern Kompost oder Hornspäne bei der Pflanzung wirkungsvollen Naturdünger.


Foto1: © Christian Pedant - Fotolia.com

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